Die Etappen im Einzelnen

étape 5 - Épernay Montargis 187.5 km
Donnerstag 8 Juli

Flachetappe - Sportkommentar

Ein Rennen für die Sprinter

Diese Etappe führt durch ungewohntes Terrain für die Tour via Provins, Montereau, Nemours und zum Ziel in Montargis. Es gibt keine nennenswerten Schwierigkeiten auf diesem Tagesabschnitt, der einer für die Sprinter ist. Aber es wird davon abhängen, wer zu dem Zeitpunkt in Gelb ist. Armstrong zum Beispiel wird mit der Absicht in die erste Woche gehen, die Hoffnungen so vieler Rivalen wie möglich zunichte zu machen, aber er wird das Gelbe Trikot auch nicht zu früh holen wollen, was einem anderen Team zugutekommen könnte. Wenn der Amerikaner in Arenberg tatsächlich das Gelbe Trikot holt, ist es daher denkbar, dass man auf einer der folgenden drei Etappen eher bereit ist, eine Gruppe ausreißen zu lassen. Dabei könnte einer der Fahrer in dieser Fluchtgruppe die Führung übernehmen, so wie Thomas Voeckler 2004 in Chartres.

 

 
Karten und Etappenverläufe
 

Épernay

Die Avenue de Champagne© Stadt Epernay

Das inmitten von 30 000 Hektar Rebflächen gelegene Epernay, Champagner-Hauptstadt, zieht jährlich knapp 450 000 Besucher in seinen Bann. Durch ihre Lage zwischen Weingütern und Wäldern, umrahmt von der Marne, profitiert die Stadt von einer außergewöhnlichen Lebensqualität und einer bemerkenswerten, naturbelassenen Umwelt. Diese Landschaftszüge in der Champagne sind Anwärter auf eine Aufnahme in das Weltkulturerbe der Unesco. Die Avenue de Champagne, einer der auserkorenen Standorte für diese Bewerbung, ist der Sitz der namhaftesten Champagner-Häuser überhaupt. Die Weinkeller auf einer Länge von 110 Kilometern und die 200 Millionen unterirdisch gelagerten Champagnerflaschen machen aus dieser Straße eine der prestigeträchtigsten weltweit. Nach der vor kurzem erfolgten Rundumerneuerung in Form einer Park-Avenue, die zum Flanieren einlädt, finden hier auch zahlreiche Veranstaltungen statt, zum Beispiel "Habits de Lumière" im Dezember. Zudem bringt das tolle Landschaftsbild die Architektur der Bauwerke voll zur Geltung. Das historische Erbe der Stadt ist gekennzeichnet von wunderschönen Herrenhäusern aus dem 19. Jahrhundert und historischen Denkmälern wie dem Turm von Castellane oder dem Theater Gabrielle-Dorziat.

 

Montargis

Der Kanal von Montargis© D. R.

Seinen ganz besonderen Charme verdankt Montargis seinen Kanälen sowie seinen 131 Brücken und Stegen, die der Stadt den Beinamen Venedig des Gâtinais (Plateau in Zentralfrankreich zwischen den Landschaften Beauce und Brie) eingebracht haben. Der Fluss Loing, die Kanäle, der See – allesamt Quellen, die Frische spenden und Charme versprühen. Noch heute kann man die Überreste des königlichen Schlosses von Renée de France (auch bekannt als Renata von Ferrara) besichtigen, die daraus im 16. Jahrhundert eine Zufluchtstätte für Protestanten gemacht hatte, sowie die Schutzwälle, die derzeit renoviert werden.
Seit mehreren Jahren führt die Stadt zudem einen ehrgeizigen Plan zur städtischen Sanierung aus, der sie resolut auf die Zukunft und nachhaltige Entwicklung ausrichtet. Beispielsweise wurde der zentrale Platz, im Volksmund Pâtis genannt, grundlegend umstrukturiert. Hier entstand ein Ausstellungs- und Messegelände vor einem ebenfalls renovierten Festsaal. In Kürze werden auch die Renovierungsarbeiten an der Kirche Sainte-Madeleine aufgenommen. Montargis handelt verantwortungsbewusst im Sinne der eigenen Agenda 21 für den Umweltschutz ganz zum Wohle der Einwohner. Diese Weichenstellungen haben Montargis das Gütesiegel « Les plus beaux détours de France » eingebracht.