
Galibier Serre-Chevalier
200.5 km
Donnerstag 21 Juli
„Rückkehr nach
Frankreich mit drei äußerst hohen Pässen: Der erstmalig in dieser
Richtung zu überquerende Agnel, Izoard mit seiner legendären Casse
déserte sowie der Galibier. Das ist
die Gelegenheit für das hunderjährige Jubiläum dieses
sagenumwobenen Passes, da er zum allerersten Mal 1911 vom Fahrerfeld
der Tour de France erklommen wurde. Darüber hinaus wird die
Zielankunft in 2.645 Metern Höhe als die höchstgelegene in die
Annalen der Grande Boucle
eingehen. Sie verdrängt in den Geschichtsbüchern die Ankunft in
2.413 Metern Höhe auf dem Col du Granon 1986. Mit Sicherheit werden
sich an diesem und am darauf folgenden Tag die Anwärter auf den
Gesamtsieg ein Katz- und Mausspiel liefern. Der Führende der
Gesamtwertung läuft Gefahr, einen großen Schwächeanfall zu
erleiden.“
Panorama-Aufnahme von Pinerolo© Remo Caffaro
Vor seiner Zugehörigkeit zu Italien wurde das etwa 40 Kilometer südwestlich von Turin liegende Pinerolo in unterschiedlichen Epochen Frankreich und dann Savoyen zuerkannt. Dieses häufige Hin und Her der Irrungen und Wirrungen der Geschichte erkennt man auch an den verschiedenen Bezeichnungen der Stadt: Natürlich Pinerolo, aber eben auch Pignerol auf Französisch, Pinareul in der Lokalsprache Piemonts beziehungsweise Pineirol im alpinen Okzitanisch. Man könnte auch noch hinzufügen, dass die Stadt ihren Namen Penarol, einem Stadtviertel der uruguayischen Hauptstadt Montevideo vermacht hat, das man wegen seiner Fußballmannschaft kennt. In der hiesigen Festung hielt man auch Nicolas Fouquet, den Oberfinanzaufseher von Ludwig dem XIV., gefangen, sowie die Eiserne Maske, der Pinerolo sein Renommee verdankt. Der legendäre und rätselhafte Gefangene traf 1669 hier ein und blieb zwölf Jahre lang im Verborgenen inhaftiert. Seit 1999 organisiert Pinerolo im Oktober eine historische Nachstellung, die Maschera di Ferro, die im letzten Jahr über 70.000 Zuschauer anzog. Nach der Darbietung wird das Geheimnis um die Identität der hinter der Maske versteckten Person gelüftet.
Im Herzen der Alpen und Meije-Gletscher© Agence zoom
Der Col du Galibier, natürliche Grenze zwischen den Departements Hautes-Alpes und Savoie, weist im Sommer den Weg in das Tal von Serre-Chevalier, das vom Gipfel der Passhöhe bis zur Stadt Briançon reicht. Unter dem Mittelmeerhimmel und umgeben von Lärchenwäldern und für immer schneebedeckten Bergspitzen, bietet Serre-Chevalier am Fuße des Nationalparks Les Ẻcrins im Sommer ein buntes Programm mit Bergaktivitäten: Wanderungen auf mehr als 300 Kilometern beschilderter Wegstrecke, Via Ferrata auf bearbeiteten Felsen, Wildwassersport auf dem Fluss… Man findet hier ebenfalls ein Vielzahl von Strecken für Radliebhaber, und auf dem Gipfel des Col du Galibier ist häufig der Zielstrich der SCLA angebracht, der cyclosportive Serre Che Luc Alphand, unter der Schirmherrschaft des ehemaligen Ski-Champions und Lokalmatadors. Hinzu kommt die Bädertradition von Monêtier-les-Bains und seiner namhaften Warmwasserquellen, insbesondere aufgrund seiner gastrischen und rheumatologischen Eigenschaften bekannt. Im Winter zählt Serre-Chevalier mit seinen 250 Pistenkilometern zu den größten Skigebieten Europas.
• General Council
• Tourism Office of Serre Chevalier Valley
• Tourist Board Hautes-Alpes
• City Council of Monêtier les Bains
• City Council of La Salle les Alpes
• City Council of Saint-Chaffrey