Die höchsten Weihen für Nibali
; Kittel von Anfang...

Montag, den 28. Juli

Als dominierender Fahrer während der gesamten 101. Ausgabe der Tour de France hat Vincenzo Nibali mit der Beendung der letzten Etappe an 81. Position seinen Erfolg besiegelt, nachdem er deren vier... Weiterlesen

Arenberg: auf die Plätze, fertig, zittern! (2/5)

nachrichten des tages25.06.2014Vor dem rennen

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Bis zum 4. Juli erörtert letour.fr die strategischen Herausforderungen von 5 Schüsseletappen im Streckenverlauf der Ausgabe 2014. Mit ihrem symbolischen Charakter für den Verlauf des Rennens oder ihrer entscheidenden Bedeutung im Hinblick auf die abschließende Gesamtwertung sind sie bezeichnend für ein sportliches Spektakel der ganz besonderen Art. Am Tage nach seiner Rückkehr auf den Kontinent wird das Peloton der Tour de France die Pflastersteine von Paris-Roubaix in Angriff nehmen: die jüngere Geschichte weist deutlich auf Fabian Cancellara.

DAS TERRAIN

Der Streckenverlauf der Tour zielt darauf ab, alle Spielarten des Radsports einzubeziehen. Da die Pflastersteine aus Nordfrankreich und Belgien eine besondere Stellung in der Geschichte der Disziplin innehaben, wird ihnen bei den Vergnügungen im Juli regelmäßig ein Platz im Programm eingeräumt. Die Verbindung von Kraft und Geschick, die sie den Fahrern abverlangen, trägt zur Schwierigkeit der Tour de France und auch zur Auswahl unter den Fahrern bei. Dieses Jahr werden bei der 5. Etappe neun Abschnitte von Paris-Roubaix befahren, die mehr als 15 Kilometer Pflasterstrecke ausmachen: genug, um die Favoriten der Großen Schleife auf den gesamten letzten 70 Kilometern erzittern zu lassen. Für die Titelanwärter wird die Obsession zunächst darin bestehen, diese Hindernisse unbeschadet zu überstehen. Die Spezialisten der ‚Königin der Klassiker‘ werden hingegen versuchen, ihrer Ehrenliste eine weitere Ruhmestat hinzuzufügen.

ALLE SCHEINWERFER AUF… FABIAN CANCELLARA

Unter den im Peloton mitfahrenden Siegern von Paris-Roubaix kann Fabian Cancellara die ruhmreichste Ehrenliste aufweisen, mit drei Erfolgen bei „la Pasquale“ und zusätzlich dazu auch noch drei Siegen bei der Flandern-Rundfahrt! Der Pflaster-Spezialist schlechthin dürfte somit in diesem Register keinen Rivalen zu fürchten haben und am 9. Juli bereit sein, um erneut einen großen Coup zu landen. Beim letzten Besuch der Tour in Arenberg im Jahre 2010 hatte Fabian Cancellara den Auftrag, seine Führungsfahrer zu schützen. Der Deal wurde gegenüber Andy Schleck auch gänzlich eingehalten, der die Ziellinie in 5. Position zeitgleich mit Cadel Evans erreicht hat, während Frank Schleck das Rennen jedoch mit einer gebrochenen Schulter verlassen musste. Als Prämie dafür konnte der Schweizer Soldat vor allem das Gelbe Trikot überstreifen, das er noch bis in die Vogesen behalten konnte.

Bei der diesjährigen Fahrt in Richtung Arenberg wird Fabian Cancellara wahrscheinlich mehr Freiheit genießen, um einen Angriff zu führen. Die Gesamtwertung wird durch die Etappe nach Sheffield vielleicht schon auseinander gezogen sein, doch das Gelbe Trikot wird auf den Pflastersteinen sicherlich noch zu erobern sein. Mit 21 Tagen im Gelben Trikot seit 2004 hält der Fahrer von Team Trek bereits den Rekord der noch aktiven Fahrer: in dieser hohen Position in der Hierarchie ist er übrigens der einzige, der die Tour noch nie gewinnen konnte. Ein 22. Tag an der Spitze würde es ihm ermöglichen, Roman Maes und Greg LeMond zu überholen; bei einem 23. wären es Joop Zoetemelk und Laurent Fignon! Eine schöne Herausforderung für diesen Fan der Radsportgeschichte …

SIE WERDEN NICHT WEIT DAHINTER SEIN …

Es heißt gemeinhin, dass man die Tour de France auf den Pflasterstrecken verlieren kann. Die verschiedenen Interessen und strategischen Erwägungen könnten demnach dazu führen dass bestimmte Mannschaften sich beispielsweise von einem Etappensieg abwenden. Dennoch wird Fabian Cancellara auf der Strecke bewährte oder angehende Pflasterspezialisten antreffen wird. Angefangen beim Deutschen John Degenkolb, der ihn beim Kampf um den zweiten Platz im Velodrome von Roubaix im letzten April geschlagen hat und der am 9. Juli ebenfalls freie Bahn haben müsste. Geraint Thomas wird die Rolle zugewiesen sein, seinen Kapitän Chris Froome zu schützen. Es ist jedoch nicht ausgeschlossen, dass er sich bei einer finalen Auseinandersetzung dennoch melden könnte. Der sechste Platz von Peter Sagan bei Paris-Roubaix positioniert ihn als glaubwürdigen Anwärter auf den Siegerstrauss, fast mehr noch als den Sieger Niki Terpstra und genauso sehr wie Sep Vanmarcke (4.), Zdenek Stybar (5.) oder auch Arnaud Démare (12.).

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foto 24/06/2014 

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Trikotträger Am Ende der Etappe 21

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