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Fuglsang gewinnt dramatisches Finale der Dauphiné

Aktuelle Nachrichten11.06.2017Vor dem rennen

© Alex Broadway

Eine so kurze und dabei so heftige Etappe ist natürlich eine Einladung, gleich ein Feuerwerk zu zünden - und die Fahrer nahmen dankend an. Kein Geringerer als Chris Froome startete schon am ersten Berg seine erste Attacke. Richie Porte war schnell von seinen Teamkollegen isoliert. Tony Gallopin durfte eine Weile alleine durch die Berge fahren. Das Finale: dramatisch!

149 Fahrer gingen an den Start der letzten Etappe des Critérium du Dauphiné. Thomas De Gendt (Lotto-Soudal), der das Rennen lange angeführt hatte, konnte krankheitsbedingt nicht mehr antreten. Am ersten Berg, dem Col des Saisies, ging eine Gruppe von 24 Fahrern. Sie hatte aber nicht lange Bestand. Nur Tony Gallopin (Lotto-Soudal) blieb übrig und fuhr als Erster über die Bergwertung. Hinter ihm bekämpften sich die Favoriten. Vor allem Chris Froome (Sky) zeigte sich angriffslustig. Er konnte sich zwar nicht von den Konkurrenten absetzen, sorgte aber dafür, dass der Gesamtführende Richie Porte (BMC) für von seinen Teamkollegen isoliert wurde.

Porte verliert den Anschluss

Auf der Abfahrt vom Col des Aravis schloss eine Gruppe mit sämtlichen Fahrern aus den Top 10 zu Gallopin auf. Auch hier war Froome sehr aktiv, konnte aber nicht verhindern, dass bald drauf Alejandro Valverde (Movistar) und Fabio Aru (Astana) wegfuhren. Die beiden nahmen den vorletzten Anstieg, Col de la Colombière, gemeinsam in Angriff, während hinter ihnen eine Attacke auf die andere folgte. Zu diesem Zeitpunkt war Aru kurz davor, virtueller Leader des Rennens zu werden. Dann kam der nächste Angriff von Froome, und dieses Mal konnte Porte nicht mitgehen. Schnell machte der Brite Boden auf die vor ihm fahrende Gruppe gut und fuhr schließlich zu den Männern um Alberto Contador (Trek-Segafredo) und Emanuel Buchmann (Bora-hansgrohe) auf. Fast alle Favoriten nun in der Gruppe hinter den beiden Führenden - nur nicht Richie Porte.

Favoritengruppe im Schlussanstieg

Am Schlussanstieg zum Plateau de Solaison fuhr die Gruppe um Froome und Buchmann zu Valverde und Aru auf. Lange hielt die Gruppe allerdings nicht. Valverde wurde durchgereicht, Dan Martin (Quick Step) attackierte. Jakob Fuglsang (Astana) folgte ihm. Eine Zeit lang fuhren die beiden Männer gemeinsam, ehe Fuglsang das Tempo noch einmal erhöhte und alleine weiterfuhr. Chris Froome hatte sein Pulver offensichtlich verschossen. War er für einige Zeit noch virtueller Gesamtführender, verlor er nun Sekunde um Sekunde gegen den aufopferungsvoll kämpfenden Richie Porte. Der erreichte die Gruppe schließlich, doch Jakob Fuglsang war noch stärker. Porte ließ Froome und Co. stehen, doch der Abstand zu Fuglsang wurde größer.

Buchmann verteidigt Weiß gegen Meintjes

Gleichzeitig fuhren Louis Meintjes (UAE Team Emirates) und Emanuel Buchmann ein Rennen um das Weiße Trikot. Lange Zeit konnte der Deutsche den Südafrikaner in Schach halten. Der ging kurz vor dem Ziel, es gelang ihm aber nicht, ausreichend Zeit auf Buchmann gut zu machen, so dass dieser sein Weißes Trikot verteidigen konnte.

Fuglsang gewinnt Etappe und Dauphiné

Jakob Fuglsang gewann die Etappe, es begann eine Zeit des Wartens - würde sein Vorsprung reichen, um Porte von der Spitze der Gesamtwertung zu verdrängen? Wenig später war klar: ja, es reichte! Zehn Sekunden fehlten Richie Porte am Ende auf den Dänen, der mit 32 Jahren einen seiner größten Erfolge feierte. Dan Martin verdrängte Froome noch vom Podium, Emanuel Buchmann beendete die Dauphiné als Gesamt-Siebter. Ein super Resultat für den jungen Mann vom deutschen Team Bora-hansgrohe.
 

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foto 11/06/2017 

© Alex Broadway

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