
Lisieux
226.5 km
Donnerstag 7 Juli
„Die längsteTour-Etappe weist kein flaches Profil auf. Sie ist hügelig, da wiruns in der Normandie befinden. Wir können uns auf Ausreißversuchegefasst machen. Und da zusätzlich 1,5 Kilometer vor dem Ziel vor derBasilika von Lisieux ein schöner Anstieg zu bewältigen ist, wennauch keine Wand mit zehn Prozent Steigung, werden einige gute Fahrerwohl aussortiert, und das Peloton dürfte auseinander fallen. Einermöglichen Ausreißergruppe werden nicht alle folgen können. DiesesEtappenprofil ist nicht auf die Tourfavoriten wie den echtenBergfahrer Andy Schleck zugeschnitten, sondern auf einen Puncher. Wieschon in Mûr-de-Bretagne entsprechen auch hier die fahrerischenQualitäten eines Philippe Gilbert am ehesten einer derartigenStrecke.“
Jerzual© Ville de Dinan
Dinan, die Stadt in Hanglage hoch über der Rance, blickt stolz auf eines der reichhaltigsten architektonischen Vermächtnisse der Bretagne. Stolz erhebt sich auch der Schutzwall mit seinen 14 Verteidigungs- und Wachtürmen, seinen vier monumentalen Toren und seinem imposanten Bergfried aus dem 14. Jahrhundert, erbaut für Herzog Jean IV. Dank der alten Straßen und der angrenzenden Holzfachwerkhäuser mit Spitzgiebel, Stockwerkauskragungen, Holzportalvorbauten – Zeitzeugen des 15. und 16. Jahrhunderts, der Herrenhäuser im Renaissance-Stil, der schicken Anwesen aus der Epoche der Aufklärung, seiner Kirchen, seiner ehemaligen Kloster und Kapellen hat Dinan seinen Charme aus früheren Tagen bewahren können. Die Stadt gehört zu denjenigen, deren Bilder einem für immer in der Erinnerung haften bleiben. Vielfach wurde sie in der Vergangenheit belagert und in den Kriegswirren der Jahrhunderte so oft begehrt, doch konnte sie letztlich einer großen Anzahl von Angriffen standhalten. Das mittelalterliche Dinan ist eine echte Zeitmaschine, die dazu einlädt, sich auf die Spuren von Bertrand du Guesclin, der Herzogin Anne, von Chateaubriand oder August von Pavia zu machen. Dinan wird jene verzaubern, die sich darin zu verlaufen wissen... zu Fuß!
• www.cg22.fr/
• www.bretagne.fr
• www.dinan-tourisme.com
• www.codi.fr
• www.cotesdarmor.fr/tourdefrance2011
Basilika von Lisieux© G. Wait
Das Pays d’Auge, dessen Hauptstadt Lisieux ist, entspricht den Postkartenabbildungen der Normandie: ein intaktes Naturgebiet, das mit seinen Pferden, Kühen, Käsesorten und Apfelbäumen alles auf sich vereint, was die Vorstellungskraft der Allgemeinheit mit der Normandie verbindet. Dieses Bilderbuch-Image wird durch eine außergewöhnliche geografische Lage vervollständigt. Dank seines strategischen Standortvorteils mitten im Dreieck der drei normannischen Metropolen (Caen, Rouen, Le Havre) hat Lisieux den Anspruch, das Zentrum der Normandie zu bilden. Es handelt sich um eine Stadt überschaubarer Größe mit vielen Annehmlichkeiten (Theater, Wasserzentrum, Mehrzweckhalle, Kleinkindbetreuungszentrum, Hochschulunterricht…) und privilegierten Lebensbedingungen. Die Rede ist auch von einer „Stadt auf dem Land“ mit zahlreichen Grünflächen, von einer bürgernahen Stadt mit ihren Geschäfts- und Tourismusstrukturen von internationalem Ruf und ihrem Statut als zweitwichtigste Stadt Frankreichs mit Glaubensorten. Schließlich ist es eine Stadt mit multiplen Facetten, dynamisch, modern und bedacht auf das Wohlergehen ihrer Einwohner und Touristen.