Die Etappen im Einzelnen

étape 15 - Limoux Montpellier 192.5 km
Sonntag 17 Juli

Gebirge - Sportkommentar

Die meinung von jean-françois pescheux: Das Rennen im Rennen


Es muss
schnellstmöglich in die Alpen gehen, wobei die Überführungen
möglichst klein zu halten sind. Die Ankunft in Montpellier erfüllt
dieses Ziel. Bei dieser Art von Etappe könnte eine drückende Hitze
herrschen. Die Sonne brennt, das schmerzt, und die Fahrer haben schon
viele Strapazen hinter sich. Wenn sich einige zu einer
Tempoverschärfung entschließen, könnte das die Teamkollegen in den
roten Bereich bringen. Und da die Favoriten ihre Wasserträger
brauchen… An jedem Tag gibt es jetzt ein echtes Rennen im Rennen!
Diese Etappe ist maßgeschneidert für die Sprinter, denen danach nur
noch die Champs-Élysées für einen Tagessieg bleiben.“

 

 
Karten und Etappenverläufe
 

Limoux

Karneval von Limoux, der längste der Welt: Place de la République© Service communication de la ville

Im Laufe ihrer Geschichte hat sich die Ortschaft zunächst rund um ihre Kirche entwickelt und florierte anschließend dank des Tuch- und Lederhandels. Seinen Bekanntheitsgrad verdankt Limoux seinem Schaumwein, seinem gastronomischen Fest Toques et Clochers, seinem Karneval und seiner Gastronomie.
La Blanquette: der älteste Schaumwein der Welt. Nach ihrer Entdeckung 1531 wurde diese Methode der Weinbereitung anschließend von Dom Pérignon auf Champagner angewendet. Er bildet die wirtschaftliche Haupteinnahmequelle der Stadt und der Region. Im gleichen Atemzug erwähnt man auch die Kellerei Anne de Joyeuse, die hochwertige Weine kontrollierter Ursprungsbezeichnung produziert.
Toques et Clochers: Diese Weinversteigerung im Frühjahr dient als Finanzhilfe für die Restaurierung alter Kirchtürme. Ihr folgt eine von einem großen Sternekoch zubereitete Mahlzeit.
Karneval: Jeden Winter feiert Limoux etwa drei Monate lang las Fécos. Die Feierlichkeiten beginnen zwölf Wochen vor Palmsonntag. Dabei handelt es sich um den längsten Karneval der Welt.
Gastronomie: Pébradous (kleine Pfefferkekse), Artischoken mit Salzleber, Ente à la Limouxine, Frikassee, Limonaden, pescalhos, Nougat, usw.

 

Montpellier

Place de la Comédie© Ville de Montpellier

Jahrhunderte hat es gedauert, 1000 Jahre, um aus dieser ehemals landwirtschaftlichen Gegend den „Monte Pestelario“, das heutige Montpellier, zu formen. Der Zauber der herrschaftlichen Stadthäuser, die Place de la Canourgue, die Kathedrale Saint-Pierre, der Jardin du Peyrou sind Zeugen einer glorreichen Vergangenheit. Große Persönlichkeiten der Zeitgeschichte wie Jacques Cœur, großer Finanzverwalter von Karl dem VII., haben viel zum Ruf der Stadt beigetragen. Der emblematische Ort der Stadt, der Jardin royal du Peyrou, ist zugleich auch ihr Gipfelpunkt. Zu seinen Verzierungen gehört auch eine wunderbare Bronzedarstellung von Ludwig dem XIV., dem Sonnenkönig, zu dessen Ehre der Garten angelegt wurde. Ausgehend von diesem prunkvollen historischen Kern musste sich die Stadt nicht zuletzt wegen der nie da gewesenen demografischen Entwicklung ausdehnen und anpassen, um unter bestmöglichen Voraussetzungen einen beträchtlichen Bevölkerungszustrom aufzunehmen und zu absorbieren. Antigone, Malbosc, Odysseum, Ovalie, Port Marianne – so heißen die neuen Viertel von Montpellier, der einwohnermäßig achtgrößten Stadt Frankreichs, die zu den wirtschaftlichen Hauptstandorten Südeuropas gehört.

www.montpellier-agglo.com
www.ot-montpellier.fr