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Etwa 20 Kilometer östlich von Nizza liegt das Fürstentum Monaco an der Mittelmeerküste, der Côte d’Azur, und ist mit einer Gesamtfläche von 2 km² nach dem Vatikan der zweitkleinste Staat der Welt. Das in Viertel aufgeteilte Monaco, dessen bekanntestes Monte-Carlo ist, zählt 32 000 Einwohner.
In dieser seit 1297 unabhängigen konstitutionellen Monarchie regiert seit 2005 Fürst Albert II.
Die Teams der Tour de France 2009 werden am Donnerstag, 2. Juli vorgestellt.
Port Hercule ist am Samstag, 4. Juli Start und Ziel der ersten Etappe, am Sonntag, 5. Juli wird dort die offizielle Zeremonie und der Start der 2. Etappe stattfinden.
Hauptquartier und Pressezentrum werden im Grimaldi Forum, 10, avenue Princesse Grace auf dem Streckenverlauf der ersten Etappe in der Nähe der roten Flamme des letzten Kilometers vor dem Ziel untergebracht.
Sie sind ab Mittwoch, 1. Juli, 14.30 Uhr geöffnet.
Ein den Begleitern der Tour reservierter Zugang bietet ab 1. Juli Zugang zu den Anlagen der Tour de France.
Albert DE MONACO & Christian Prudhomme - © A.S.O.
„Ich freue mich ganz besonders, ankündigen zu können, dass der Start der Tour de France 2009 in Monaco erfolgt. Vor sehr langer Zeit hatte das Fürstentum Gelegenheit, die Tour de France begrüßen zu können. Das letzte Mal 1964. Fünfundvierzig Jahre später haben wir wieder die Möglichkeit, Startpunkt dieses einmaligen Ereignisses zu sein.
Mit dieser Entscheidung werden die Bemühungen des Fürstentums um Entwicklung und Förderung des Sports anerkannt.
In körperlicher, wie auch mentaler Hinsicht gehört der Radsport zu den anspruchsvollsten Sportarten. Um ganz an die Spitze zu kommen, sind Eigenschaften wie Mut, Willenskraft und Durchhaltevermögen erforderlich. Diejenigen, die die Ehre gehabt haben, das gelbe Trikot zu tragen, beweisen, dass Leidenschaft, Engagement und das Vermögen, sich selbst zu übertreffen unbedingt erforderlich sind, um bis an die Spitze zu kommen.
Ein immer größer werdendes Publikum verfolgt dieses sportliche Ereignis, das zu einem gesellschaftlichen Phänomen geworden ist, mit immer mehr Leidenschaft.
Über die Zuneigung zu den Champions hinaus hat das Publikum sich diese fabelhafte Prüfung zu eigen gemacht, die Landschaften, Städte und, wie in diesem Jahr, Nachbarländer in den Vordergrund stellt.
Mit ihren Leistungen und Emotionen ist die Tour de France immer den Trends der Zeit gefolgt und hat auch die schlechten Seiten aufgenommen. In diesem Sinne begrüße ich die Entschlossenheit der Organisatoren, die verstanden haben, die erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um die Würde dieser Sportart zu wahren.
Viele Monate liegen noch zwischen uns und diesem Ereignis, aber schon die Ankündigung erregt die Begeisterung der ganzen Bevölkerung Monacos. Ich bin der festen Überzeugung, dass die Tour de France 2009 die bereits starken Bande zwischen Monaco und Frankreich weiter festigen wird.“
Albert DE MONACO
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Schon kurz nach der offiziellen Bekanntgabe erstrahlt der Start der „Grande Boucle“ 2009 in ganz besonderem Glanz. Eines ist klar: der Start der Tour de France in Monaco ist ein Meilenstein. Das versprechen schon heute das Prestige des Fürstentums, wie auch die geografische Besonderheit dieses Starts.
Nach der offiziellen Vorstellung der Teilnehmer ist der außergewöhnliche Rahmen des Felsens Austragungsort des ersten Tests, ein Zeitrennen über 15 Kilometer, das teilweise über die kurvenreiche Strecke des berühmtesten Formel 1 Rennens de Welt verläuft. In sportlicher Hinsicht wird diese Etappe aufgrund der körperlichen und technischen Anforderungen des markanten Reliefs eine Herausforderung. Auch in ästhetischer Hinsicht ist mit dem Mittelmeer im Hintergrund ein außergewöhnlicher naturgegebener Rahmen zu erwarten. S.D. Prinz Albert sei für die Möglichkeit gedankt, dass die von Philippe Amaury auf den Champs-Elysees in Paris am Ende der Tour 2005 lancierte Idee Wirklichkeit wird.
Allein die Tatsache, dass die Tour selten im Süden startet, mach den Auftakt der Tour 2009 in Monaco zu etwas Besonderem. Innerhalb von dreißig Jahren ist die Tour nur vier Mal im Süden gestartet und nur einmal im Südosten, im benachbarten Departement Alpes Maritimes. Das war 1981, als Bernard Hinault schon beim Auftakt in Nizza mit einem deutlichen Symbol seiner aufsehenerregenden Rückkehr an die Spitze nur ein Jahr, nachdem sein Knie ihn beim Pyrenäenaufstieg im Stich gelassen hatte, die Tour geprägt hat.
Im Anschluss an einen unvergesslichen Aufenthalt in London und nach einem Ritt durch die Bretagne im kommenden Sommer, ganz im Zeichen der Beliebtheit der Tour, ist der Grand Départ in Monaco ein Beispiel für die Aura dieses sportlichen Monuments. Für dessen Allgemeingültigkeit. Abgesehen von Vorschlägen aus Frankreich und den Nachbarländern bestätigt auch der jetzt offizielle Antrag von Qatar, wie auch die im Herbst auf Antrag Schottlands und Japans aufgenommenen Kontakte die außergewöhnliche Ausstrahlung der Tour.
Christian PRUDHOMME
Direktor der Tour de France
Individuelles Zeitrennen (7 in Monaco und 8 auf französischem Gebiet).
„Der Startschuss fällt auf dem Boulevard Albert 1er. Im Minutentakt starten die Fahrer auf den ersten Hundert Metern der Formel I Rennstrecke. Nach 150 Metern in der Ebene beginnt die lange Steigung bis zum Kilometerpunkt 7,200. Zunächst gilt es, eine erste 6 %ige Steigung von etwa 500 m zu überwinden, dann geht es 200 m weiter in der Ebene, am Casino vorbei. Anschließend verlassen die Rennfahrer die Formel 1 Strecke und begeben sich auf eine Steigung, an deren Ende am Kilometerpunkt 1 250 eine 10%ige Steigung zu überwinden ist. Es folgt eine Reihe leichter Steigungen auf dem Boulevard Princesse Charlotte und vorbei am Jardin Exotique, bevor sie Monaco am Kilometerpunkt 3 200 verlassen und zur Moyenne Corniche aufsteigen.
Bei Kilometer 7.200 erreichen sie den höchsten Punkt auf dieser Strecke (207 m), bevor sie sich auf den langen Abstieg mit einer 180° Kurve bei Roquebrune-Cap-Martin begeben und in der Ebene bis zum Verkehrsknoten Saint-Roman zurück nach Monaco fahren. Wir befinden uns am Kilometerpunkt 11,5. Nach einem erneuten Gefälle bis zu einer Haarnadelkurve direkt am Meer folgt der Endspurt über 2,5 Kilometer in der Ebene, am Mittelmeer entlang und vorbei am Grimaldi Forum, wo Hauptquartier und Pressezentrum der Tour untergebracht sind.
An der Kreuzung Portier am Kilometerpunkt 13,8 fahren sie wieder über die Strecke des Großen Preises von Monaco. Bei km 14 liegt die 100 m lange Tunneldurchfahrt, anschließend gelangen sie über den Quai des Etats-Unis zurück zum Hafen und der Zielgeraden in der Route de la Piscine am Stade Nautique Rainier III.“
Die offizielle Startzeremonie der 96. Tour de France findet auf der Strecke des Großen Preises von Monaco statt. Die Fahrer werden über einen Großteil der Rennstrecke und die sagenumwobenen Streckenabschnitte (la Rascasse, Sainte-Dévote, Casino, Mirabeau ...) bis zum Verkehrsknoten Ost des Fürstentums bei Saint-Roman fahren.
Der tatsächliche Start der 2. Etappe Monaco - ???? liegt bei km 4.
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1964 war die Aschenbahn des alten Stadiums Louis II Austragungsort einer der Kopf an Kopf Rennen zwischen Anquetil und Poulidor. In seiner La fabuleuse histoire du Tour de France (Verlag La Martinière) erzählt Pierre Chany:
„In Sichtweite des Ziels nahm Anquetil die erste Position im Bewusstsein dessen ein, dass es auf den „Ringen“ der nicht angehobenen Kurven extrem schwierig ist, den führenden Fahrer zu überholen. Es gelang Poulidor jedoch, auf der Innenseite zu überholen. Er fuhr über die Ziellinie und hob die Arme im Zeichen des Siegs. Er war sprachlos, als er sah, wie Anquetil ihn ohne das Tempo zu verlangsamen überholte und der Tross der anderen Fahrer im folgte. Er hatte seine Streckenbeschreibung missverstanden. Nachdem die Fahrer das Stadium Louis II erreicht hatten, mussten sie die Strecke von der Einfahrt in das Stadium bis zur Ziellinie und eine zusätzliche Runde fahren. Er hatte sich von der Erinnerung an die Spanien-Rundfahrt leiten lassen, bei der das Ziel nach einem Rundenabschnitt erreicht wurde. Beim zweiten Überfahren der Ziellinie war Anquetil immer noch an erster Stelle und strich noch einen Bonus von einer Minute ein!“
… Und bei Ankunft in Paris, nach anderen Ereignissen, wie dem berühmten Anstieg des Puy de Dôme, machte Jacques Anquetil seinen fünften Sieg bei der Tour perfekt… mit einem Vorsprung von 55 Sekunden auf Raymond Poulidor
| Jahr | Etappe | Gewinner | Gelbes Trikot | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
1939 |
12. Etappe | Saint-Raphaël > Monaco | 121,5 km (2 Halbetappe) | Maurice ARCHAMBAUD | René VIETTO | ||
| 13. Etappe | Monaco > Monaco | 101,5 km | Pierre GALLIEN | René VIETTO | |||
| 14. Etappe | Monaco > Digne-les-Bains | 175 km | Maurice CLOAREC | René VIETTO | |||
1952 |
12. Etappe | Sestrières > Monaco | 251 km | Jan NOLTEN | Fausto COPPI | ||
| 13. Etappe | Monaco > Aix-en-Provence | 214 km | Raoul RÉMY | Fausto COPPI | |||
1953 |
16. Etappe | Marseille > Monaco | 236 km | Wim VAN EST | Jean MALLÉJAC | ||
| 17. Etappe | Monaco > Gap | 261 km | Wout WAGTMANS | Jean MALLÉJAC | |||
1955 |
9. Etappe | Briançon > Monaco | 270 km | Raphaël GEMINIANI | Antonin ROLLAND | ||
| 10. Etappe | Monaco > Marseille | 240 km | Lucien LAZARIDÈS | Antonin ROLLAND | |||
1964 |
9. Etappe | Briançon > Monaco | 239 km | Jacques ANQUETIL | Georges GROUSSARD | ||
| 10. Etappe | Monaco > Hyères | 187,5 km (1. Halbetappe) | Jan JANSSEN/td> | Georges GROUSSARD | |||
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Im Januar findet die Monte-Carlo Auto Rallye, statt.
Dieses Ereignis eröffnet die Weltmeisterschaft der Rallyes. Start und Ziel sind Monaco, während der größte Teil des Rennens in den Alpen stattfindet.
Im April die Tennis Masters Serie Monte-Carlo.
Eine Tradition: im Frühjahr beginnt die Saison der Tennismeisterschaften auf Sandplätzen auf den Courts des Monte-Carlo Country Club.
Im Mai der Große Preis von Monaco.
Eine einmalige Veranstaltung, bei der die Rennstrecke sich durch die Straßen der Stadt schlängelt. Seit 1955 ist der Große Preis von Monaco eine der Hauptattraktionen im Kalender der Formel 1 Rennen.
Im Juni das Internationale Meeting der Schwimmer.
Diese Etappe des Mare Nostrum findet im olympischen Schwimmbad Stade Nautique Rainier III statt.
Im Juni das Jumping International von Monte-Carlo.
Es wird im Hafen von Port Hercule organisiert und ist Teil der Global Champions Tour, ein weltweites Springreiterturnier des Internationalen Reiterverbandes. Die besten Reiter sind vertreten.
Das Meeting Herculis, im Juli.
In der Kategorie der Super Grand Prix versammeln sich die weltweit besten Leichtathleten im Stadium Louis II.
Im August findet die Supercoupe d'’Europe, statt.
Dabei handelt es sich um eine Begegnung der Sieger der Fußball Champions League und des UEFA-Pokals. Das Spiel findet im Stade Louis II statt.
Im September wird der Iron Man 70.3, ausgetragen.
Bei diesem Triathlon sind 1,9 km zu schwimmen, 90 km auf dem Fahrrad zu bewältigen und 27,1 km zu laufen, was insgesamt 70,3 amerikanischen Miles entspricht.
Außerdem:
Spielt während der gesamten Fußballsaison die 1. Liga.
AS Monaco nimmt an der französischen Meisterschaft teil. Der Club in rot-weiß hat sieben Meisterschaftstitel, fünf französische Titel und einen Champions League Titel davon getragen. 1992 und 2004 war der Club auch in europäischen Finalspielen vertreten.
Monaco und das FahrradDer 1985 ins Leben gerufene monegassische Fahrradclub, die Fédération Monégasque de Cyclisme ist der Union Cycliste Internationale angeschlossen. Der Club des Fürstentums, die Union Cycliste de Monaco, der vor kurzem sein 50jähriges Bestehen gefeiert hat, zählt 135 Mitglieder in sechs Bereichen: Straßenfahrt, Mountainbike, BMX, Piste, Cyclo-cross und Trial. Er organisiert das Critérium de Monaco im März und die Trophée Jean-Luc Schopf im Juni. |