Die Etappen im Einzelnen

étape 1 - Passage du Gois Mont des Alouettes 191.5 km
Sonnabend 2 Juli

Gebirge - Sportkommentar

Die meinung von jean-françois pescheux: Mit der Tradition brechen

Seit 1967 hatsich die Tradition eingebürgert, dass die Tour mit einem Prologbeginnt. Wie schon 2008 steht aber zunächst eine Etappe mitschnurgerader Zielankunft an. Die Teams sollen ein wenig aus demKonzept und aus dem üblichen Tritt gebracht werden. Lediglich zehnFahrer können einen Prolog zu ihren Gunsten entscheiden. Allerdingshaben bei dieser Etappe 198 Fahrer eine Chance auf den Sieg und dasGelbe Trikot. Vor drei Jahren startete das Rennen in der Bretagne,dieses Mal in der Vendée. Die Strecke folgt im ersten Abschnitt demKüstenverlauf und steigt anschließend nach Les Herbiers und zumMont des Alouettes an. Es handelt sich zwar nicht um eineSchwierigkeit „außer Kategorie“, doch ist die Zielankunft eineSache für robuste Kerle. Reine Sprinter werden keinen leichten Standhaben. Das Profil liegt eher einem Thor Hushovd oder einem Puncherwie Thomas Voeckler.“

 

 
Karten und Etappenverläufe
 

Passage du Gois

Le Gois, abends© Julien Gazeau – CG de La Vendée

Bei der Durchfahrt von Le Gois handelt es sich um eine 4,5 Kilometer lange Straße, die bei Flut zwei Mal täglich unter der Wasseroberfläche verschwindet und die Ile de Noirmoutier – via Barbâtre – mit Beauvoir sur Mer auf dem Festland verbindet. Bei Ebbe ist sie passierbar. Ganz in der Nähe befindet sich La Barre de Monts und dessen Badeort Fromentine. Ganzjährig herrscht hier reges Treiben, die Auswahl verfügbarer Aktivitäten ist groß: Segeln, Segelwagen, Kitesurfing, Wanderausflüge zu Fuß oder mit dem Rad, Besuch des Daviaud-Écomusée des Sumpfgebietes der Vendée. Von Pey de la Blet, einem im Herzen des Waldes errichteten Aussichtsturm, ergibt sich ein fantastisches Panorama mit Blick auf das Sumpfgebiet der Vendée, das Meer sowie die Inseln Yeu und Noirmoutier, während man auf der Strandpromenade, wo weder Autoverkehr herrscht, noch große Gebäude stehen, den atypischen Stil der ersten Bade-Villen vom Anfang des 20. Jahrhunderts bewundern kann. Inmitten von Naturbiotopen (7 Kilometer Strand, fast 700 Hektar Staatsforst, 1.200 Hektar Sumpflandschaft) hat die Kommune den Erhalt der Natur und des Lebensrahmens zur Priorität erklärt.

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Mont des Alouettes

Mont des Alouettes, nachts© Ville des Herbiers

Auf dem Gipfel des Mont des Alouettes, am Fuße der Windmühlen, präsentiert sich die Stadt Les Herbiers zum ersten Mal den Besuchern.

Der Hauptort der für das Departement Vendée typischen Knicklandschaften entspricht ganz dem Abbild des hiesigen „Wirtschaftswunders“. In einigen Jahren stiegen mehrere lokale Unternehmen zu nationalen und internationalen Multis auf: Jeanneau, weltweit führender Produktionsstandort für Jachten; CWF, eine europaweit führende Styling-Firma für hochwertige Kinderbekleidung, usw.
Mit diesem Aufschwung hat sich das Gesicht von Les Herbiers rasch verändert; die Entwicklung hat sich mit Respekt für Mensch und Natur sowie auch einer innovativen Architektur vollzogen. Diese Lebenskunst „à l’Herbretaise“, originell und wagemutig für eine Stadt dieser Größe, wurde bereits vielfach ausgezeichnet (éco-quartier contemporain de la Pellinière, Tour des arts, Agenda 21…) und macht seither den Ruf der Gegend aus. Wagemut, innovatives Denken, Hartnäckigkeit und Solidarität sind die Zutaten für diesen Erfolg. Les Herbiers, radverrückter Schauplatz des Chrono des Nations, blickt stolz auf den Besuch der Tour de France.

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