Samstag, den 12. Juli 2014

Etappe 8Tomblaine / Gérardmer La Mauselaine

Start 13h40 (Ortszeit)

Kadri: Beharrlichkeit, die belohnt wird

Zusammenfassung der Etappe12.07.2014Etappe 8- Tomblaine / Gérardmer La Mauselaine

Es ist nicht das erste Mal, dass Blel Kadri an einen Ausreißversucht glaubt. Der Fahrer ist sogar einer der üblichen Kandidaten in dieser Disziplin und hatte auch dieses Jahr bei der Etappe nach Sheffield schon sein Glück versucht. Dieses Mal aber waren alle Bedingungen vereint, um eine große Nachsicht des Pelotons und eine sehr spät einsetzende Nachführarbeit zu nutzen und das Unterfangen zu einem gelungen Abschluss zu führen. Der Fahrer vom Team AG2R hat vor allem den idealen Zeitpunkt gespürt, um auf einen Angriff von Sylvain Chavanel 25 Kilometer vor dem Ziel zu reagieren, und dann noch die Kraft gefunden, um der Rückkehr der Favoritengruppe standzuhalten, in der eine Auseinandersetzung einige Hinweise geliefert hat. Über die Entschlossenheit von Alberto Contador, der am unternehmungslustigsten war ; über die Widerstandsfähigkeit von Nibali, der seinem Rivalen auf den letzten 50 Metern nur 3 Sekunden abgetreten hat ; und über die Hierarchie der Außenseiter, mit Rückständen von 7'' für Porte, 11''für Pinot und Péraud, 19'' für Valverde ...

Chavanel setzt nach
Es ist nicht leicht, bei einer Ausreißergruppe des Tages dabei zu sein, die sich berechtigte Hoffnungen machen kann, vor allem dank einer veränderten Konfiguration, bei der die Sprinter vom Tagesgeschehen ausgeschlossen sind. Sylvain Chavanel reiht sich von Anfang an unter die Kandidaten, kann sich aber erst nach 23 Kilometern hartnäckiger Versuche absetzen. Zum IAM-Fahrer gesellt sich in einer ersten Phase sein ehemaliger Teamgefährte Niki Terpstra (km 26), dann noch die drei Gegenangreifer Simon Yates (Orica), Blel Kadri (AG2R) und Adrien Petit (Cofidis) bei km 42.
51 km in der ersten Stunde
Ihr Abgang wird von Vicenzo Nibali und seinen Teamkollegen zur Kenntnis genommen, die aber keinerlei Bedrohung in der Zusammensetzung dieser Ausreißergruppe erkennen, die nach 50 Kilometern bereits einen Vorsprung von 6'20'' hat … und das in weniger als einer Stunde! Das Vorankommen der Gruppe deutet schon recht früh Erfolgsaussichten an, denn beim Zwischensprint (km 100) haben sie 10'40'' Vorsprung. Im Peloton ist es einmal mehr Bryan Coquard, der die verbleibenden 10 Punkte um den 6. Platz einheimst. Das Führungsquintett erreicht danach einen maximalen Vorsprung von 11 Minuten bei km 111, d.h. bei noch verbleibenden 50 km bis zum Ziel.
Kadri mit dem siegreichen Konter
Die Verschlechterung der Witterungsbedingungen veranlasst das Peloton, das Tempo ein wenig zu erhöhen. Zunächst sind es die Katusha-Fahrer, dann diejenigen von Tinkoff-Sako, die anziehen und den Rückstand auf die Ausreißer auf 4‘50‘‘ beim Anstieg zum Col de la Croix des Moinats verkürzen, wo dann Sylvain Chavanel zur Offensive bläst. Seinem Tempovorstoß 25 km vor dem Ziel kann nur Blel Kadri folgen, der sich mit einer Attacke drei Kilometer danach als noch schlagkräftiger erweist. Der AG2R-Fahrer erreicht den Col de la Croix des Moinats im Alleingang mit 4'35'' Vorsprung auf das Hauptfeld, in dem Fahrer wie Kwiatkowski und Sagan angesichts der Nachführarbeit der Teamgefährten von Contador abreißen lassen müssen.
Contador nimmt Nibali drei Sekunden ab
Blel Kadri lässt sich vom schweren Anstieg zum Col de Grosse Pierre nicht aus dem Konzept bringen, sondern nutzt ihn vielmehr, um den Vorsprung auf Sylvain Chavanel noch auszubauen. Das Peloton, in dem das Auswahlrennen von Team Tinkoff-Saxo fortgesetzt wird, rückt auf Chavanel auf, während Kadri die Etappe im Alleingang beendet. Den finalen Anstieg nutzt Contador in der Folge noch einmal aus, um unter der Roten Flamme noch eine Attacke zu setzen und alle Rivalen mit Ausnahme von Vincenzo Nibali abzuhängen. Der Italiener hält sich am Hinterrad von Contador bis auf die letzten 50 Meter, wo er letztlich noch drei Sekunden abtreten muss.

  • Kadri: Beharrlichkeit, die belohnt wird

    Es ist nicht das erste Mal, dass Blel Kadri an einen Ausreißversucht glaubt. Der Fahrer ist sogar einer der üblichen Kandidaten in dieser Disziplin und hatte auch dieses Jahr bei der Etappe nach Sheffield schon sein Glück versucht. Dieses Mal aber waren alle Bedingungen vereint, um eine große Nachsicht des Pelotons und eine sehr spät einsetzende Nachführarbeit zu nutzen und das Unterfangen zu einem gelungen Abschluss zu führen. Der Fahrer vom Team AG2R hat vor...

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Etappe 8 Tomblaine / Gérardmer La Mauselaine

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