Samstag, den 30. Juni 2012

PrologLiège / Liège

Start 14h00 GMT 2+

Cancellara schlägt die große Lütticher Brücke...

Zusammenfassung der Etappe30.06.2012Prolog- Liège / Liège

Acht Jahre nach seinem allerersten Tag bei der Tour de France, der für ihn im Anschluss an den auch damals in Lüttich ausgetragenen Prolog mit dem Gelben Trikot geendet hatte, hat Fabian Cancellara - dieses Mal nicht überraschend - auf einer nahezu identischen Strecke erneut den Sieg errungen. Spartakus wurde damit vor allem der zweite Fahrer in der Geschichte - nach Bernard Hinault -, der zum fünften Mal nach dem anfänglichen Zeitfahren bei der Tour das Gelbe Trikot überstreifen konnte. Er lag dabei 7 Sekunden vor Bradley Wiggins, der sich vielleicht daran erinnern wird, dass der Zweitplatzierte beim Prolog von 2004 letztlich die Tour gewonnen hat. Der Brite, der ganz knapp den französischen Zeitfahrmeister Sylvain Chavanel geschlagen hat, kann sich auch darüber freuen, dass seine Hauptrivalen um den Gesamtsieg schon leicht zurückgefallen sind, angefangen bei Cadel Evans, der mit 17« Rückstand 13. wurde.

Lancaster schneller als Griwko
Wenn auch Tom Veelers als Neuling bei der Tour de France den Reigen der Fahrer eröffnen durfte, waren diese Ehren doch nur von kurzer Dauer, denn seine Referenzzeit wurde sogleich von Simon Gerrans unterboten. Der Australier konnte seine Position an der vorläufigen Rennspitze nicht allzu lange genießen, denn Andri Griwko hat seine Zeit schon knapp zwei Minuten später geschlagen. Die Zeitvorgabe des ukrainischen Streckenfahrers konnte den Angriffen von Jens Voigt und David Millar zunächst noch widerstehen, nicht aber demjenigen von Brett Lancaster, einem ehemaligen Prologsieger beim Giro… im Jahre 2005.
Boasson-Hagen 6 Hundertstelsekunden schneller
Die Zeitmessung war unerbittlich für den offiziellen Startfahrer von Matt Goss im Team Orica-GreenEdge: Lancaster musste Edvald Boasson-Hagen seine Führungsposition wegen 6 Hundertstelsekunden abgeben. Der Zeitunterschied wurde dann aber umso deutlicher bei der Ankunft von Sylvain Chavanel, der die Zeit von Boasson-Hagen um 4“ unterbot, bei einem Stundenmittel von 52,3 km/h.
Gilbert begeistert sein Publikum
Die emotionale Dimension wirkt sich häufig auf die Leistung aus. Philippe Gilbert lieferte dafür eine perfekte Illustration mit der vorläufigen viertbesten Zeit, die er unter dem Jubel seines Heimatpublikums erzielen konnte, mit 6“ Rückstand auf Chavanel. Aber genau wie die Emotion kann sich auch Pech bei einem solchen Rennen als entscheidend erweisen. So hat eine Reifenpanne Tony Martin all seiner Hoffnungen auf das Gelbe Trikot beraubt, wo er doch kurz zuvor bei der Zwischenzeitmessung (km 3,5) noch in derselben Sekunde wie der Franzose gelegen hatte.
Cancellara… natürlich
Der Schicksalsschlag von Martin kam Sylvain Chavanel zugute, bis dann aber Bradley Wiggins ins Renngeschehen eingreifen und eine Wende herbeiführen sollte. Der Brite lag zwar auf halber Strecke noch mit 6“ zurück, sollte aber dann dem Traum von Chavanel dank eines furiosen Finales auf den Straßen von Lüttich ein jähes Ende bereiten. Das weitere Programm machte dann aber jedwede Gewissensbisse überflüssig, denn Cancellara setzte zu einer Machtdemonstration an, die keinen weiteren Zweifel mehr offen ließ. Der vierfache Weltmeister der Disziplin erreichte die Zwischenzeitmessung schon mit einer Sekunde Vorsprung auf Wiggins und erhöhte den Abstand bis zur Ziellinie noch auf 7 Sekunden. Zum fünften Mal in seiner Laufbahn konnte der Schweizer nach einem anfänglichen Zeitfahren bei der Tour de France das Gelbe Trikot überstreifen.

Trikotträger Nach dem Prolog

Klassements Nach dem Prolog

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