Samstag, den 26. Juli 2014

Etappe 20Bergerac / Périgueux

Start 10h10 (Ortszeit)

Martin als wahrer Meister, die Franzosen gehen in die Geschichte ein

Zusammenfassung der Etappe26.07.2014Etappe 20- Bergerac / Périgueux

Das abschließende Zeitfahren bei der Tour de France 2014 hat mit einem deutlichen Sieg von Tony Martin geendet, wobei der große Meister der Disziplin seine Dominanz mit einem Vorsprung von über 1'30'' auf den ersten Verfolger in der Tageswertung, Tom Dumoulin, unter Beweis gestellt hat. Vor allem aber im Kampf um die beiden Podiumsplätze hinter Vincenzo Nibali haben Jean-Christophe Péraud und Thibaut Pinot ihren Kontrahenten Alejandro Valverde verdrängt, um ein Tricolore-Duo zu bilden, das es auf diesem hohen Niveau so seit 30 Jahren nicht mehr gegeben hat (Fignon und Hinault, 1. und 2. in 1984). Romain Bardet hingegen verliert seinen 5. Platz um nur 2'' nach einer unglücklichen Reifenpanne im Finale. Vincenzo Nibali, der 4. der heutigen Etappe, wird die letzte Etappe der Tour mit einem Vorsprung von knapp acht Minuten auf Péraud in Angriff nehmen.

Danny Pate eröffnet den Reigen
Der nach 19 Etappen mit nahezu 6 Stunden auf Nibali in der Gesamtwertung zurückliegende Ji Cheng hat die Ehre, die Strecke des abschließenden Zeitfahrens zu eröffnen. Doch der erste an der Tour de France teilnehmende Chinese hat nicht auch noch das Privileg, die erste Referenzzeit vorzugeben, weil er 13 km vor der Ziellinie von dem zwei Minuten nach ihm gestarteten Davide Cimolai überholt wird. Der Italiener wird seinerseits kurzzeitig von Arnaud Démare und dann von Adrien Petit von der Wertungsspitze verdrängt, der wiederum die vorläufige Führung der Etappenwertung an Wladimir Isaychew abtritt. Die erste Endzeit von höherem Niveau erzielt dann Danny Pate, der die Strecke mit einem Durchschnitt von 46,70 km/h absolviert.

Martin ‚schluckt‘ drei Fahrer
Der U23-Zeitfahr-Weltmeister von 2001 hat knapp zwei Stunden lang die Führung der Wertung inne, wird aber dann mit einer um 1‘14‘‘ klar besseren Zeit deutlich von Jan Barta verdrängt. Der tschechische Fahrer sieht aber ohne Überraschung seiner Ablösung durch die Demonstration von Tony Martin entgegen, der Périgueux entgegen rast, nachdem er unterwegs drei vor ihm gestartete Fahrer ‚geschluckt‘ hat. An der Ziellinie zeigt der Zähler des dreifachen Zeitfahr-Weltmeisters eine durchschnittliche Geschwindigkeit von 48,8 km/h und einen Vorsprung von 1‘47‘‘ auf Barta an.

Bardet zwei Sekunden zu spät
Der Etappensieg zeichnet sich für den deutschen Fahrer ab, doch die Herausforderung von Périgueux stellt sich auch für die führenden Fahrer in der Gesamtwertung, unter denen die Ehrenplätze noch nicht endgültig verteilt sind. Ein erster Kampf wird von Romain Bardet geführt, der seinen 5. Platz gegen Tejay van Garderen verteidigen muss. Mit nur 2'07'' Vorsprung hält der Fahrer aus der Auvergne auf den ersten 19 Kilometern noch stand, hat aber bei km 39 nur noch 20'' Marge gegenüber seinem amerikanischen Rivalen. Nach einem Stopp auf den letzten 10 Kilometern wegen einer Reifenpanne kämpft Bardet weiter, erreicht die Ziellinie aber… zwei Sekunden zu spät, um Tejay van Garderen widerstehen zu können.

Valverde im Hintertreffen
Im Kampf um die Podiumsplätze liegt Alejandro Valverde ab der ersten Zwischenzeit zurück, wodurch sich die Zusammensetzung der Top 3 zugunsten der französischen Fahrer abzeichnet, insbesondere Jean-Christophe Péraud, der sich positioniert, um den 2. Platz in der Gesamtwertung zu erobern. Trotz einer Reifenpanne auf der Strecke erreicht der Kapitän von AG2R La Mondiale die Ziellinie mit der 7. Zeit, dank derer er Thibaut Pinot in der Gesamtwertung noch überholen kann. Der junge Franzose von FDJ.fr wiederum wird 12. der Etappe, behält das Weiße Trikot und bleibt als 3. auf dem Podest der Gesamtwertung, mit 1'31'' Vorsprung auf Valverde.

  • Martin als wahrer Meister, die Franzosen gehen in die Geschichte ein

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Etappe 20 Bergerac / Périgueux

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