
Mende
210.5 km
Freitag 16 Juli
Mit mehr als 200 Kilometern ist dies eine lange Etappe. Es kann in dieser Region extrem heiß werden, und das Ziel ist auf der Côte de la Croix Neuve – Montée Laurent Jalabert in Mende, wo einige Fahrer Schwierigkeiten haben könnten. Es gibt Abschnitte mit mehr als zehn Prozent Steigung. Der Anstieg ist hart und könnte Fahrern mit „Turboloch“ wie Armstrong Probleme bereiten. Gegen Contador, der viel schneller beschleunigt, könnte der Amerikaner 30 Sekunden oder so verlieren. Ich glaube, heute werden rund zehn Fahrer mitmischen, von denen zwei in Paris auf dem Podium stehen werden.
Bourg-de-Péage liegt am Uferlauf der Isère© Stadt Bourg-de-Péage
Das Schicksal und der Ruf des an den großen Autobahn- und Schienenkreuzungen gelegenen Bourg-de-Péage sind eng mit der Brücke über die Isère verknüpft, die im Mittelalter von den Bewohnern der Abtei Saint-Barnard de Romans errichtet wurde. Die Stiftsherren erhielten seinerzeit ein Lehnrecht unter der französischen Bezeichnung « péage », « pontonnage » beziehungsweise « leyde » im Austausch für eine Unterhaltsgarantie. Einen soliden Ruf erwarb die Stadt im 19. Jahrhundert aufgrund der mit den Haaren einheimischer Hauskaninchen versorgten Filzhutmacherei. Das Haus Mossant, die bedeutendste Manufaktur, beschäftigte zu Spitzenzeiten mehr als 1.200 Arbeiter und machte Bourg-de-Péage zur Hauptstadt des Hutes. Nach dem Niedergang der Hutmacherei sind heute neue Unternehmen mit innovativen Technologien vor Ort ansässig geworden. Auftrieb erhält diese Expansion durch den Bau des Hochgeschwindigkeitsbahnhofes Rhône-Alpes-Sud in Stadtnähe. Neben einer in sportlicher, kultureller und sozialer Hinsicht sehr lebhaften Vereinswelt erfreuen sich die Einwohner von Bourg-de-Péage auch an dem Bois des Naix (12 Hektar), dem zweitgrößten Stadtpark der Region Rhône-Alpes.
• www.bourgdepeage-tourisme.com
Mende aus der Vogelperspektive© Stadt Mende
Das im Herzen des Departements Lozère an den Toren der Gorges du Tarn, der Causses, des Aubrac und der Cévennes gelegene Mende besticht durch seine günstige Lage und seine Lebensqualität. Von der Vergangenheit des anfangs wahrscheinlich als Bezug zu den umliegenden Bergen « Mimata » genannten Mende zeugen viele Überreste, insbesondere die gotische Kathedrale Notre-Dame-et-Saint-Privat aus dem 14. Jahrhundert, umgeben von einem beschaulichen mittelalterlichen Stadtkern mit engen Gassen, oder die Brücke Notre-Dame aus dem 13. Jahrhundert. Gemeinsam mit 21 anderen Kommunen wurde Mende übrigens das Gütesiegel « Pays d’Art et d’Histoire Mende et Lot en Gévaudan » verliehen. Durch seinen zukunftsorientierten Charakter und seine intakte Umwelt gibt sich Mende äußerst dynamisch und baut derzeit einen Gewerbepark für die Ansiedlung neuer Unternehmen. Die bereits zwei Mal mit dem Titel « sportlichste Stadt Frankreichs » dekorierte Stadt zählt 80 Sportvereine, verfügt über viele Infrastrukturen und beherbergt das Sportleistungszentrum Lozère, das sportlich ambitionierten Jugendlichen die Möglichkeit gibt, ihre Leidenschaft mit einer Schulausbildung zu kombinieren.