
Carmaux
158 km
Dienstag 12 Juli
„Wir
nähern uns den Pyrenäen und passieren zwei Tage lang die Region Les
Cévennes.
Es handelt sich um wellige Etappen ohne größere Schwierigkeiten.
Allerdings kann die Hitze den Organismen zusetzen. Angriffslustige
Ausreißer und Sprinter dürfen gleichermaßen vom Etappensieg
träumen, auch wenn letztere angesichts der nicht vollends flachen
Streckenführung den ganzen Tag über leiden werden. Nach dem ersten
Ruhetag werden sich jene absetzen wollen, die keine gute Auftaktwoche
hinter sich haben und die meinen, dass sie hinterher kaum noch
Gelegenheit haben werden, um sich zu zeigen. Gleichzeitig werden die
Sprinterteams den Tagessieg aber nicht kampflos hergeben wollen. Es
wäre also eine Gruppenankunft denkbar.“
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Rathausplatz© Christian Genot
Die gallo-römischen Wurzeln Aurillacs sind zwar erwiesen – Aureliacum bedeutete die Villa von Aurelius – doch beginnt die Geschichte der Stadt erst um das Jahr 885 mit der vom Grafen Géraud vorangetriebenen Bautätigkeit. Die Messestadt vor den Toren der Region Midi ist unverändert ein Handelsstandort. Lange dominierte hier das Handwerk (Hufschmiede, Goldschmiede, Gerber, Messingtöpfer...), dann die Regenschirm-Industrie. Indes ist heute ein Geflecht dynamischer KMU in der Lebensmittelbranche, der Kunststoffverarbeitung und der Kommunikationstechniken das Markenzeichen der lokalen Wirtschaft. Das fälschlicherweise als einer der kältesten Orte Frankreichs bekannte Aurillac weist durchschnittlich pro Jahr mehr als 2.000 Sonnenstunden auf, was die Stadt auf Rang 21 der Städte mit der meisten Sonneneinstrahlung führt. Neben der überaus sporttauglichen Umgebung findet man hier auch zwei namhafte Kulturveranstaltungen: les Européennes du Goût, ein gastronomisches Stelldichein, und das internationale Straßentheaterfestival.
• www.cantal.fr
• Tourism Office
• Community of Agglomeration of Aurillac (CABA)
Parc Jean Jaurès© Mairie de Carmaux
Carmaux liegt am Schnittpunkt von Ségala, Pays Albigeois und Pays Cordais. Die vom Cérou und seinen beiden Seitenarmen Céroc und Candou durchquerte Stadt ist auf einer beträchtlichen Kohlelagerstätte erbaut, die der Geschichte ihren Stempel aufgedrückt hat. Der Bergbau, zu dem sich alsbald die Glasherstellung gesellte, hat die Stadt geformt, die lange Zeit Schauplatz von Arbeiterkämpfen, gewerkschaftlichen und politischen Auseinandersetzungen war. Heute erlebt Carmaux einen neuen Aufschwung mit symbolträchtigen Großprojekten wie dem Umbau des Stadtzentrums oder der Schule Jean-Jaurès, die mit ihrer neuen Photovoltaikbedachung eine Vorreiterrolle einnehmen wird. Carmaux ist eine äußerst dynamische Stadt mit mehr als 80 Vereinen und einem ganzjährigen Kulturprogramm, darunter auch die Grandes fêtes de la Saint-Privat, das Festival A Fleur de Peau für World Music sowie die Biennale des Verriers (zeitgenössische Kunstausstellung in den ungeraden Jahreszahlen im Glasmuseum). Seit mehr als 50 Jahren hat Carmaux eine Städtepartnerschaft mit Neckarsulm (Deutschland) und seit 2010 mit Porcari (Italien).
• www.tarn.fr
• www.tourisme-tarn.com
• www.cc-carmausin.fr
• www.cc-segalacarmausin.frn
• www.museeverre-tarn.com
• www.cap-decouverte.net