
Lisieux
226.5 km
Donnerstag 7 Juli
Das ist ein Festtag für Sky. Das norwegische Wunderkind hat abgeliefert, und das britische Team feiert seinen ersten Tour-Etappensieg.
Die Top 10: 1. Edvald Boasson Hagen (NOR) SKY - 226,5 km in 5h13’37" 2. Matt Goss (AUS) THR 3. Thor Hushovd (NOR) GRM 4. Romain Feillu (FRA) VCD 5. Jose Joaquin Rojas (ESP) MOV 6. Arthur Vichot (FRA) FDJ 7. Philippe Gilbert (BEL) OLO 8. Gerald Cioleck (GER) QST 9. Marco Mercato (ITA) VCD 10. Arnold Jeannesson (FRA) FDJ
Der Fahrer, der gestern 800 m vor dem Ziel attackiert hat, ist heute geduldiger. Edvald Boasson Hagen feiert seinen ersten Tagessieg und auch den ersten für sein Team Sky. Er verweist Goss und Hushovd auf die Plätze.
Winokurow kommt nicht weg, Thomas klebt an seinem Hinterrad, 50 Fahrer bestreiten den Sprint...
Millar vor Evans und Thomas, Gilbert, Rojas und Goss...
Voeckler führt mit Vanendert an seinem Hinterrad und etwa 200 m vor dem restlichen Feld...
Vanendert zieht davon, wird aber sofort von Voeckler und Contador verfolgt...
Winokurow kommt nach vorne, genau wie Evans, Martin und Goss...
Er gleitet an der Leitplanke entlang und stürzt auf dem nassen Boden... fährt anschließend aber weiter.
Das Peloton schließt auf zu Malori...
BMC fährt neben Omega Pharma vorne im Peloton. Ivan Basso und ein Kollege von Liquigas sind neben Evans.
Lang schießt mit Sieberg an seinem Rad nach vorne. Sie schließen die Lücke zu Malori: Nur noch 10" trennen Ausreißer und Feld.
Malori (LAM) gibt nicht auf. Sein Poslter beträgt noch 16’’, und noch sind 5 km zurückzulegen. Immerhin verleiht ihm die Jury den Preis des kämpferischsten Fahrers.
Roux’ zweiter Anlauf dauert genau 3,5 km.
Grischa Niermann vom Team Rabobank hat soeben eine Reifenpanne...
Omega Pharma-Lotto leistet nun die Nachführarbeit. HTC zieht sich nach 40 km im Wind etwas zurück. Malori behauptet noch knapp 30’’ Vorsprung, während Roux fast wieder geschluckt ist.
Allmählich positionieren sich die Spitzenfahrer, Gilbert fährt an der rechten Seite des Feldes nach vorne. Indes behauptet sich der italienische Zeitfahrmeister Malori 10 km vor dem Ziel mit einem Vorsprung von 37’’ an der Spitze.
Nach 40 km im Peloton attackiert Roux erneut. Er liegt 30" hinter Malori und 5" vor dem Feld.
Malori geht aus dem Sattel und versucht, noch einmal eeine Schippe draufzulegen. Die Teams von BMC und HTC führen das Feld an. Der Regen hat kurz nachgelassen. Malori behauptet ein Polster von 37".
Es ist ein echtes Zeitfahren für den jungen Lampre-Akteur, der weniger als 16 km zurücklegen muss. Sein Polster beträgt nur noch 35", und seine Chancen schwinden zusehends. Allerdings will er nicht aufgeben in diesem heftigen Dauerregen auf dem Weg nach Lisieux.
Der Regen setzt wieder ein, während Westra vom Peloton geschluckt wird, und Malori alleine unterwegs ist.
Das war’s für Westra. Er lässt Malori ziehen. Bei noch 18,5 km beträgt der Vorsprung 25".
Westra und Malori sind in Livarot, 20 km vor dem Etappenziel. Ihr Polster schrumpft auf 35". Auf den engen und nassen Kurven ist Vorsicht geboten...
Das HTC-Team erhält Unterstützung von den Movistar-Fahrern bei noch 22 verbleibenden Kilometern. Das Feld liegt 55" hinter Malori und Westra.
Das Hinterrad des Katusha-Fahrers wird ausgetauscht.
Die beiden Ausreißer sind auf den letzten 25 km der Etappe. Bak und Velits leisten für HTC abwechselnd Führungsarbeit im Peloton, das 1’05" hinter Malori und Westra zurückliegt.
Navarro und Contador haben ihre Räder wieder getauscht, und das Duo von Saxo Bank kämpft sich durch den Tross der Begleitfahrzeuge bis zum Peloton, das immer noch von HTC angeführt wird. Ach ja, der Regen hat wieder eingesetzt...
Bei der WM im italiensichen Varese 2008 gewann der Lampre-Fahrer Malori den U23-Zeitfahrtitel.
Adriano Malori landete 2010 in der Abschlusswertung auf dem letzten Platz.
Die Führenden lassen den dritten Anstieg des Tages hinter sich. Westra überquert die Linie vor Malori.
Contador muss sein Rad wechseln und nimmt das seines Teamkollegen Navarro. Mittlerweile ist er zurück im Feld.
Die Ausreißer befinden sich auf den letzten 30 km. Malori und Westra werden sich also gleich einen Kampf um die Bergpunkte auf der Côte du Billot (29,5 km vor dem Ziel) liefern.
Astana, BMC und HTC machen jetzt die Tempoarbeit im Feld, das 1’45" hinter Malori und Westra zurückliegt.
Fünf HTC-Fahrer führen das Feld an: Bak und Eisel leisten die Arbeit, obschon Renshaw und Cavendish nicht mehr vorne im Feld vertreten sind.
Zwischen den Ausreißern und dem Feld gibt es einen Abstand von 2’20". Die Fahrer von HTC erhöhen deutlich die Schlagzahl.
Das Peloton ist soeben in zwei Hälften zerfallen, wobei man unter den Nachzüglern auch Mark Cavendish (THR), Sylvain Chavanel (QST), Jeremy Roy (FDJ), Mark Renshaw (THR), Sergio Paulinho (RSH) und Ivan Santaromita (BMC) findet... Das Grupetto umfasst etwa 20 Fahrer...
Duque (COF) ist inwzischen auch vom Peloton eingefangen worden. Also sind Malori und Westra vorne auf sich alleine gestellt. Ihr Polster beträgt 2’35".
Gestern verlautete aus dem Team HTC, das heutige Finale könne Tony Martin liegen. Anscheinend wurde letzterer überzeugt, dass er in Lisieux siegen wird, wenn er 800 m vor dem Zielstrich attackiert. Das Schlussstück ist alles andere als flach, und im letzten Anstieg werden sich vermutlich einige Sprinter verabschieden, sodass heute in der Tat die Stunde des deutschen Zeitfahrspezialisten schlagen könnte.
Westra (VCD) und Malori (LAM) nähern sich der Côte du Billot. Es handelt sich um einen 1,3 km langen Anstieg mit einem durchschnittlichen Gefälle von 6,5 Prozent. Auf dem Gipfel sind es noch 29,5 km bis ins Ziel.
Malori und Westra liegen 2’30" vor Duque und 3’00" vor dem Peloton.
Lars Bak vom Team HTC führt das Feld an. Der Däne gehört zu dem Zug, der heute für Matt Goss arbeiten soll - das sagt zumindest Allan Peiper gegenüber letour.fr... mal sehen, ob der Gewinner von Mailand-San Remo - und das restliche Feld - die Ausreißer rechtzeitig abfangen kann. Hoogerland lässt sich gerade mit einem Lächeln vom Feld einfangen. Das Bergtrikot ist ihm praktisch sicher.
Das Hauptfeld weist mittlerweile einen Rückstand von 3’00" auf die beiden Führenden auf. Anthony Roux - der die heutige Ausreißgruppe bei km 6 initiiert hat, legt eine Toilettenpause ein und wartet auf das Peloton...
Adriano Malori ist der frisch gebackene italienische Zeitfahrmeister. Er teilt sich die Arbeit vorne mit Lieuwe ’The Beast’ Westra, der die Attacke 60 km vor dem Ziel gestartet hat. Das Tandem liegt jetzt 1’45" vor den ehemaligen Mitstreitern der Ausreißergruppe, die selbsst nur noch einen Vorsprung von 1’00" vor dem Peloton hat.
Malori und Westra liegen 45’’ vor ihren einstigen Mitstreitern und 2’30’’ vor dem Hauptfeld.
Das Peloton nimmt den Fuß leicht vom Gas... der Vorsprung stabilisiert sich leicht bei 2’20’’.
Thor Hushovd ist im hinteren Teil des Pelotons und ruft nach dem Begleitfahrzeug.
In der vierten Rennstunde beträgt das Durchschnittstempo 40,6 km/h, was einem kombinierten Stundenmittel von 42,1 km/h seit Etappenbeginn entspricht.
Malori und Westra führen 15’’ vor Roux, Duque und Hoogerland sowie 1’35’’ vor dem Peloton.
Westra und Malori haben einen kleinen Vorsprung von 8’’ herausgefahren.
Westras Attacke kommt genau 60km vor dem Ziel. Er und Malori führen jetzt einige hundert Meter vor Duque, Roux und Hoogerland.
Die beiden lösen sich aus der Ausreißergruppe. Vermutlich will Westra das Bergtrikot für seinen Teamkollegen Hoogerland absichern. In der Ausreißergruppe kann ihm noch Roux gefährlich werden, wenn er im letzten Anstieg punktet...
Die Ausreißer wehren sich tapfer, aber das Peloton ist unerbittlich und hat den Rückstand auf knapp 2’ schrumpfen lassen...
Auf der offiziellen Tour-Homepage letour.fr lautet die heutige Umfrage: Glauben Sie, dass Philippe Gilbert 2011 das Grüne Trikot gewinnen kann? Inzwischen wurden mehr als 3.500 Stimmen abgegeben, noch ist das Abstimmungsergebnis sehr eng - 48.45 % glauben daran, dass der belgische Meister die Punktwertung gewinnen wird; 51.55 % glauben nicht daran. Bis zum Ende der Etappe haben Sie noch die Möglichkeit, Ihre Stimme abzugeben...
Einer der Niederländer aus der Ausreißergruppe wird wahrscheinlich heute Abend auf dem Podium stehen. Hoogerland hat in der Bergwertung inzwischen vier Punkte auf der Habenseite, doppelt so viele wie der aktuell im Bergtrikot fahrende Cadel Evans (BMC).
Auf dem Gipfel des zweiten Anstiegs liegt das Peloton 2’35" hinter dem Quintett um Roux zurück.
Das Rennen verläuft unweit der Stadt Caen, wo die 5. Etappe der Tour 2006 endete. Damals sah die Top 5 so aus: 1. Oscar Freire 2. Tom Boonen 3. Inaki Isasi 4. David Kopp 5. Robbie McEwen
Resultat auf der Côte de Bourg-d’Ouilly: 1. Anthony Roux (FDJ) 2 Pkte 2. Johnny Hoogerland (VCD) 1 Pkt. Duque kommt als Dritter über die Linie 70 km vor dem Etappenziel.
Das Tempo ist bis etwa 400 m unterhalb der Bergmarkierung gemächlich, dann zieht Roux vorne an... und gewinnt die zwei Punkte!
Dieses Mal tritt Hoogerland nicht die Flucht nach vorne an. Er ist neben Roux, Malori, Westra und Duque, und bis zum Gipfel sind es noch 500 m.
Die Attacke von Hoogerland wird sicher nicht lange auf sich warten lassen... Der Anstieg ist 2,7 km lang, das Gefälle beträgt durchschnittlich 5,6 Prozent.
In nur 40 km hat das Peloton praktisch 9’ auf die Ausreißer wettgemacht. Das Hauptfeld ist jetzt auch im zweiten Anstieg des Tages.
Noch 1,5 km bis die Ausreißer den Gipfel des zweiten Anstiegs erreichen...
Jens Voigt und Maxime Monfort führen das Feld an. Im Wind sind auch Fahrer von Movistar unterwegs. Das Zeitpolster der Ausreißer schrumpft weiter: 2’33’’.
Die Ausreißer sind im zweiten Anstieg des Tages...
Der Fahrer von Rabobank muss erneut sein Rad wechseln. Seine Teamkollegen warten auf ihn, um ihn wieder an das Feld heranzuführen. Rund 70 km vor dem Ziel ist der Vorsprung der Ausreißer auf 2’40’’ geschrumpft.
Das Peloton passiert km 145 und verringert den Abstand zu den Ausreißern auf 3’25".
Nach dem anfänglichen Dauerregen war es nass -trocken - nass - trocken... und jetzt wärmt die Sonne das Hauptfeld, das auf den nächsten Anstieg des Tages zurast, 4’55" hinter den Ausreißern, vor denen noch 83 km bis zum Ziel liegen.
Die Anfahrt zum Sprint in Vassy hat den Vorsprung in nur 5 km von 6’10" auf 5’10" schrumpfen lassen... Jetzt fährt das Hauptfeld hohes Tempo, was einen Bruch hervorgerufen hat. In der zweiten Gruppe befindet sich der Kapitän von Liquigas, Ivan Basso. Andere sehen indes keinen dringenden Handlungsbedarf und folgen dem Ruf von Mutter Natur.
Kurz nach dem Zwischensprint stoppt Gesink und erhält einen neuen Reifen. Eine Reihe von Teamkollegen warten auf ihn, um wieder den Anschluss an das Feld herzustellen.
1. Roux (FDJ) 20 Pkte 2. Duque (COF) 17 Pkte 3. Westra (VCD) 15 Pkte 4. Malori (LAM) 13 Pkte 5. Hoogerland (VCD) 11 Pkte 6. Cavendish (THR) 10 Pkte 7. Rojas (MOV) 9 Pkte 8. Farrar (GRM) 8 Pkte 9. Renshaw (THR) 7 Pkte 10. Gilbert (OLO) 6 Pkte 11. Petacchi (LAM) 5 Pkte 12. Delage (FDJ) 4 Pkte 13. Ventoso (MOV) 3 Pkte 14. Eisel (THR) 2 Pkte 15. Moinard (BMC) 1 Pkt
Die Anfahrt des Pelotons auf die Sprintmarkierung verläuft weitaus kontrollierter als gestern. Mit Leichtigkeit gewinnt Cavendish 10 Punkte für Platz sechs...
Vier Fahrer der Formation Movistar sind jetzt an der Spitze des Feldes vertreten, dann folgen vier von HTC, dann Gilbert im Grünen Trikot. Der Sprint in Vassy ist nur noch 1 km entfernt.
Wie schon bei den letzten Etappen zu beobachten war, wird der Vorsprung der Ausreißer in den nächsten Minuten signifikant schrumpfen. Das Peloton liegt derzeit 6’10" zurück, aber wegen des bevorstehenden Zwischensprints kommen Teams wie Movistar im Feld nach vorne, was abermals heiße Action verspricht.
1. Anthony Roux (FDJ) 20 Pkte 2. Leonardo Duque (COF) 17 Pkte 3. Lieuwe Westra (VCD) 15 Pkte 4. Adriano Malori (LAM) 13 Pkte 5. Johnny Hoogerland VCD) 11 Pkte
Der Regen ist zurück, gerade als Duque antritt, um die Sprintpunkte abzugreifen. Der Kolumbianer wird auf den letzten 50 Metern in Vassy von Roux überholt.
Die dritte Rennstunde war deutlich langsamer als die erste: nur 36,6km/h. Das kombinierte Durchschnittstempo der drei Stunden beträgt 42,6km/h.
Der Regen hat aufgehört, und die Spitzengruppe fährt auf trockenem Untergrund. Das Peloton ist zwar auch nicht mehr im Regen unterwegs, aber noch spritzt das Wasser von der Straße auf, was Hushovd veranlasst, ein gelbes Regencape anzulegen.
Die Gruppe passiert km 126. Vor den Ausreißern liegen noch 5 km bis zum Zwischensprint von Vassy und 20 Punkten für den Erstplatzierten. Das Peloton ist 10 km vom Sprint entfernt (d.h. 5 km hinter den Ausreißern, was einem Rückstand von 7’45" entspricht).
Im Gespräch mit letour.fr äußert sich Didier Rous vom Team Cofidis zur Etappe. "Tony Gallopin war gestern gut," so der Franzose. "Er ist kein echter Sprinter, aber bei einem schwierigen Finale hat er eine echte Chance. Das hat er gestern in Cap Fréhel bewiesen [er wurde 4.], und heute steht auch alles andere als ein typisches Sprintfinale. Also könnte er wieder ein Wörtchen mitreden." Gallopin ist aber nicht die einzige Trumpfkarte im Ärmel von Cofidis, da Teammitglied Leonardo Duque in der Ausreißergruppe vertreten ist. "Das könnte interessant werden, weil sich die Gruppe bereits deutlich abgesetzt hat," so Rous, "und das Peloton hat eine ganze Weile gebraucht, um die Verfolgungsjagd zu organisieren. Gut ist, dass sich die Fahrer vorne nicht verheizen mussten, um an der Spitze zu bleiben, sodass sie bestimmt noch einige Energiereserven haben... es gibt eine kleine Chance, dass sie es schaffen. In dem Fall ist das gut für Leonardo."
Das Feld liegt 8’15’’ hinter Roux (FDJ), Duque (COF), Malori (LAM), Hoogerland und Westra (VCD) zurück. Die Nachführarbeit von Garmin trägt ihre Früchte.
Zwei Amerikaner - Danny Pate (THR) und Dave Zabriskie (GRM) - führen das peloton an, das jetzt 8’40" hinter der fünfköpfigen Ausreißergruppe zurückliegt. Sie genießen einige Sonnenstrahlen an einem ansonsten eher nassen Renntag.
Die Spitzengruppe erreicht die Halbzeitmarkierung dieser langen Etappe. Den größten Vorsprung verbuchten die Ausreißer auf dem ersten Anstieg: 11’35". Jetzt führen die Fahrer von Garmin und HTC das Hauptfeld an. Ein Fahrer von HTC hat vor kurzem eine Reifenpanne gehabt, aber der sportliche Leiter, Allan Peiper, sagt letour.fr im Interview, dass die siegreiche Mannschaft von gestern versuchen wird, Matt Goss in Lisieux den Weg zu ebnen. Peiper meldet sich bald nochmal, muss sich aber erst dem Fahrer mit der Reifenpanne widmen...
Allmählich macht sich der Einfluss der Aufholjagd bemerkbar. Der Vorsprung der Ausreißer ist bei km 112 auf 9’45" gesunken. Hoogerland hat sich nach einer Reifenpanne einen neuen Reifen besorgt und macht jetzt Tempo, um wieder zur Gruppe aufzuschließen.
das Peloton muss die Spitze des Anstiegs erst noch erreichen, wobei HTC und Garmin das Feld anführen. Nachdem Hoogerland in die Gruppe zurückgekehrt ist, beträgt das Zeitpolster 11’25". Das ist der größte bisherige Vorsprung bei der Tour 2011.
1. Johnny Hoogerland (VCD) 2 Pkte 2. Anthony Roux (FDJ) 1 Pkt
Hoogerland ist der virtuelle Spitzenreiter der Bergwertung. Er gewinnt zwei Punkte auf dem ersten Anstieg der 6. Etappe und hat damit einen Zähler mehr auf dem Konto als der bisherige Führende Cadel Evans.
Hoogerland will um jeden Preis diese beiden Punkte einfahren. Er geht aus dem Sattel und hält seine Ausreißergefährten auf Abstand. Weniger als 1 km liegt vor ihm bis zur Spitze der Côte de Saint-Michel-de-Monjoie.
Wahrscheinlich ergattert Hoogerland die Punkte für den ersten Platz auf dem ersten Anstieg. Die anderen vier jagen ihn zwar, aber der Niederländer liegt weiterhin 100 m in Front.
Unmittelbar vor dem ersten Anstieg attackiert Hoogerland die Gruppe. Die Côte de Saint Michel de Montjoie ist ein 2,4 km langer Anstieg mit einem durchschnittlichen Gefälle von 5,9 Prozent.
Johnny Hoogerland ist einer der Fahrer, die schon einen Punkt in der Bergwertung haben. Er benötigt nur noch zwei weitere und kann dann das Trikot mit den roten Punkten von Cadel Evans (BMC) übernehmen. Der erste Anstieg wartet in 10 km Entfernung...
Der Kolumbianer ist vielleicht beim letzten Critérium du Dauphiné auf den Geschmack gekommen und will der Bergtradition der Fahrer aus seinem Land alle Ehre machen (Herrera, Botero, Soler...). Der Sprinter von Cofidis hatte seine Punkternte für die Bergwertung in einer Ausreißergruppe auf der 1. Etappe begonnen, alsdann auf der 4. Etappe Richtung Mâcon das Bergtrikot erobert, um es drei Tage lang zu tragen und dann erst am letzten Tag an Joaquim Rodriguez abzutreten. Heute haben die Ausreißer beste Aussichten, zumindest die ersten beiden Anstiege in Front liegend zu überqueren, was auf einen neuen Mann im Bergtrikot schließen lässt.
Die Ausreißer vergrößern ihren Vorsprung. Bei km 86 ergibt die Zeitmessung einen Abstand von 10’15’’ zwischen dem Peloton und der Gruppe mit Roux (FDJ), Duque (COF), Malori (LAM), Hoogerland und Westra (VCD).
Der heftige Dauerregen sorgt für rutschige Straßen im Departement Manche, während sich die Fahrer der Halbzeitmarke dieser längsten Touretappe 2011 nähern.
In der zweiten Rennstunde beträgt das Durchschnittstempo 41,8km/h, was einem kombinierten Stundenmittel von 45,6km/h entspricht.
In der zweiten Rennstunde beträgt das Durchschnittstempo 41,8km/h, was einem kombinierten Stundenmittel von 45,6km/h entspricht.
Obschon Garmin die Drehzahl im Feld erhöht, geben die Ausreißer ihren Vorsprung nicht leichtfertig her. Wenn das Peloton schneller wird, beschleunigen auch die Ausreißer: Das Zeitpolster ist wieder auf 9’15" angewachsen.
Nach einem maximalen Vorsprung von 9’10" für die Ausreißer bei km 69km führt nun die Formation Garmin das Feld an und beginnt eine Verfolgungsjagd unter nassen Bedingungen. Die letzte Zeitmessung zeigt einen Abstand von 7’45" bei km 78.
Der 24-jährige Anthony Roux initiierte den erfolgreichen Ausreißversuch der heutigen Etappe. Seine erste große Tour bestritt er 2009, als er an der Vuelta teilnahm und gleich eine Etappe gewann... Dabei hielt er die Sprinter in Schach, schlug seinen Landsmann William Bonnet und den deutschen Sprintexperten André Greipel in Talavera de la Reina auf der 17. Etappe.
Anthony Roux bestreitet zum zweiten Mal in Folge die Tour de France. Profi wurde er erst 2008 beim Team La Française des Jeux, wo er mmer noch unter Vertrag steht. Sein bestes Ergebnis bei der Tour 2010 Tour war Platz 12 auf der 18. Etappe (Ziel in Bordeaux).
In der fünfköpfigen Spitzengruppe konnte noch kein Fahrer einen Etappensieg bei der Tour de France verbuchen. Leonardo Duque (COF) war beständig in den Top 10 der Sprintetappen 2008 – sein erster Auftritt – belegte Platz 10 bei der 2. Etappe, war 7. bei der 5. Etappe, 8. bei der 12. Etappe, 7. bei der 13. Etappe, 2. bei der 14. Etappe, 6. bei der 19. Etappe und 9. bei der 21. Etappe... Der Kolumbianer erzielte auch 2009 zwei Top-10-Ergebnisse, bestritt die Tour aber nicht im Vorjahr.
Alessandro Petacchi, der Gewinner des Grünen Trikots 2010, hat 2011 nach fünf Etappen lediglich sieben Zähler auf seinem Konto. Beim Zwischensprint der 1. Etappe landete er auf Platz 12, gestern auf Rang 13, wobei er kurz zuvor eine Reifenpanne an seinem Vorderrad hatte. “Was für eine Schande!” war der italienische Altmeister außer sich. “Ich bin traurig, weil meine Teamkollegen mich bestmöglich unterstützt haben, und ich ihnen kein gutes Ergebnis liefern konnte. Das langsamer werdende Tempo auf den Schlusskilometern beraubte mich wieder meiner Chancen, ein anständiges Resultat zu erzielen.“
Die Leitung der Tour de France hat beschlossen, den Motorradfahrer mit der Nummer 509 vom restlichen Rennen auszuschließen, nachdem er auf der 5. Etappe einen Unfall mit Nicki Sörensen (SBS) verursachte. Bei einem Überholmanöver auf halber Strecke geriet das Motorrad zu nahe an das Peloton, wodurch es das Rad von Sörensen berührte, diesen zu Fall brachte und das Rad noch etwa 200 Meter mitzog. “Glücklicherweise bin ich okay und kann morgen wieder am Rennen teilnehmen,” sagte Sörensen lapidar nach der Etappe.
Mittlerweile hat Regen eingesetzt, und die Strecke ist richtig nass. Bei km 66 führen die Ausreißer mit einem Vorspru von 9’10" auf das Hauptfeld.
Das Peloton befindet sich unweit der Stadt Avranches im Departement Manche. Dort feierte Bradley McGee 2002 einen Touretappensieg mit einer Finte, die morgens in der Teambesprechung angeklungen war. Obschon seine Formation Française des Jeux mit Baden Cooke einen Sprintspezialisten in ihren Reihen hatte – den zukünftigen Gewinner des Grünen Trikots (2003) – schlug der französische Manager Marc Madiot vor, dass der leichte Schlussanstieg doch ideal für einen Ausreißversuch auf dem letzten Kilometer sei. Der zukünftige Sportdirektor von Saxo Bank folgte Madiots Order bis zur Perfektion und startete einen Kilometer vor dem Ziel eine Attacke. Das Mapei-Team hatte wohl den gleichen taktischen Einfall, und der Australier musste an seine Reserven gehen, um Pedro Horillo auf Distanz zu halten und bravourös seinen ersten Tour-Tageserfolg zu feiern.
Wenige Tage vor dem 6. Jahrestag des Todes von Amy Gillett forderte ein weiterer Unfall das Leben eines australischen Radsportlers. Beim gestrigen Training in Italien geriet Carly Hibberd in einen Unfall. "Die ganze Radsportgemeinschaft betrauert den Verlust, und unsere Gedanken sowie unser Mitgefühl gelten ihrer Familie und ihrem Verlobten," sagte der geschäftsführende Direktor von Cycling Australia, Graham Fredericks. "Carly verfolgte ihren Radsporttraum in Italien, tat, was sie liebte, und lebte glücklich. Dieser Traum fand ein bitteres Ende." Die 26-Jährige aus Sherwood in Queensland war am Mittwochmorgen nördlich von Mailand unterwegs, als sie von einem Auto umgerissen wurde. Der Hubschrauber-Rettungsdienst konnte ihr nicht mehr helfen. Sie verstarb noch am Unfallort.
Tyler Farrar hält am Ende des Feldes an und bittet seine Mechaniker um Hilfe.
Wäre die Etappe jetzt vorüber, würden die Ausreißer die neue Spitze der Gesamtwertung bilden. Das Peloton weist nun einen Rückstand von 8’30" auf das Quintett um Roux auf. Der Franzose vom Team FDJ ist von den Ausreißern in der Gesamtwertung am besten platziert.
Die fünf Ausreißer - Roux, Duque, Malori, Westra und Hoogerland - haben den bisherigen Jahresrekord geknackt: Bei km 56 liegen sie 8’05" vor dem Peloton. Es handelt sich um den größten Abstand zwischen Hauptfeld und Ausreißern bei der 98. Tour de France.
Hier ist eine Übersicht der Sieger und der längsten Etappen der letzten Auflagen der Tour:
2010: 6.Etappe – Montargis - Gueugnon, 227,5 km. Sieger: Mark Cavendish (40,42 km/h)
2009: 7. Etappe – Barcelona - Arcalis, 224 km. Sieger: Brice Feillu (36,18 km/h)
2008: 5. Etappe – Cholet - Chateauroux, 232 km. Sieger: Mark Cavendish (42,46 km/h)
2007: 3. Etappe – Waregem - Compiègne, 236,5km. Sieger: Fabian Cancellara (35,81 km/h)
2006: 2. Etappe – Obernai - Esch-sur-Alzette, 228,5km. Sieger: Robbie McEwen (40,78 km/h)
Inzwischen haben die fünf Ausreißer ein Zeitpolster von 7’ aufgebaut. Es ist zwar noch nicht der größte Vorsprung einer Ausreißergruppe bei der Tour-Ausgabe 2011, aber das Polster wird vermutlich weiter anwachsen, da kein Team Interesse an einer Aufholjagd zu haben scheint... zumindest noch nicht.
Der sechsfache Gewinner der Punktwertung der Tour de France feiert heute seinen 41. Geburtstag. Bei seinem allerersten Tour-Tageserfolg – insgesamt verbuchte er in seiner Karriere 12 bei der Tour – feierte er seinen 25. Geburtstag. Der frühere Radprofi arbeitet jetzt als Berater für das Team HTC-Highroad.
An der Spitze des Feldes erkennt man fünf Fahrer von Europcar, doch wäre es falsch zu behaupten, dass diese zur Aufholjagd blasen. Stattdessen fahren sie einfach, und auch andere Fahrer lassen sich vorne blicken, gehen aber sofort wieder aus der Führungsarbeit und folgen dem Ruf der Natur. Bei km 44 beträgt der Rückstand satte 5’45".
Die Spitzengruppe nutzt den günstigen Rückenwind und legt in der ersten Rennstunde 49,4km zurück.
Im Gespräch mit Anne-Laure, einer der Jungreporter der Tour de France, macht Sébastien Hinault keinen Hehl aus seinen Ambitionen hinsichtlich der Etappe: «Ich könnte mir Hushovd, Gilbert oder meine Wenigkeit vorne vorstellen. Ich denke, das Ziel liegt mir. Die Ankunft hat noch einige Schwierigkeiten parat. Ich hoffe, dass ich im Finale dabei bin, und dass meine Beine genauso locker sind wie gestern.»
Die Umfrage auf der offiziellen Homepage der Tour de France bezieht sich heute auf die Punktwertung. Folgende Frage: Glauben Sie, dass Philippe Gilbert 2011 das Grüne Trikot gewinnen kann? Vergessen Sie nicht, mit Ja oder Nein zu antworten und teilen Sie uns Ihre Meinung mit.
Das Peloton weist bei km 40 einen Rückstand von 4’20" auf die Ausreißer auf. Das Durchschnittstempo der ersten Rennstunde wird sicherlich das bisher schnellste der diesjährigen Tour sein...
Die Bilder der Etappe mit der Abtei des Mont-Saint-Michel im Hintergrund werden sicher spektakulär sein. Diese Aussicht erwartet die Zuschauer bei km 49 der heutigen Etappe.
Das Peloton saust die Küste entlang ganz in der Nähe der weltberühmten Abtei des Mont-Saint-Michel. Dort endete eine Etappe der Tour 1990, und damals hieß der Sieger Johan Museeuw (vor Guido Bontempi, Olaf Ludwig und Davis Phinney). Das ist der Ort mit der geringsten Bevölkerung, an dem sich jemals ein Etappenziel der Tour de France befunden hat.
Anthony Roux (FDJ) ist nun virtuell der Führende der Gesamtwertung. Seine Gruppe liegt 3’35" vor dem Peloton. Bei Etappenbeginn betrug sein Rückstand auf den Spitzenreiter Thor Hushovd 2’25".
Das Peloton passiert die 35-km-Marke und liegt 2’40" hinter den fünf Ausreißern zurück.
Jetzt folgt eine Reihe von Fahrern im Feld dem Ruf von Mutter Natur. Bei der nächsten Zeitnahme wird das Quintett um Roux aller Wahrscheinlichkeit nach einen noch deutlicheren Vorsprung haben.
Der stets aggressive russische Katusha-Fahrer Mikhail Ignatiew versucht als letzter, zur Ausreißergruppe aufzuschließen, wird aber rasch wieder vom Feld eingefangen.
Vor dem Feld, das km 29 passiert, liegen jetzt nur noch fünf Fahrer: Roux (50. der Gesamtwertung mit einem Rückstand von 2’25’’), Duque (92., 5’07’’), Hoogerland (94., 5’31’’), Malori (101., 6’26’’) und Westra (160., 12’12’’)
Pineau (QST) und Izagirre (EUS) versuchen, sich vom Feld zu lösen. Bei km 26 haben sie einen Vorsprung von 13". Die Ausreißergruppe an der Spitze liegt mit 1’03" in Front.
Der einzige Zwischensprint mit der Aussicht auf Punkte im Kampf um das Grüne Trikot befindet sich bei km 131 in Vassy.
Bei der 6. Etappe stehen drei Wertungsanstiege auf dem Programm: Côte de Saint-Michel-de-Montjoie (Kat. mit zwei Punkten für den Ersten und einem für den Zweiten, bei km 99,5), Côte du Bourg-d’Oilly (Kat. 3 bei km 156,5) und Côte du Billot (Kat. 4 bei km 197).
Chavanels Vorhaben scheitert, aber jetzt versuchen zwei andere Fahrer mit einer Tempoverschärfung ihr Glück: Izagirre (EUS) und Pineau (QST).
Bei km 24 setzt sich eine kleine Gruppe um Sylvain Chavanel ab, die wohl zu den Ausreißern aufschließen will.
Roux (FDJ), Duque (COF), Malori (LAM), Hoogerland und Westra (VCD) liegen bei km 23 55’’ vor dem Peloton.
L’Equipe geht auch auf die Stürze der gestrigen Etappe ein, die nicht spurlos an verschiedenen Teamkapitänen vorbeigegangen sind: «Der am stärksten in Mitleidenschaft gezogene Janez Brajkovic musste wegen eines Schädeltraumas und einer Fraktur des rechten Schlüsselbeins aufgeben und wurde ins Krankenhaus von Guingamp eingeliefert. Alle anderen kamen ins Ziel, manchmal aber in einem schlechten Zustand. Quick Step musste einen hohen Preis zahlen. Genauso wie RadioShack: Neben Brajkovic sind auch Levi Leipheimer und Chris Horner gestürzt, wenn auch ohne Folgen, und Yaroslav Popowitsch musste laut Sportdirektor Alain Gallopin «leicht angekratzt» in den Mannschaftsbus. Bei Rabobank waren der rechte Ellenbogen und das linke Knie von Kapitän Robert Gesink blutverschmiert, während sich Juan Manuel Garate Schürfwunden an der Hüfte aufwies. Alberto Contador, Samuel Dumoulin, Bradley Wiggins, David Moncoutié, Thomas De Gendt, Arnaud Coyot, Laurent Mangel und Nicki Sörensen landeten auch unsanft auf dem Boden, allerdings ohne ersichtliche Folgen.»
Jurgen Roelandts und Fabrice Jeandesboz werden bei km 19 vom Peloton gestellt.
Roux (FDJ), Duque (COF), Malori (LAM), Hoogerland und Westra (VCD) liegen 50’’ vor Roelandts (OLO) und Jeandesboz (SAU), sowie 1’15’’ vor dem Hauptfeld.
Fabrice Jeandesboz (SAU) begleitet jetzt Jurgen Roelandts (OLO). Die beiden Fahrer befinden sich zwischen den Ausreißern und dem Peloton, das 1’ zurückliegt.
Duque (COF) und Malori (LAM) haben zu Roux (FDJ) und Westra (VCD) aufgeschlossen. Hoogerland (VCD) vervollständigt das Quintett bei km 12.
Der erste Tagessieg von Cavendish bei der Tour 2011 gibt der Sportzeitung L’Equipe die Gelegenheit, daran zu erinnern, dass der Brite in der Wertung der Etappensiege mit 16 Erfolgen mit Jacques Anquetil gleichzieht – und das mit gerade einmal 26 Jahren. Gilles Comte, der im Juni einige Tage auf der Isle of Man verbrachte, stellt den «Bad boy» des Pelotons aus einem anderen Blickwinkel dar, und berichtet über jene, die ihn groß gemacht haben, wie Mike Kelly, einer seiner alten Trainer: «‘Mark kam zunächst mit einem BMX-Rad, dann mit einem Mountainbike, erinnert sich der dreifache Teilnehmer der Commonwealth Games. Mit 12 Jahren kam er zu mir und bat mich um Rat, daraufhin wurde ich sein Trainer. Als ich von der Arbeit nach Hause kam, wartete er schon auf mich um loszufahren.’ Mit feuchten Augen fügt er hinzu: ‘Als er 15 Jahre alt war, habe ich ihm gesagt: ‘Mark, ich spüre, dass aus dir ein großer Fahrer wird, aber vergiss mich bitte nicht…’ Jahre später kriege ich einen Anruf. Er ist dran und hat gerade die US-Meisterschaft gewonnen’».
Zu Roux (FDJ), Westra, Hoogerland (VCD) und Roelandts (OLO) haben sich Duque (COF) und Malori (LAM) gesellt. Ihr Vorsprung auf das Feld beträgt 1’.
Alberto Contador hat eine alte Erinnerung, die am Start dieser 6. Etappe Balsam auf seine Seele bedeuten könnte. Wie Jean-François Quénet in der letzten Ausgabe von Vélo Mag anmerkt, erhielt der Spanier 2002 als 19-Jähriger Ovationen am Ende des Ruban Granitier Breton (heute Tour de Bretagne). Er wurde 9. des Generalklassements und bester Jungprofi, nachdem er einen Tag lang das Trikot des Gesamtführenden trug. Nachdem er 2008 nicht dabei war, ist es für Contador das erste Wiedersehen mit der Bretagne seit damals. Heute morgen besuchte ihn der Organisator der Tour de Bretagne, Christophe Fossani, mit einigen Fotos aus der damaligen Zeit. Als Dankeschön darf er das Rennen jetzt in einem der beiden Begleitautos von Saxo Bank Sungard verbringen.
Westra (VCD) und Roux (FDJ) setzen sich vom Feld ab. Ihnen folgen Roelandts (OLO) und Hoogerland (VCD).
Seit dem Tourbeginn sind vier Fahrer ausgeschieden: Velasco bei Euskaltel, Van de Walle bei Omega Pharma Lotto, Christophe Kerne bei Europcar und RadioShack-Kapitän Janez Brajkovic.
In der Teamwertung geht die fünfte Etappe an Omega Pharma-Lotto. Philippe Gilbert, von den Bergspezialisten (Evans, Contador…) in Mûr-de-Bretagne geschlagen, muss sich auf den letzten Metern am Cap Fréhel den Sprintern beugen, doch beendet der belgische Meister die Etappe auf Rang zwei, wobei das Finale auch Andre Greipel auf Rang sechs in die Karten spielte. Und da die Ton angebenden Fahrer wachsam bleiben müssen, um bei einem möglichen Bruch im Feld keine Zeit einzubüßen, ergattert Jurgen Van den Broeck Rang 15, was ihn zum dritten Mann macht, den die Formation der belgischen Nationallotterie brauchte, um ihr französisches Pendant hinter sich zu lassen. FDJ bringt drei Fahrer in die Top 20: William Bonnet (8.), Arnold Jeannesson (13.) und Anthony Roux (19.). In der Mannschaftsgesamtwertung gibt es kaum Bewegung, da Garmin-Cervélo weiterhin zwei Sekunden vor Sky und vier vor Leopard-Trek liegt. Schlechte Kunde für die zehn Sekunden zurückliegende Formation RadioShack auf Rang vier: Der im Vorjahr von dem US-Team gewonnene Titel wird noch schwerer zu verteidigen sein, da der junge Kapitän Janez Brajkovic nach seinem Sturz ausscheidet.
Das Peloton fährt geschlossen und in hohem Tempo.
Geraint Thomas trägt das einzige Wertungstrikot, das seit dem Tourbeginn 2011 noch nicht den Besitzer gewechselt hat, obschon sein Vorsprung vor dem in der gleichen Sekunde klassierten Teamkollegen Edvald Boasson Hagen hauchdünn ist. Allerdings hätte es der in der Gesamtwertung auf Rang 7 liegende Brite gerne abgetreten, wenn die Offensive seines norwegischen Kollegen auf dem letzten Kilometer erfolgreich ausgegangen wäre.
Der Spanier war gestern bei km 155 gestürzt.
Anthony Delaplace trägt sich in die Bergwertung ein, nachdem er den einzigen Zähler der gestrigen Etappe als Ausreißer ergatterte. Allerdings behauptet Cadel Evans dank seiner zwei in Mûr-de-Bretagne gewonnenen Punkte die Führung.
Das Peloton hat die Null-Kilometer-Marke um 11h54 passiert. 194 Fahrer am Start. Eine Abmeldung: Ivan Velasco (Esp-EUS).
In der Punktwertung ist eine Änderung eingetreten, nachdem die Rennkommissare entschieden haben, Tom Boonen und Jose-Joaquin Rojas wegen irregulären Sprintverhaltens beim Zwischensprint von Goudelin zu deklassieren. Daher verliert der spanische Fahrer das Grüne Trikot, das heute wieder Philippe Gilbert überstreift, der Zweitplatzierte in Cap Fréhel, dessen Ausbeute auf 120 Zähler anwächst gegenüber 112 für Rojas.
Die Fahrer sind gerade im Konvoi in Dinan unterwegs, um die eigentliche Startmarkierung zu erreichen, die 3,8 km vom Sammelplatz entfernt ist.
Die Sprintankunft in Cap Fréhel hat nichts an der Spitze der Wertung verändert. Thor Hushovd, 10. im Ziel, verteidigt sein Trikot 1’’ vor Cadel Evans und 4’’ vor Frank Schleck. Von den Titel- und Podiumsanwärtern hat Janez Brajkovic das Rennen sturzbedingt verlassen.
Heute starten die Fahrer in Dinan und begeben sich auf eine 226,5 km lange Etappe, die längste der Tour, in Richtung Lisieux, quer durch die Departements Côtes-d’Armor, Ile-et-Vilaine, Manche, Orne und Calavados. Der fiktive Start ist für 11h45 vorgesehen.