DIRECKT VOM RENNEN
Depeschen
1. Juli, 12:31 - DISCOVERY CHANNEL
Johan Bruynnel: "Ziel ist jedes Jahr gleich"
Im Team von Lance Armstrong gab es ein paar leichte Veränderungen...
Zu einem großen Teil ist es das gleiche Team wie im vorigen Jahr, in dem alle Fahrer schon Tour-Erfahrung haben. Zwei sind allerdings in diesem Jahr nicht mehr dabei: Landis hat seine Rennkarriere beendet und Jekimov ist verletzt. Für sie sind mit Popovych und Savoldelli zwei starke und ausgeglichene Fahrer nachgerückt. Damit haben wir ein solides Team beisammen, das für diese Tour de France bestens gerüstet ist.
Wie hat sich Armstrong diesmal vorbereitet?
Was ich beim Dauphiné-Kriterium von ihm gesehen habe, war schon Spitze, und das was danach folgte ebenso. Er ist sehr gut in Form. Zunächst haben wir die Pyrenäen-Etappen erkundet, danach die Abschnitte in den Alpen, und schließlich die Zeitfahrstrecke in St. Etienne, bevor wir uns an den diesjährigen Startort in der Vendée begeben haben. Alle wichtigen Etappen sind wir abgefahren, so wie wir das in jedem Jahr tun.
Ullrich glaubt sich in Bestform. Steht uns daher der bisher härteste Zweikampf bevor?
Ich glaube schon, dass es zum großen Zweikampf zwischen den beiden kommen wird, zumal das Team von Ulrich gleichfalls sehr stark ist. Bei all dem sollte man aber auch Iván Basso im Auge behalten, denn der hat ebenfalls ein solides Team im Rücken. Wenn man dann noch Vinokourov mit einbezieht, so könnte diese Tour zwischen den genannten vier Spitzenfahrern entschieden werden.
Erschwert Armstrongs Ankündigung bezüglich seines Rücktritts diese letzte Herausforderung?
Im Moment spielt das überhaupt keine Rolle, weder für ihn noch für sein Team. Seit er sich entschlossen hat, diese Tour de France noch mal zu fahren und sich entsprechend darauf vorzubereiten, lautet sein Ziel, die Tour ein siebtes Mal zu gewinnen. Er ist in höchstem Maße motiviert. Ich sehe hier keinen Unterschied zu den Vorjahren. Im Übrigen bin ich der Meinung, dass am Ende dieser Tour noch genügend Raum für Emotionen bleibt. Wir sind hierher gekommen, um zu gewinnen. Jetzt konzentrieren wir uns erst einmal auf die Strecke. So haben wir es jedes Jahr gehalten.
Das Team
Lance Armstrong (USA), Jose Azevedo (Portugal), Manuel Beltran (Spanien), George Hincapie (USA), Benjamin Noval (Spanien), Pavel Padrnos (Tschechische Republik), Jose Luis Rubiera (Spanien), Yaroslav Popovych (Ukraine), Paolo Savoldelli (Italien)
1. Juli, 12:30 - BOUYGUES TELECOM
Jean-René Bernaudeau: "Möglichst erhobenen Hauptes in Paris ankommen"
Werden wir in diesem Jahr erneut einen Paukenschlag à la Voeckler erleben?
Wir gehören zu den großen französischen Teams bei dieser Tour. Daher müssen wir auch versuchen, unser Bestes zu geben. Im vorigen Jahr war das Kapitel Voeckler eine Ausnahme. Ich glaube nicht, dass wir das dieses Mal wiederholen können, dennoch kann er erneut eine gute Leistung bringen. Keine Tour gleicht der anderen.
Welche Strategie werden Sie verfolgen?
Zunächst wird es keinen Führungsfahrer im Team geben, so dass wir die Möglichkeiten nutzen müssen, die sich bieten werden. Danach wird das Rennen offener und wir können versuchen, ein neues Erfolgskapitel zu schreiben. Jedenfalls ist die Taktik meines Teams ausschließlich auf Improvisation ausgerichtet, denn darauf beruhen seine Stärken. Wenn wir eine Chance haben wollen, müssen wir ständig angriffsbereit sein sowie konzentriert und entschlossen zu Werke gehen. Das Wichtigste wird sein, Paris erhobenen Hauptes zu erreichen. Denn wir sind weder Discovery Channel noch T-Mobile, auch nicht Crédit Agricole oder Française des Jeux, die mit Leuten wie Hushovd oder Cooke um das Grüne Trikot fahren werden. Unsere Konstellation ist anders, wir müssen auf den Überraschungseffekt setzen.
Ein Etappensieg in Ihrer Heimatregion, der Vendée, das wäre doch so eine Möglichkeit...
Die Etappe Challans – Les Essarts würde mir schon gefallen, aber die ist nun mal den Sprintern vorbehalten. Wir werden zwar das einheimische Team verkörpern, aber die Tour steht da erst am Anfang. Es sind eher die Etappen im Osten Frankreichs, die uns vielleicht am besten liegen werden, denn unser Team ist sehr homogen und alle Fahrer sind in der Lage, eine starke Leistung zu bringen. Wir werden versuchen, das Rennen locker mitzufahren und für Abwechslung zu sorgen, spektakuläre Dinge werden von Bouygues Telecom jedoch nicht zu erwarten sein. Wir haben keinen Teamführer, denn bei uns spielt das Trikot, in dem wir fahren, die entscheidende Rolle. Also werden wir uns auf das verlegen, was ein Rennen abwechslungsreich und spannend macht, nämlich aufs Attackieren.
Das Team
Walter Bénéteau (Frankreich), Laurent Brochard (Frankreich), Pierrick Fedrigo (Frankreich), Anthony Geslin (Frankreich), Laurent Lefèvre (Frankreich), Jérôme Pineau (Frankreich), Didier Rous (Frankreich), Matthieu Sprick (Frankreich), Thomas Voeckler (Frankreich)
1. Juli, 12:30 - DAVITAMON-LOTTO
Marc Sergeant: "Die reinen Sprinter sind keine Favoriten für das Gelbe Trikot"
Ihr Team peilt eher das Grüne Trikot an...
Das ist unser Ziel, denn McEwen ist ja auch der amtierende Träger des Grünen Trikots. Aber auf dem Weg dahin muss er erst mal eine Etappe gewinnen. In der Vorbereitung und vor allem beim Giro hat er gezeigt, dass er dazu noch fähig ist. Allerdings ist die Streckenführung in diesem Jahr im Gegensatz zu 2004 weniger für die Sprinter geeignet. Insgesamt gibt es weniger ausgeprägte Flachetappen für die Sprinter unter den Rennfahrern. Demnach werden sie es nicht leicht haben, obwohl ich überzeugt bin, dass die drei Sprintspezialisten das Rennen um den Schnellsten im Feld schon unter sich ausmachen werden.
Sehen Sie in Tom Boonnen als den Fahrer, den es dabei zu schlagen gilt?
Ja, auf ihm ruhen die größten Hoffnungen, zumal das, was er in diesem Jahr bei den Klassikern gezeigt hat, ein eindeutiges Indiz dafür ist, dass er sich verbessert hat. Aber die Tour die France ist immer noch etwas Besonderes mit all ihren Eigenheiten. Ich erinnere mich noch sehr gut daran, wie im vorigen Jahr Pettachi als der große Favorit für die Sprints ins Rennen gegangen war und er dann keine einzige Etappe gewinnen konnte. Es ist also schwer zu sagen, wer am Ende bei den Sprints die Nase vorn haben wird.
Welche Strategie werden Sie nach der ersten Tour-Woche für Ihr Team wählen?
Wir haben es mit zahlreichen Etappen zu tun, deren Streckenprofil gute Möglichkeiten für Attacken bietet. Vielleicht können junge Fahrer wie Axel Merckx oder Leon Van Bon, und warum nicht auch Johan Van Summeren, für einige Bewegung im Feld sorgen. Und im Gesamtklassement rechnen wir mit einer vorderen Platzierung von Cadel Evans, der bei großen Rundfahrten stets ein starkes Potenzial abrufen konnte – unter anderem trug er beim Giro d’Italia 2002 bis zwei Tage vor Schluss das Rosa Trikot. Leider musste er seine Vorbereitung aufgrund eines Schlüsselbeinbruchs, den er sich beim Abfahren der Pyrenäen-Etappen zugezogen hatte, unterbrechen. Heute geht es ihm wieder viel besser. In den Bergen wird er von Axel Merckx die entsprechende Unterstützung erhalten. Ich kann ihn mir gut und gerne unter den ersten Zehn vorstellen. Noch lieber wäre mir aber eine Platzierung unter den ersten Fünf.
Das Team
Mario Aerts (Belgien), Christophe Brandt (Belgien), Cadel Evans (Australien), Robbie McEwen (Australien), Axel Merckx (Belgien), Fred Rodriguez (USA), Leon Van Bon (Niederlande), Wim Vansevenant (Belgien), Johan Van Summeren (Belgien)
1. Juli, 12:29 - SAUNIER DUVAL - PRODIR
Pietro Algeri: "Unser Trikot wird häufiger vorn zu sehen sein"
Haben Sie einen absoluten Anwärter auf das Weiße Trikot...
Zumindest hat sich das José Angel Gómez Marchante zum Ziel gesetzt. Er ist ein junger und viel versprechender Rennfahrer, der das Zeug hat, die bevorstehende Tour de France als Bester Nachwuchsfahrer zu beenden. Er wurde übrigens spanischer Meister und ist beim Giro d’Italia in diesem Jahr ein beachtliches Rennen gefahren. Warum sollte er also bei dieser Tour nicht unter die besten Zehn kommen?
In Ihrem Team gibt es gleich mehrere Kletterspezialisten...
Ich glaube, dass man unser Trikot in den Bergen häufig vorn sehen wird. Wir werden bemüht sein, so oft wie möglich bei den Ausreißversuchen dabei zu sein, zumal wir neben Gómez Marchante mit Fritsch noch ein weiteres heißes Eisen im Rennen haben. Fritsch ist besonders bei steigenden Temperaturen sehr stark. Aber auch mit Piepoli ist zu rechnen, denn er ist ein erfahrener und effektiver Kletterer gerade bei steilen Anstiegen. Zudem ist auch einiges vom U.S.-Amerikaner Chris Horner zu erwarten, der bei der letzten Tour de Suisse die schwere Bergetappe für sich entscheiden konnte. Im Großen und Ganzen lässt sich jedoch nicht voraussagen, wie das Rennen sich letztlich entwickeln wird. Wir werden sicher nicht entscheidend in den Rennverlauf eingreifen können. Auf der anderen Seite werden wir von den jeweiligen Umständen zu profitieren wissen, um in der Spitze mitzufahren.
Das Team
Davis Canada (Spanien), Inigo Cuesta (Spanien), Nicolas Fritsch (Frankreich), Juan Manuel Garate (Spanien), Joseé Angel Gómez Marchante (Spanien), Chris Horner (USA), Leonardo Piepoli (talien), Manuel Quinziato (Italien), Constantino Zaballa (Spanien).
1. Juli, 12:28 - LAMPRE-CAFFITA
Giuseppe Martinelli: "Diese Jungs haben durchaus ihre Chancen"
Ihr Team war vom Ausfall zweier starker Rennfahrer betroffen...
Es ist in der Tat nicht leicht, bei der Tour de France ohne Damiano Cunego und Gilberto Simoni an den Start zu gehen. Denn solche Klassefahrer sind immer in der Lage, bei der Tour vorn mitzumischen und damit die anderen im Team zu motivieren. Aber Damiano war nach seiner Krankheit (Pfeiffersches Drüsenfieber) sehr geschwächt und durch sein Abschneiden beim Giro d’Italia derart enttäuscht, dass er jetzt ausreichend Zeit braucht, um sich gezielt auf ein großes Rennen vorbereiten zu können. Er wird sich daher auf die Vuelta konzentrieren. Daher haben wir auch in diesem Jahr keinen aussichtsreichen Anwärter auf eine vordere Platzierung im Gesamtklassement. Das Problem wird sein, Tag für Tag aufs Neue eine Chance zu suchen, um vorn mitfahren zu können.
Wen würden Sie vorn sehen?
Eddy Mazzoleni fährt sehr stark. Am Saisonbeginn hatte er Probleme mit dem Knie, jetzt geht es ihm aber wieder wesentlich besser. Er wird die Führung in unserem Team übernehmen. Commesso seinerseits könnte durchaus eine Etappe gewinnen. Bortolami wird sein Glück auf den Flachetappen versuchen. Vielleicht bietet sich auch Jevgeni Petrov die Möglichkeit, zu attackieren. Im vorigen Jahr ist er mehr für seine Teamkameraden gefahren, mal für Simoni, mal für Cunego. Diesmal hat er freie Hand und kann beweisen, was er wirklich drauf hat. Meine Jungs haben also durchaus ihre Chancen. Ich für meinen Teil rechne mit der einen oder anderen Überraschung.
Das Team
Gianluca Bortolami (Italien, Salvatore Commesso (Italien), Gerrit Glomser (Österreich), David Loosli (Schweiz), Eddy Mazzoleni (Italien), Evgueni Petrov (Russland), Daniele Righi (Italien), Alessandro Spezialetti (Italien), Gorazd Stangelj (Slowenien)
1. Juli, 12:27 - AG2R
Vincent Lavenu: "Wollen den hohen Anforderungen gerecht werden"
Ist das konkrete Abschneiden bei der diesjährigen Tour de France für das Team von AG2R in diesem Jahr von besonderer Bedeutung?
Bei der Tour de France gut abzuschneiden, ist das erklärte Ziel aller teilnehmender Teams. Wir vom Rennstall AG2R, die wir in diesem Jahr als einziges Team über eine Wildcard an der Tour de France teilnehmen, wollen uns hier beweisen. Die Tatsache, dass der Zuschlag seitens des Veranstalters an unser Team ging, ist an sich schon ein Vertrauensbeweis. Jetzt gilt es zu zeigen, dass wir den hohen Anforderungen auch gerecht werden können. Dazu sind wir durchaus in der Lage. Das Kriterium "Dauphiné Libéré" war für die Tour ein guter Test: Das von Thierry Cazeneuve organisierte Rennen ist von der Anlage her identisch mit den großen Sportveranstaltungen, die unter der Regie von A.S.O. stattfinden. Mit unserem Etappensieg und dem Besitz des Gelben Trikots für einen Tag haben wir dabei den Beweis erbracht, dass wir die erforderliche Wettkampfhärte besitzen. Aber auch in manch anderer Hinsicht können wir bereits mit den Spitzenteams mithalten, so zum Beispiel von der Geschichte unseres Rennstalls, von der Teamstruktur, von der Einhaltung der ethischen Grundsätze und von der Ausbildung des Nachwuchses her. Hinter AG2R stehen in erster Linie 14 Jahre Erfahrung in der professionellen Führung eines Radrennteams, in denen es keine negativen Schlagzeilen gab.
Welche Etappen haben Sie bei dieser Tour konkret ins Auge gefasst?
Wir haben eine ganze Woche, in der die Sprinter zum Zuge kommen und zeigen können, was in ihnen steckt. Jean-Patrick Nazon kann dabei durchaus vorn mitmischen, auch wenn er in diesem Jahr einen leichten Trainingsrückstand kompensieren musste. Uns ist klar, dass die Konkurrenz unter den Sprintern außerordentlich stark ist, allen voran Tom Boonen. Aber im Sprint gibt es für gewöhnlich nicht immer nur den gleichen Sieger. An der Ziellinie ist auch die bessere Taktik entscheidend. Diesbezüglich hat Samuel Dumoulin nicht nur gute physische Voraussetzungen, sondern auch ausgeprägte intellektuelle Fähigkeiten, um Jean-Patrick die erforderliche Unterstützung zu geben.
Und über die erste Woche hinaus?
Wir haben ein paar verwegene Burschen im Team, die ihre Chance suchen werden. Fahrer wie Turpin, Dessel und Portal haben in der Vergangenheit schon Rennen nach efolgreichen Ausreißversuchen gewonnen. Insofern ist ihnen also durchaus etwas zuzutrauen. Was das Gesamtklassement angeht, so erwarten wir natürlich, dass Goubert oder Astarloza unter die besten 20 kommen. Daneben werden wir uns auf die Mannschaftswertung konzentrieren und versuchen, uns unter den ersten 10 zu platzieren. Der Kern der Mannschaft hat die Voraussetzungen dafür.
Voraussichtliche Zusammensetzung des AG2R-Teams
Mikel Astarloza (ESP), Samuel Dumoulin (FRA), Stéphane Goubert (FRA), Yuriy Krivtsov (UKR), Jean-Patrick Nazon (FRA), Nicolas Portal (FRA), Ludovic Turpin (FRA), Sylvain Calzati (FRA), Simon Gerrans (AUS)
30. Juni, 13:46 - T-MOBILE
Walter Godefroot: "Ullrich wird Armstrong attackieren können"
Das Team T-Mobile scheint in diesem Jahr gerüstet wie nie zuvor, um Armstrong zu schlagen...
Wir haben das erforderliche Potenzial dazu, denn nach Auffassung von Rudy Pevenage, der Jan wie kein anderer kennt, war Ulrich noch nie in einer so guten Verfassung wie jetzt. Dabei ist auch das Jahr 2003 eingeschlossen, also das einzige Jahr, in dem er mit Armstrong auf Augenhöhe fahren konnte. Und strategisch gesehen haben wir mit Vinokourov und Klöden zwei ausgesprochen starke Fahrer im Team, an deren Seite mit Guerini, Nardello und Sevilla wiederum sehr erfahrene Rennfahrer stehen. Vor allem Sevilla befindet sich derzeit in einer besseren Form als im vorigen Jahr bei der Vuelta in Spanien. Ihn zeichnet ein ausgeprägter Teamgeist aus. So ist er beim Dauphiné-Kriterium eine ganze Etappe gegen den Wind gefahren, damit Vinokourov am Fuße des Ventoux-Massivs in seinem Windschatten fahren und seine Kräfte schonen konnte! Meiner Meinung nach haben wir diesmal drei Trümpfe in der Hand, aber am Ende ist Ullrich wahrscheinlich der talentierteste und stärkste von ihnen. Vor allem er wird es sein, der Armstrong attackieren kann.
Auch Armstrong sagt, dass er sein bisher bestes Team zusammen hat...
Und er hat Recht. Popovych wird die Rolle von Floyd Landis übernehmen. Ich kenne ihn gut, denn wir haben voriges Jahr großes Interesse an ihm gehabt. Und ich kann Ihnen sagen, dass er einiges zu bieten hat. Mit Savoldelli, der gerade den Giro d’Italia gewinnen konnte, hat Armstrong einen weiteren Klassefahrer im Team, obwohl er nach mehreren Stürzen zwei Jahre lang verletzt war. Was den Rest seines Teams mit Azevedo, Rubiera und Beltran betrifft, so sind das ebenfalls bekanntermaßen starke Fahrer.
Demnach sind die Voraussetzungen für einen persönlichen Zweikampf zwischen Armstrong und Ullrich also gegeben...
Ich hoffe es. Jedenfalls hat Armstrong beim "Dauphiné Libéré" auf mich einen guten Eindruck gemacht. Aber bei der Tour de France rechne ich mit einer noch stärkeren Leistung, denn zwischen Juni und den Bergetappen der Tour sind noch mal 10 % Leistungssteigerung durchaus drin. Und das gilt für Armstrong ebenso wie für Ulrich.
Das Team
Giuseppe Guerini (Italien), Matthias Kessler (Deutschland), Andreas Klöden (Deutschland), Daniele Nardello (Italien), Stephan Schreck (Deutschland), Tobias Steinhauser (Deutschland), Jan Ullrich (Deutschland), Oscar Sevilla (Spanien), Alexander Vinokourov (Kasachstan)
30. Juni, 13:45 - CSC
Alain Gallopin: "Ivan ist weder geschwächt, noch hat er resigniert"
Ihr Team für die Tour de France 2005 um Kapitän Basso scheint sehr kompakt und geschlossen...
In der Tat stand die Zusammensetzung unseres Teams bereits zu Beginn des Jahres fest. Wenn man dazu noch so starke Fahrer wie Basso, Sastre, Julich, Voigt, Aversen und Piil im Team hat, kann man die Vorbereitung für jeden einzelnen umso konkreter planen. Zum Beispiel haben Voigt und Julich einen hervorragenden Saisonstart gehabt. Dagegen begann es für Sastre, der in diesem Jahr sowohl die Tour de France als auch die Vuelta in seiner Heimat fahren will, weniger verheißungsvoll. Unser Bestreben ist es, mit allen auf ihre jeweiligen Saisonziele optimal hinzuarbeiten. Was die Tour de France betrifft, so ist das Team fest entschlossen, seinen Kapitän Basso wie im vorigen Jahr zu einem Platz auf dem Podium zu verhelfen. Vielleicht gelingt ja sogar noch eine bessere Platzierung. Seine jüngsten Erfolge im Zeitfahren zeigen, dass er ganz vorn mitmischen kann.
Trotz der Enttäuschung beim Giro d’Italia...
Man sollte nicht vergessen, dass der Favorit auf den Toursieg nicht Ivan Basso, sondern Lance Armstrong heißt. Was den Giro betrifft, so wollten wir dort auch den Sieg holen. Das hat dann zwar nicht geklappt, zumindest hat Ivan aber bewiesen, dass er in den Bergen allen davon fahren kann und dass er sich in einer guten Form befindet. Danach hatte er sich einen Virus eingefangen, das war sein Pech. Was wir daraus gelernt haben ist, dass das gesamte Team geschlossen hinter ihm stand und dass er sich dadurch selbst wieder fangen konnte. Denn schließlich ist er mit der gleichen Motivation wie vorher weiter gefahren bzw. hat sogar noch einen Zahn zugelegt. Ivan ist also weder geschwächt, noch hat er resigniert.
Sie verfolgen mit Ihrem Team noch ein weiteres Ziel und peilen den Sieg in der Mannschaftswertung an...
Das stimmt, für uns hat die Teamwertung einen hohen Stellenwert. Es entspricht dem Teamgeist der Truppe und der Art und Weise, wie wir miteinander umgehen. Und auch unser Sponsor ist daran interessiert und misst der Mannschaftswertung eine entscheidende Bedeutung bei. In diesem Zusammenhang wird das Mannschaftszeitfahren von Tours nach Blois für uns enorm wichtig sein.
Das Team
Kurt-Asle Arvesen (NOR), Ivan Basso (ITA), Bobby Julich (USA), Carlos Sastre (ESP), Nicki Sörensen (DAN), Jens Voigt (ALL), Giovanni Lombardi (ITA), David Zabriskie (USA), Luke Roberts (AUS)
30. Juni, 13:45 - EUSKADI
Gorka Guerrikagoitia: "Wir haben keinen Plan B"
Iban Mayo hat bei der Tour der France noch eine Rechnung offen. Was haben Sie in diesem Jahr im Hinblick auf den Tour-Monat Juli anders gemacht?
Die Vorbereitung des Teams lief im Großen und Ganzen genau so ab wie im vorigen Jahr. eine Ausnahme bildete Iban Mayo. Für ihn haben wir das Vorbereitungsprogramm etwas verändert. Im vergangenen Jahr befand er sich schon im Juni zu stark in Form, als er das Dauphiné-Kriterium gewann. Die Folge war, dass er dann bei der Tour de France gleich zu Beginn merklich abbaute. In diesem Jahr lautete das Konzept, die Vorbereitungsphase auf die Tour de France etwas ruhiger anzugehen, zumindest was die Anzahl der zu fahrenden Rennen anbetrifft. Aus diesem Grund ist der dieses Jahr nur die Tour de Suisse gefahren. Danach hat er sich mit den Bergetappen in den Alpen vertraut gemacht, bevor die Etappen in den Pyrenäen abfuhr.
Für den Fall, dass es einen ähnlichen Einbruch wie 2004 geben würde, welche Ersatzlösung hätten Sie diesmal parat?
Das gesamte Team fährt für Mayo. Einen Plan B gibt es nicht. Auf jeden Fall wollen wir im Gesamtklassement ganz vorn landen. Denn sobald es so richtig in die Berge geht, sind nahezu alle Fahrer in der Lage, sich vom Feld abzusetzen und einen Etappensieg zu holen. Inigo Landaluze hat dies erst vor kurzem beim Dauphiné-Kriterium bewiesen, und Aitor Gonzalez tat es ihm bei der Tour de Suisse gleich. Aber auch die anderen Fahrer im Team sind stark genug.
Demnach werden wir von Ihrem Team auf den Flachetappen nicht allzu viel sehen...
Die erste Woche ist nie einfach, denn dann ist das Feld noch ziemlich nervös. Wenn ich daran denke, was uns bei Paris – Roubaix kurz vor der Zielankunft auf dem Kopfsteinpflaster passiert ist...(damals war Mayo in einen Sturz verwickelt und verlor dadurch vier Minuten auf Armstrong, d. Red.). Die Gefahr fährt also ständig mit und man muss schon höllisch aufpassen. Das kostet zugleich eine Menge Kraft.
Voraussichtliches Team
Iker Camano (ESP), Unai Etxebarria (VEN), Iker Flores (ESP), Inigo Landaluze (ESP), Egoi Martinez (ESP), Iban Mayo (ESP), Haimar Zubeldia (ESP), David Herrero (ESP), Mikel Artetxe (ESP)
30. Juni, 13:44 - COFIDIS
Francis Van Landersele: "Meine Devise lautet attackieren"
Mit welchem Ziel geht das Team von COFIDIS in die Tour France 2005?
Aufgrund der Zusammensetzung unseres Teams bieten sich mehrere Optionen an. Zunächst erwarte ich von Sylvain Chavanel ein offensives Rennen und einen Etappensieg, denn von seiner Fahrweise her bringt er dafür alle Voraussetzungen mit. Ich meine damit die Bergetappen der mittleren Kategorie, Dort sollte er durchaus in der Lage sein, auf sich aufmerksam zu machen. Was unser Abschneiden im Gesamtklassement angeht, so möchte ich mich hier noch nicht festlegen, denn dafür ist es noch zu früh. Ich glaube nicht, dass es in Frankreich derzeit einen Rennfahrer gibt, der in diesem Jahr unter die ersten Zehn fahren kann.
Führt er trotzdem Ihr Team an?
Wir werden drei führende Fahrer im Team haben. David Moncoutié ist ebenfalls für einen Etappensieg gut. Darüber hinaus hat er auch berechtigte Chancen auf einen vorderen Rang im Gesamtklassement, falls er die erst Woche ohne großen Rückstand übersteht. Er ist ein Fahrer, der aus seinen früheren Fehlern gelernt und diese inzwischen gänzlich abgestellt hat. Es macht ihm Spaß, Rennen zu fahren. Stuart ist natürlich auch ein Anwärter auf einen oder mehrere Etappensiege. Er ist ein perfekter Rennfahrer. Und da er in den Bergen in der Regel nicht allzu viel Zeit einbüßt, wird er im Kampf um das Grüne Trikot ein Wörtchen mitzureden haben. Boonen ist der Mann im Team, den die anderen im Sprint erst mal bezwingen müssen, aber auch mit Hushovd und McEwen wird dabei zu rechnen sein
Und sonst?
Das Team wird sich aufs Attackieren verlegen, so lautet meine Devise. Zumindest werden wir es versuchen. Da wäre zum Beispiel Cédric Vasseur, der voller Ehrgeiz ins Rennen geht. Denn er befindet sich bereits ziemlich am Ende seiner Karriere und brennt förmlich darauf, einen guten Abgang hinzulegen. Außerdem ist er ein hervorragender Kapitän, der in der Lage ist, den einen oder anderen seiner Teamkameraden zu einer guten Gesamtleistung bei dieser Tour zu verhelfen.
Voraussichtliches Team
Frédéric Bessy (FRA), David Moncoutié (FRA), Stuart O’Grady (AUS), Janek Tombak (EST), Cédric Vasseur (FRA), Matthew White (AUS), Stéphane Augé (FRA), Sylvain Chavanel (FRA), Thierry Marichal (BEL)
30. Juni, 13:43 - LIQUIGAS-BIANCHI
Stefano Zanatta: "Garzelli will Revanche"
Welche Erwartungen verbinden Sie mit der ersten Etappe dieser Tour de France?
Magnus Backstedt hat sich intensiv auf diese Tour vorbereitet, insbesondere auf das Zeitfahren. Er ist derzeit in einer starken Verfassung, so dass er auf dem ersten Tagesabschnitt schon einiges bewegen kann. Danach hat er eine ganze Woche Zeit, um vielleicht in einer Ausreißergruppe mit um den Etappensieg zu fahren. Da er ein Spezialist für die flachen Etappen ist, hat er bei Ausreißversuchen durchaus gute Chancen, vor allem dann, wenn sich die Fahrer in einer solchen Gruppe die Führungsarbeit gerecht teilen. Wenn es dann allerdings so richtig in die Berge geht, bekommt er schon wegen des Körpergewichts seine Probleme.
Demnach werden dann die Sprinter in Ihrem Team die Führung übernehmen...
Ja sicher, denn wir haben ein paar gute Sprinter im Team, allen voran Stefano Garzelli, der ja auch schon mal den Giro d’Italia gewinnen konnte. In diesem Jahr ist er beim Giro leider gestürzt. Dafür will er sich nun bei der Tour de France revanchieren. Er ist ein erfahrener und hervorragender Rennfahrer, der, wenn er wieder rechtzeitig zu seiner Form findet, was wir ihm natürlich alle wünschen, bei den Bergetappen ganz vorn landen kann. Vom Papier her besitzt er die besten Chancen im Team. Aber mit Pellizotti und Cioni haben wir noch zwei weitere Kletterspezialisten, die ebenfalls für eine Überraschung in den Bergen gut sind.
Cippolini wird dem Team sicher fehlen...
Klar, und das sogar mehrfach. Zunächst in sportlicher Hinsicht, denn er hätte in der ersten Tour-Woche das Team entsprechend mitreißen können. Und menschlich gesehen fehlt er uns auch, denn er ist eine echte Persönlichkeit. Aber er hat seine Wahl getroffen und wir wissen, dass er dem Team auch weiterhin verbunden bleiben wird. Und für die Sprints haben wir jetzt mit Luciano Pagliarini einen Brasilianer. Er ist zwar nicht so stark wie Cippolini, konnte sich aber schon zwei Mal im Finish den zweiten Platz erkämpfen, ein Mal hinter Tom Boonen und das andere Mal hinter Petacchi. Vielleicht gelingt ihm ja bald ein Sieg.
Das Team
Michael Albasini (Schweiz, Magnus Backstedt (Schweden), Kjell Karlström (Finnland), Dario Cioni (Italien), Stefano Garzelli (Italien), Mauro Gerosa (Italien), Marcus Ljungvist (Schweden), Luciano Pagliarini (Brasilien), Franco Pellizotti (Italien)
29. Juni, 18:32 - PHONAK
John Lelangue: "Wir werden nie einen Führungsfahrer im Team haben"
Die positive Überraschung dieses Jahres ist die Rückkehr von Botero...
Ich habe immer an Botero geglaubt und mir war klar, dass er irgendwann wieder zu seiner Form zurück finden würde. Er hat im Winter fleißig an sich gearbeitet und als ich ihn beim Wintertraining auf Mallorca gesehen habe, war er bereits in einer sehr guten Form. Sein beachtliches Abschneiden bei mehreren Rennen sowie die Tatsache, dass er auch zu Hause sehr hart trainiert, ließen mich zu der Überzeugung gelangen, dass er sich wirklich mit aller Kraft auf sein Comeback vorbereitete. Als er bei uns unterschrieb, hatte er zwei nahezu erfolglose Jahre bei T-Mobile hinter sich, wobei dies im Wesentlichen auf gesundheitliche Probleme zurückzuführen war. Diese sind jetzt komplett überwunden. Und mit uns hat er meiner Meinung nach ein Team gefunden, in das er sich vollständig integrieren konnte. Das ist wohl auch unserer internationalen Zusammensetzung zu verdanken. Außerdem lastet hier nicht mehr so viel Druck auf seinen Schultern. Er selbst weiß, dass er bei uns seine Chance hat. Das gibt ihm zusätzliches Selbstvertrauen. Im Übrigen hat er in letzter Zeit bei einigen wichtigen Rennen schon mal erste Zeichen gesetzt, so zum Beispiel beim "Flèche Wallonne", seinem ersten Rennen in dieser Saison, oder auch beim Kriterium "Dauphiné Libéré", wo er Zweiter wurde.
Bringt ihm dieses Comeback den Status des Führungsfahrers ein?
Es gab noch nie einen Führungsfahrer im Team und wir werden auch in Zukunft keinen haben. Wir gehen mit drei starken Fahrern (Landis, Botero und Pereiro an den Start. Die drei werden die Unterstützung eines soliden Teams hinter sich haben, dessen Mitglieder alle Tour-Erfahrung mitbringen. Unser Ziel ist, möglichst noch vor den Bergetappen eine vordere Platzierung zu erreichen. Die weitere Strategie besteht darin, im Ziel auf den Champs-Elysées einen Spitzenplatz im Gesamtklassement zu erobern. Konkret ein Platz unter den ersten fünf, egal wer von den drei Fahrern es am Ende sein wird.
Ihrem Team stehen demnach mehrere Optionen für einen Erfolg bei dieser Tour offen…
Eventuell wäre da noch das Trikot für den punktbesten Fahrer, das hängt vom Streckenprofil ab. Aber auch hier könnte sich Botero als unser Mann erweisen. Dabei kann es ein paar interessante Zweikämpfe untereinander geben, zum Beispiel zwischen Jalabert, Grabsch und Gutiérrez. Hunter ist zwar kein reiner Sprinter, aber er braucht auch von niemandem mitgezogen werden, und im Zeitfahren ist er stets für eine Überraschung gut. Und dann haben wir ja auch noch die Teamwertung, die für mich eine große Bedeutung hat. Vorrang hat allerdings die Gesamteinzelwertung.
Team
Santiago Botero (Kolumbien), Bert Grabsch (Deutschland), José Enrique Gutiérrez (Spanien), Robert Hunter (AFS), Nicolas Jalabert (Frankreich), Floyd Landis (USA), Alexandre Moos (Schweiz), Oscar Pereiro Sio (Spanien), Tadej Valjavec (Slowenien)
29. Juni, 18:27 - FASSA BORTOLO
Giancarlo Ferretti: "Wir haben keinen Teamführer"
Was hat sich das Team von Fassa Bortolo dieses Jahr zum Ziel gesetzt?
Alle wollen am liebsten fünf Etappen und obendrauf noch das Gelbe Trikot gewinnen. Wir dagegen bleiben realistisch und üben uns ein wenig in Bescheidenheit. Schließlich haben wir niemanden im Team, der in der Lage wäre, die Tour de France zu gewinnen. Dennoch haben wir ein paar Rennfahrer, die durchaus eine Etappe für sich entscheiden können. Ich denke da an Cancellara, Kirchen und Flecha, die sicher einiges bewegen können, aber einen Führungsmann haben wir nicht, denn das bringt in einem Team, das keine Chancen auf den Gesamtsieg hat, sowieso nichts.
Fabian Cancellara schnitt im vorigen Jahr beim Prolog recht gut ab. Hat er sich inzwischen noch weiter verbessert?
Sein gegenwärtiger Leistungsstand im Vergleich zum Vorjahr ist schwer einzuschätzen. Beim Einzelzeitfahren der Tour de Suisse konnte er als Viertplatzierter zum Beispiel nicht überzeugen. Er ist in diesem Jahr noch kein großes Etappenrennen gefahren, so dass sich erst während der Tour de France zeigen wird, wo er heute leistungsmäßig steht. Ich hoffe natürlich, dass er dem Beispiel der anderen jungen Rennfahrer folgt und von Jahr zu Jahr besser wird.
Team
Marzio Bruseghin (ITA), Fabian Cancellara (SUI), Juan-Antonio Flecha (ESP), Dario Frigo (ITA) , Kim Kirchen (LUX), Massimo Giunti (ITA), Lorenzo Bernucci (ITA), Paolo Bossoni (ITA), Claudio Corioni (ITA)
29. Juni, 18:25 - CREDIT AGRICOLE
Roger Legeay: „Wir haben noch eine ganze Menge zu tun“
Christophe Moreau, der im vergangenen Jahr als erster Franzose auf dem Champs Élysées den Zielstrich überquerte, wird bei der diesjährigen Tour de France erneut als Kapitän das Team Crédit Agricole anführen...
Da Moreau bisher bei jeder seiner Tourteilnahmen ein gutes Ergebnis erzielen konnte, geht er auch in diesem Jahr mit dem Ziel ins Rennen, auf jeden Fall im vorderen Klassementbereich zu landen. Es steht demnach in jedem Fall fest, dass er die Führungsrolle in seiner Mannschaft übernehmen wird; zumindest was den allgemeinen Rahmen betrifft. Sein derzeitiges Leistungsniveau weist darauf hin, dass er sich gute Hoffnungen auf ein gutes Abschneiden machen kann, denn beim 4-Tage-Rennen von Dünkirchen wurde er Dritter und im Dauphiné hat er ebenfalls eine alles in allem ordentliche Leistung abgeliefert. Was imminent wichtig für Moreau sein wird, ist, dass er bereits bei den ersten Bergetappen mit den Besten Schritt hält. Eigentlich müsste er sich auf die Unterstützung von Caucchioli verlassen können, der auch ein guter Kletterer ist. Aber natürlich werden ihm seine anderen Teamkameraden ebenfalls nach besten Kräften unter die Arme greifen. Wir werden eine ganze Menge Arbeit haben, um ihm, aber auch Hushovd, den Weg zu ebnen.
Hushovds Ziel ist das grüne Trikot...
Ein anderes großes Ziel, dass die Mannschaft sich gesetzt hat, ist das grüne Trikot. Und dieser Anspruch ist auch berechtigt, denn das Team Crédit Agricole hat 2004 die Tour im Gesamtklassement als Zweite beendet. Aber natürlich kann man sich nur dann Hoffnungen auf das grüne Trikot machen, wenn die Mannschaft auch dafür sorgt, dass am Ende eine Menge Etappensiege zu Buche stehen. Dies gilt ganz besonders in der ersten Woche der Tour.
Und wer sind die Kämpfer im Team?
Das allerwichtigste wird sein, innerhalb des Teams die Moral immer auf dem hohen Niveau zu halten, das bisher immer den Spirit der kampfeslustigen Crédit Agricole-Mannschaft geprägt hat. Wir müssen versuchen, alle sich uns bietenden Chancen optimal zu nutzen und so viel zu punkten, wie es nur irgend möglich ist. Auf den Etappen im Osten Frankreichs oder auf dem „Rückweg“ zum Beispiel, werden einige Sprinter freie Hand haben, um bestimmte Dinge auszuprobieren.
Die wahrscheinliche Teamzusammenstellung
Thor Hushovd (NOR), Christophe Moreau (FRA), Laszlo Bodrogi (HON), Andrey Kashechkin (KAZ), Patrice Halgand (FRA), Sébastien Hinault (FRA), Pietro Caucchioli (ITA), Jan Kirsipuu (EST), Sébastien Joly (FRA)
29. Juni, 11:18 - ILES BALEARES
Eusebio Unzue: "Valverde freut sich auf den Col de Galibier"
Von Valverde wird in diesem Jahr allgemein viel erwartet. Was ist ihm konkret zuzutrauen?
Wir werden sehen, zu welcher Leistung er fähig sein wird. Allerdings ist das seine erste Tour und man sollte daher nicht allzu viel von ihm erwarten. Vor ihm steht die schwere Aufgabe, sowohl in den Bergen als auch beim Zeitfahren Höchstleistungen zu bringen, um sich ganz vorn zu platzieren. Auf jeden Fall kann ich Ihnen schon mal verraten, dass ihm während unserer Trainingstour in den Alpen, bei der er sämtliche Anstiege und Gebirgspässe abgefahren ist, der Col de Galibier am besten lag. Dort wird Valverde frei von jeglichen Gedanken um eine gute Platzierung im Gesamtklassement fahren und versuchen, einen Etappensieg herauszufahren.
Gibt es noch andere Ziele, die sich Ihr Team für diese Tour gestellt hat?
Darüber hinaus werden unsere Blicke auf Karpets gerichtet sein, der ja im vorigen Jahr bester Nachwuchsfahrer der Tour de France war und der in diesem Jahr bereits einen beachtlichen Giro d’Italia (7. Platz) hinter sich hat. Er wird vor allem beim Zeitfahren seine Chance suchen, denn das ist seine Spezialität. In den Bergen haben wir mit Mancebo und Arroyo zwei sehr starke Kletterer im Team. Auf Francisco Mancebo ruhen auch unsere größten Hoffnungen auf einen vorderen Rang im Gesamtklassement. Im Großen und Ganzen finde ich, dass wir diesmal mit einem ausgeglichenen Team an den Start gehen, in dem Fahrer wie Pradera, Garcia Acosta und eben der schon acht Mal bei der Tour de France dabei war, das Rückgrat bilden.
Voraussichtliches Team
Daniel Becke (ALL), Isaac Galvez (ESP), Jose-Vicente Garcia Acosta (ESP), Vladimir Karpets (RUS), Francisco Mancebo (ESP), David Arroyo (ESP), Alejandro Valverde (ESP), Jose Luis Arrieta (ESP), Xabier Zandio (ESP)
29. Juni, 10:49 - QUICKSTEP
Patrick Lefévère: "Fehlen von Pettachi ist ein Handicap"
Tom Boonen ist für viele der große Favorit auf das Grüne Trikot...
Wir werden sehr bald sehen, wie sich Tom bei dieser Tour de France fühlen wird. Wenn er gut drauf ist, kann er gleich mehrere Etappen für sich entscheiden. Damit würde er automatisch auch zu einem der aussichtsreichsten Anwärter auf das Grüne Trikot. Und wenn er dann noch bis zum Schluss einigermaßen mitfahren kann, ist er auch in der Lage, es bis zum Ziel auf den Champs-Élysées zu verteidigen. Jedenfalls bin ich da guter Hoffnung. Allerdings ist für uns das Fehlen von Pettachi ein Handicap. Fassa Bortolo ist ein Team, das stets Verantwortung im Feld übernimmt, wenn es um die Verfolgung von Fahrern geht, die sich vom Hauptfeld absetzen konnten. Das sind erfahrene Haudegen. Dieses Jahr fürchte ich, dass wir diese Arbeit allein bewältigen müssen. Wenn die anderen nicht mitspielen, wird es sehr schwer werden, das Rennen zu kontrollieren.
Quickstep wird vor allem in der ersten Tour-Woche präsent sein...
Das ist aber nicht unser alleiniges Ziel. Auch Michael Rogers hat seine Möglichkeiten. Er ist Weltmeister im Zeitfahren geworden und möchte nun beweisen, dass dies keine Eintagsfliege war. Die 1. Etappe dürfte ihm dabei sehr gelegen kommen: 19 km, das ist die richtige Distanz für ihn als Zeitfahrspezialist. Außerdem hat er bei der Tour de Suisse gezeigt, dass er nicht nur ein starker Zeitfahrer ist. Er ist ein äußerst beständiger Rennfahrer, mit dem bei dieser Tour de France sicher zu rechnen sein wird.
Wird Rogers das Kommando in den Bergen übernehmen?
Er und Patrick Sinkewitz, denn der hat im vorigen Jahr immerhin die Deutschland-Rundfahrt gewonnen hat, die bekanntlich sehr hart war. Er ist ein noch junger Fahrer, der voller Ehrgeiz steckt und häufig attackiert, wobei er manchmal etwas über das Ziel hinausschießt. Allerdings ist mir das lieber als anders herum.
Voraussichtliches Team
Tom Boonen (Belgien), Wilfried Cretskens (Belgine), Kevin Hulsmans (Belgien), Servais Knaven (Niederlande), Michael Rogers (Australien), Patrick Sinkewitz (Deutschland), Bram Tankink (Niederlande), Stefano Zanini (Italien), Guido Trenti (USA)
28. Juni, 19:39 - FRANCAISE DES JEUX
Marc Madiot: "Es können nicht alle gewinnen"
Welches ist Ihr wichtigstes Ziel bei dieser Tour de France?
Ein Etappensieg. Es kommt häufig vor, dass der Gesamtsieger der Tour keine Etappe gewinnt. Natürlich wissen wir, dass nicht jedem ein Etappensieg vergönnt ist. Wir haben bisher kaum einen Etappensieg geholt, also wäre ein Tagestriumph eine feine Sache, egal wann und wo, Hauptsache er kommt bald. Meine Erfahrung zeigt, dass man bei der Zielankunft in Paris stets mehr enttäuschte als glückliche Gesichter sieht. Und ich für meinen Teil gehöre meist zu den eher Enttäuschten. Deshalb gebe ich auch keine Prognosen hinsichtlich unserer Chancen ab. Bei insgesamt acht Teilnahmen an der Tour de France konnte ich bisher nur drei Mal einigermaßen zufrieden sein.
Wer wird Ihr Team anführen?
Generell wird die Führungsrolle im Team Bradley McGee übernehmen. Bei den Sprints wird es Baden Cooke sein, aber auch Sandy Casar wird seine Rolle spielen. Es gibt also mehrere Optionen. Fest steht indes, dass ich vom gesamten Team maximale Einsatzbereitschaft erwarte und dass eine gute Platzierung im Einzelklassement, wie wir sie diesmal schaffen wollen, nur über eine intensive Teamarbeit möglich ist.
Sie schrauben Ihre Erwartungen nicht gerade hoch...
Wir sind kein großer Rennstall wie beispielsweise das Team von Armstrong, von daher brauchen wir auch keinen ausgefeilten taktischen Plan. Im Leben überwiegt nun mal das Prinzip Hoffnung, vor allem im Beruf, sonst kommt man nicht voran. Dennoch gebe ich mich keinerlei Illusionen hin und bleibe lieber Realist.
Voraussichtliche Zusammensetzung des Teams FRANCAISE DES JEUX
Sandy Casar (Frankreich), Baden Cooke (Australien), Carlos Da Cruz (Frankreich), Bernhard Eisel (Österreich), Philippe Gilbert (Belgien), Thomas Lövkvist (Schweden), Bradley McGee (Australien), Christophe Mengin (Frankreich), Francis Mourey (Frankreich)
28. Juni, 13:44 - DOMINA VACANZE
Gianluigi Stanga: "Vertrauen in die junge Generation"
Mit welchen Ambitionen starten Sie in diesem Jahr in die Tour de France?
Wir sind zwar kein Spitzenteam, wollen bei dieser Tour aber dennoch einen guten Gesamteindruck hinterlassen, was bekanntlich alle Teilnehmer zum Ziel haben. Um dies zu erreichen, vertrauen wir auf unseren Teamführer Serhiy Honchar, der in der Lage ist, sich unter den ersten Zehn des Gesamtklassements zu platzieren. Er hat bereits den Giro d’Italia hinter sich und dort den 40. Rang belegt. Man muss also abwarten, inwieweit seine mentale Verfassung und Motivation ausreichen werden, um sich bei einem solch langen Rennen am Ende einen vorderen Platz in der Gesamtwertung zu ergattern. Das wird sehr schwer, aber ich glaube, dass er es schaffen kann, zumal das gesamte Team für ihn fahren wird.
Ihr Team gehört nicht zu den Favoriten dieser Tour. Welche Rolle wird es im Fahrerfeld spielen können?
Das Team setzt sich im Wesentlichen aus jungen Fahrern zusammen, die sich bei diesem großen Rennen ihre Sporen verdienen und erste Erfahrungen im härtesten Radrennen der Welt sammeln wollen. Sie sind also keinen besonderen Zwängen ausgesetzt und können auch mal den einen oder anderen Ausreißversuch wagen. Wenn man bedenkt, dass wir unser Team in diesem Jahr erst relativ spät beisammen hatten und sich unsere finanziellen Mittel eher bescheiden ausnehmen, so haben wir nicht gerade eine ideale Ausgangsposition, um es mit den Spitzenteams aufzunehmen. Deshalb setzen wir unser Vertrauen mehr in die junge Generation.
Haben Sie das Gefühl, dass diese Strategie bereits ihre Früchte trägt?
Beim Giro d’Italia haben wir uns wacker geschlagen. Der vierte Rang in der Gesamtmannschaftswertung war schon nicht schlecht, und Mirko Celestino ist bei den Klassikern eine gute Saison gefahren. Für uns ist dieses Jahr in erster Linie eine Übergangsperiode. Derweil rechne ich schon mit einer möglichen Überraschung durch einen unserer Jungprofis. Konkret habe ich dabei Grivko, Vanotti und Iglinskiy im Auge. Das käme natürlich auch dem gesamten Team zugute.
Voraussichtliches Team
Serhiy Honchar (Ukraine), Alessandro Vanotti (Italien), Wladimir Belli (Italien), Angelo Furlan (Italien, Andriy Grivko (Ukraine), Maxim Iglinskiy (Kasachstan), Jörg Ludewig (Deutschland), Alessandro Bertolini (Italien), Sergio Ghisalberti (Italien)
27. Juni, 20:04 - LIBERTY SEGUROS TEAM
Manuel Saiz: „Die erste Woche wird für die Kletterer sehr kräftezehrend sein“
Sie vertrauen hauptsächlich auf das Potenzial von Roberto Heras...
Heras ist der geborene Anführer. Als dreifacher Gewinner der Vuelta und mit seinen exzellenten Talenten als Kletterer, ist es wohl selbstverständlich, dass wir unsere Strategie in erster Linie auf ihn ausgelegt haben und dass jeder seiner Mannschaftskameraden für ihn arbeiten wird. Er ist einer der besten Radprofis der Welt, aber um bei der Tour de France erfolgreich zu sein, muss man eine ganze Reihe verschiedenster Qualitäten mitbringen. Ein Schlüsselfaktor wird für Roberto sein, es zu schaffen, während der ersten Woche mit seinen Kräften richtig zu haushalten; denn die ersten sieben Tage sind äußerst kräftezehrend und verlangen den Kletterern eine ganze Menge ab. Sein Team muss dafür sorgen, dass er ausgeruht und unversehrt am Fuß der Berge ankommt.
Und was meinen Sie zum Fall Beloki?
Wir sind uns noch nicht schlüssig, aber wenn er es schaffen sollte, wieder an die Form anzuknüpfen, die es ihm bisher ermöglicht hat, drei Mal aufs Treppchen zu steigen, dann könnte er zum zweiten Leitwolf in der Mannschaft werden. Es ist zwar wahr, dass er nicht optimal in die Saison gestartet ist, aber ich denke wir müssen abwarten, ob er es schafft, bis zum Start der Tour die richtige Einstellung wieder zu finden. Und warum sollte es nicht auch dieses Jahr möglich sein, sich wieder am Kampf um die vorderen Plätze zu beteiligen. Er hat nicht gerade ein Glanzjahr hinter sich, aber das ist Botero auch schon so gegangen, der jetzt übrigens wieder zu großer Form aufläuft, oder auch Paolo Savoldelli, der den Giro d’Italia gewonnen hat.
Welche Rollen werden Contador und Jaksche im Team haben?
Für Contador ist das erst die zweite Tour de France, daher kann er ohne jeglichen Druck ins Rennen gehen. Er lernt noch und muss vor allem auf der körperlichen Ebene gegenüber einem topfitten Mann wie Roberto zum Beispiel eine ganze Menge aufholen. Er wird auf jeden Fall freie Hand haben, um seine Erfahrungen zu sammeln. Jaksche zeichnet sich vor allem durch seine exzellenten Teamplayer-Eigenschaften aus und ist jederzeit in der Lage, für eine unerwartete Überraschung zu sorgen und Angriffe aus dem Nichts zu starten. Er ist eine ideale Ergänzung für das Team, das übrigens sehr geschlossen auftreten wird. Wenn die Sprinter alle ankommen, dann können wir ganz vorne mit dabei sein. Aber ich möchte mich nicht zu sehr aus dem Fenster lehnen, denn die Tour im vergangenen Jahr hat mich gelehrt, sehr vorsichtig zu sein.
Die wahrscheinliche Teamzusammenstellung
Roberto Heras (ESP), Alberto Contador (ESP), Allan Davis (AUS), Igor Gonzalez de Galdeano (ESP), Jörg Jacksche (ALL), Angel Vicioso (ESP), Luis Sanchez (ESP), Marcos Serrano (ESP), Joseba Beloki (ESP)
27. Juni, 20:03 - RABOBANK
Erik Breukink: "Menchov kann unter die ersten Fünf fahren"
Wie stehen die Chancen für das Team Rabobank bei dieser Tour de France?Unser heißester Anwärter für eine vordere Platzierung im Gesamtklassement ist Denis Menchov. Er war bester Nachwuchsfahrer bei der Tour de France 2003 und hatte dann im darauf folgenden Jahr eine total verkorkste Saison, die er mittendrin abbrach. Ich meine aber, dass seine Klasse und persönliche Reife, die er sich inzwischen aneignen konnten, ihn jetzt durchaus in die Lage versetzen, eine Platzierung unter den fünf Besten des Gesamtklassements anzupeilen. Das ist ein sehr anspruchsvolles Ziel.
Welche Trümpfe hat Ihr Team in diesem Jahr noch zu bieten?
Es ist schade, dass Freire nicht dabei sein kann, zumal er sich erneut gute Chancen ausgerechnet hatte. Leider musste er operiert werden und kann deshalb nicht an den Start gehen. Er hätte eine wichtige Rolle bei den Sprintankünften in der ersten Tour-Woche spielen können, aber so ist es nun einmal. Für die Etappen zwischendurch, bei denen die zu erwartenden Ausreißversuche auch mal Erfolg haben können, haben wir mit Erik Dekker und Karsten Kroon zwei starke Fahrer im Rennen, die beide die Tour de France bestens kennen. Eine weitere Option ist Michael Rasmussen, der besonders in den Bergen seine Chance suchen wird, zumal er ein wirklich guter Kletterer ist.
Das Team
Michael Boogerd (Niederlande), Erik Dekker (Niederlande), Karsten Kroon (Niederlande), Gerben Löwik (Niederlande), Joost Posthuma (Niederlande), Pieter Weening (Niederlande), Denis Menchov (Russland), Michael Rasmussen (Dänemark), Marc WAuters (BEL)
27. Juni, 15:46 - GEROLSTEINER
Christian Henn: "Einen Fahrer unter den ersten Fünf platzieren"
Auf wem ruhen die Hoffnungen Ihres Teams bei der Tour de France 2005?
Levi Leipheimer und Georg Totschnig werden unser Team anführen. Zwischen den beiden selbst wird es aber keine Rangordnung geben. Im letzten Jahr waren beide unter den ersten zehn im Gesamtklassement (7. bzw. 9. Rang). Von daher wissen wir, dass sie für dieses Rennen die erforderliche Erfahrung mitbringen. Ihre Chancen stehen in etwa gleich. Levi präsentierte sich kürzlich beim Kriterium Dauphiné Libéré bereits in guter Verfassung (3. Platz in der Gesamtwertung, d. Red.). Vor allem bei den Bergetappen wird er sicher mit vorn zu finden sein. Dafür wird er ziemlich weit ausholen müssen, denn er ist nicht der Typ, der sich von einer Gruppe absetzen und auf den letzten Kilometern einen entscheidenden Vorsprung herausfahren kann. Wenn alles gut läuft, kann einer von beiden durchaus unter die ersten Fünf kommen.
Und welche Ziele verfolgen Sie noch?
Robert Förster wird in der ersten Woche unser Mann für die Sprints sein. Hier wird er versuchen, mit den besten Sprintern mitzuhalten. Auf der anderen Seite ist die Konkurrenz bei den Sprintern mit Fahrern wie McEwen, Boonen, O’Grady und Hushovdernorm außerordentlich stark, so dass er wohl kaum in den Kampf um das Grüne Trikot eingreifen kann. Was Michael Rich betrifft, so wird er seine Chance im Zeitfahren suchen, denn schließlich wurde er in dieser Disziplin Deutscher Meister und Vize-Weltmeister.
Haben Sie schon die schwierigsten Teilstücke dieser Tour in Augenschein genommen?
Vor dem Dauphiné-Kriterium waren wir eine Woche mit Totschnig, Leipheimer und Wrolich in den Pyrenäen. Das Schwerste an dieser Tour werden jedoch nicht die gefürchteten Anstiege, sondern die Fahrer der Konkurrenz sein. Jeder will gewinnen. Besonders die letzte Woche wird noch einmal hart, einschließlich des Zeitfahrens in Saint-Etienne, wo wir uns auch schon mal die Strecke angesehen haben.
Das Team
Levi Leipheimer (USA), Georg Totschnig (Österreich), Michael Rich (Deutschland), Sebastian Lang, Fabian Wegmann, Robert Förster, Ronny Scholz (alle Deutschland), Beat Zberg (Schweiz), Peter Wrolich (Österreich)
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