Die Trikotträger

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Die Etappe im Rückblick

Boonen sorgt für Panik

Nun auch noch die Avenue de Grammont. Nach den Champs-Elysées im vergangenen Jahr setzt sich Tom Boonen vor Peter Wrolich (Gerolsteiner) nun auch an einem der wichtigsten Orte der internationalen Sprinterszene durch. Traditionellerweise machen die Favoriten der Disziplin jedes Jahr beim Rennklassiker Paris-Tours den Sieg unter sich aus. Bei der heutigen dritten Etappe der Tour de France erwies sich Tom Boonen nicht nur als der Stärkste unter ihnen, sondern er sorgte darüber hinaus für Panik bei seinen Gegnern beim Kampf um das grüne Trikot.

Ein breites Lächeln auf den Lippen, die rechte Hand jubelnd zum Himmel gestreckt (″Auch für den Frieden in der Welt″, fügt er entspannt hinzu), scheint der erste Tag für Boonen im grünen Trikot der Tour de France insgesamt stressfrei gewesen zu sein. Die Zahnschmerzen von gestern sind vergessen, so dass der Sprinter sich ganz auf seinen Job konzentrieren kann. Mit Hilfe seiner Teamkollegen, die erst die Verfolgung der Ausreißer aufnehmen, bevor sie ihrem Chef den Weg bereiten, tritt Boonen derart kräftig und unkontrollierbar in die Pedale, dass er im Ziel eine Länge vor seinen Gegnern liegt.

Die Fahrer an seinem Hinterrad sind dagegen alles andere als ruhig und ausgeglichen. Robbie McEwen, zweifacher Sieger des grünen Trikots, und Stuart O’Grady, liefern sich ein Schulter-an-Schulter-Rennen der australischen Art. "McEwen ist nicht auf seiner Geraden geblieben und muss deswegen Sprinterpunkte einbüßen," so die Jury der Kommissare. „Es ist Stuarts Fehler, er hat als Erster seinen Arm vor mich geschoben,“ erklärt McEwen im Fernsehen. Thor Hushovd, Zweiter im Punkteklassement, kommt ebenfalls aus dem Konzept: Er ″vergisst″, Jaan Kirsipuu zu folgen, der ihm den Weg gebahnt hat, allerdings zu früh zum Angriff übergegangen ist. Ergebnis: Der Norweger landet auf Platz neun und rutscht damit im Punkteklassement auf Platz vier. Mit 23 Punkten Rückstand – jetzt schon.

Depeschen

17:38 - Abgeändertes Top 10

1. Tom Boonen (QST)
2. Peter Wrolich (GST)
3. Stuart O’Grady (COF)
4. Bernhard Eisel (FDJ)
5. Allan Davis (LWT)
6. Robert Forster (GST)
7. Magnus Backstedt (LIQ)
8. Anthony Geslin (BTL)
9. Thor Hushovd (C.A)
10. Angelo Furlan (DOM)
McEwen wurde auf Platz 186 verwiesen, also auf den letzten Platz des Hauptfeldes.

17:32 - McEwen bestraft

Der australische Sprinter wird auf Entscheidung der Jury der Kommissare dafür bestraft, auf der Zielgeraden nicht geradeaus gefahren zu sein.

17:14 - Top 10 der Etappe

1. Tom Boonen (QST)
2. Peter Wrolich (GST)
3. Robbie McEwen (DVL)
4. Stuart O’Grady (COF)
5. Bernhard Eisel (FDJ)
6. Allan Davis (LWT)
7. Robert Forster (GST)
8. Magnus Backstedt (LIQ)
9. Anthony Geslin (BTL)
10. Thor Hushovd (C.A)

Zabriskie behält das gelbe Trikot.

17:07 - Boonen Etappensieger

Zum zweiten Mal in Folge bei der Tour 2005 kann sich Tom Boonen im Schlusssprint durchsetzen.

17:07 - Cancellara eingeholt

Der junge Schweizer wird eingeholt. Unter der "flamme roueg" fährt das Feld geschlossen, und alle bereiten sich auf den Massensprint vor.

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