
Mont des Alouettes
191.5 km
Sonnabend 2 Juli
Der Favorit hat gewonnen. Die Top 10 der ersten Etappe bei der Tour de France 2011 lauten: 1. Philippe Gilbert (BEL) OLO 2. Cadel Evans (AUS) BMC 3. Thor Hushovd (NOR) GRM 4. Jose Rojas (ESP) MOV 5. Jurgen van den Broeck (BEL) OLO 6. Geraint Thomas (GBR) SKY 7. Andreas Kloden (GER) RSH 8. Rein Taaramae (EST) COF 9. Chris Horner (USA) RSH 10. Tony Martin (GER) THR
Das Tempo der führenden Gruppe war so hoch, dass selbst der amtierende Toursieger noch Rückstand wettmachen konnte, nachdem er durch einen Sturz aufgehalten wurde. Contador beendet die Etappe mit einem Rückstand von 1’21" auf Gilbert.
Philippe Gilbert scheint alle Rennen gewinnen zu können, zu denen er antritt. Er war der absolute Favorit auf den heutigen Etappensieg, und er hat diesem Druck widerstehen können. Statt dessen zeigte er sich in einer Klasse für sich gegenüber dem restlichen Peloton, musste aber das Tempo bis ganz nach oben hoch halten, um den finalen Angriff von Cadel Evans abzuwehren.
1. Gilbert 2. Evans 3. Hushovd 4. Rojas 5. Van den Broeck
Der Kapitän von Omega Pharma Lotto hat Fabian Cancellara abgehängt und sich dann dem Angriff von Cadel Evans widersetzt…
Der Schweizer Meister setzt sich kurzzeitig ab, sogleich gefolgt aber von Gilbert…
Winokurow greift nach der Anzeige des letzten Kilometers an…
Der belgische Meister heftet sich an das Rad seiner Teamgefährten, gefolgt von Rojas.
Die Gruppe um Contador liegt 30“ hinter der Rennspitze. Das Team Omega Pharma Lotto läutet zum finalen Anstieg…
An der Rennspitze haben 3 km vor dem Ziel die Teamgefährten von Cadel Evans die Führungsarbeit übernommen, zusammen mit RadioShack.
Der Titelträger ist durch den 9 km vor dem Ziel eingetretenen Sturz aufgehalten worden, er hat nunmehr 30“ Rückstand auf die Rennspitze.
Es fahren weniger als 50 Fahrer in der Gruppe, die dem Sturz entgangen ist. Unter ihnen wird der heutige Etappensieg ausgetragen.
Ein Massensturz hat das Peloton in zwei geteilt…
Bei diesem Tempo kann wohl niemand mehr angreifen…
Das Tempo ist im Peloton nochmals erhöht worden, das sich nun auf die Einfahrt in Herbiers vorbereitet. Europcar liegt ganz vorne, u.a. mit Yohann Gene.
Das Tempo ist nunmehr deutlich erhöht worden, der Kampf um die vorderen Plätze hat unter den Teams begonnen, die ihre Anwärter ganz nach vorne bringen wollen.
Nach 174 km an der Rennspitze sind Quemeneur, Roy und Westra vom Peloton gestellt worden.
20 km vor dem Ziel haben Quemeneur (EUC), Roy (FDJ) und Westra (VCD) nur noch etwa hundert Meter Vorsprung auf das Hauptfeld.
Die Teamgefährten der Gebrüder Schleck geben 20 km vor dem Ziel das Tempo an der Spitze des Pelotons vor.
23 km vor dem Ziel scheint das Aufrücken des Pelotons unvermeidlich. Quemeneur, Roy und Westra haben nur noch 35“ Vorsprung auf das Hauptfeld.
Bei der ersten Tour de France, an der er 2008 teilgenommen hat, war Philippe Gilbert bei einem ähnlichen Finale in Plumelec ganz knapp an einem Etappensieg und dem Gelben Trikot vorbeigestreift. Der Belgier hatte damals den zweiten Platz bei der Etappe erzielt, 1“ hinter Alejandro Valverde. Von den Top 10 dieser Etappe von 2008 sind heute drei weitere Fahrer dabei, die ihm den Sieg streitig machen können: Jérôme Pineau (3.), Cadel Evans (6.), Frank Schleck (7.)
Der Vorsprung der drei Ausreißer ist auf weniger als eine Minute geschrumpft.
Ein einzelner Fahrer ist zu Boden gegangen, steigt aber sogleich wieder auf sein Rad: Pablo Urtasun Perez (EUS).
35 km vor dem Ziel beträgt der Vorsprung von Quemeneur (EUC), Roy (FDJ) und Westra (VCD) nur noch 1‘15“.
Das Weiße Trikot wird ab heute Abend vom besten Jungprofi unter 26 Jahren in der Gesamtwertung getragen werden. In diesem Jahr stehen dazu 39 Fahrer im Wettbewerb, darunter auch einige Kandidaten auf den heutigen Etappensieg. Dies ist u.a. der Fall von Matthew Goss oder auch Edvald Boasson Hagen
Unter den 198 Fahrern des Pelotons ist Jens Voigt der älteste, er wird im September seinen 40. Geburtstag feiern. Der Jüngste im Fahrerfeld, Anthony Delaplace, wird im September 22.
Der von seinem Sturz in Sables-d’Olonne gezeichnete Van de Walle fährt an der Spitze, gefolgt von mehreren Teamgefährten von Oméga Pharma Lotto, aber auch von Julian Dean und Tom Danielson, den Teamgefährten von Thor Hushovd bei Garmin-Cervélo.
Der sportliche Leiter von Garmin-Cervélo hat sich im Gespräch mit letour.fr über die Teamstrategie geäußert. Er verfügt dabei über zwei Trümpfe – mit Thor Hushovd und Tyler Farrar : „Man weiß nie. Tyler fühlt sich gut, doch die Taktik sieht weiterhin die Arbeit für Thor vor. Dieser Plan ist seit langem vorgesehen, in einem Radrennen kann aber alles passieren.“
Quemeneur (EUC), Roy (FDJ) und Westra (VCD) haben nunmehr 3‘05“ Vorsprung auf das Hauptfeld, das immer noch von den Fahrern von Omega Pharma Lotto angeführt wird.
53 km vor dem Ziel sind mehrere Fahrer zu Boden gegangen, darunter Vincent Jérôme und Linus Gerdemann.
Der immer unternehmungslustige Jérémy Roy versucht immer wieder sein Glück bei Ausreißversuchen. Beim vor kurzem absolvierten Critérium du Dauphiné hat er beispielsweise den größten Teil der Etappe nach Mâcon an der Spitze verbracht, in Begleitung des Italieners Adriano Malori. Sie sind später vom Hauptfeld gestellt worden und haben John Degenkolb den Sprintsieg überlassen. Und zum Ende eines solchen Ausreißversuchs hat er auch 2009 seinen ersten Profisieg davongetragen, bei einer Etappe von Paris-Nizza, die in Vallon-Pont d’Arc ausgetragen wurde. Er hatte sich hier mit Thomas Voeckler und Tony Martin vom Hauptfeld abgesetzt.
Im Gespräch während des Rennens am Mikro von France Télévisions hat der Rennleiter vom Team Omega Pharma Lotto sich über die Aussichten von Philippe Gilbert auf einen Sieg am Mont des Alouettes geäußert: „Er fühlt sich gut. Er gehört zu den Favoriten, aber es gibt deren mehrere. Etwas zehn Fahrer sind in der Lage zu gewinnen, denn der Anstieg ist nicht so schwer und nicht so lang. Man wird ihn im Auge behalten, aber er ist solche Situationen gewohnt. Es war beim Amstel Gold Race, der Flèche Wallonne und Lüttich-Bastogne-Lüttich auch so, und es gelingt ihm immer, sein eigenes Rennen zu fahren.“
Die Fahrer an der Spitze haben in der dritten Rennstunde 38,5 km absolviert, was einem Stundenmittel von 40,3 km/h seit dem Etappenbeginn entspricht.
Während seine Teamgefährten immer noch an der Spitze des Pelotons fahren, unterhält sich der belgische Meister mit seinem sportlichen Leiter.
Das Peloton durchquert gerade Mareuil-sur-Lay-Dissais bei km 110.
Der Fahrer vom Team Cofidis kann sich im Gespräch am Start mit den Jungen Reportern der Tour sehr wohl vorstellen, im Tagesfinale eine Rolle zu spielen: „Für mich ist hier eher etwas drin als im Hochgebirge. Dies ist ein Finale, das mir sehr liegt, noch besser, als wenn es ganz flach wäre. Bei der ersten Etappe werden alle sehr nervös sein. Ich bin sehr motiviert und werde vesuchen, am Ziel so gut wie möglich abzuschließen.“ Das Profil scheint Dumoulin in der Tat zu entsprechen, der bereits bei einem ähnlichen Finale ganz knapp am Sieg vorbeigeschrammt ist, nämlich beim letzten Critérium du Dauphiné in Lyon. Er hatte dabei hinter John Degenkolb den 2. Platz erzielt.
Es sind erneut die Fahrer von Omega Pharma Lotto, die bei der Verfolgung das Tempo vorgeben. Der Rückstand auf die drei Ausreißer beträgt derzeit 4’20’’.
Der Vorsprung von Quemeneur, Roy und Westra ist wieder auf 4’05’’ angestiegen.
1. Roy, 20 Pkte 2. Westra, 17 3. Quemeneur, 15 ... 2’35’’ 4. Farrar, 13 5. Greipel, 11 6. Ventoso, 10 7. Galimzyanow, 9 8. Bozic, 8 9. Boonen, 7 10. Engoulvent, 6 11. Cavendish, 5 12. Petacchi, 4 13. Delage, 3 14. Dumoulin, 2 15. Sabatini, 1
Tyler Farrar hat sich gegen die anderen Sprinter durchgesetzt, die sich ebenfalls in den Massensprint gestürzt haben…
Die Teamgefährten des Weltmeisters beteiligen sich an der Führungsarbeit im Peloton. Der Norweger hat sich schon einmal bei der ersten Tagesetappe einer Tour durchgesetzt, anlässlich des Prologs in Straßburg im Jahre 2006. Hushovd hat sich im Übrigen auch schon über einen eventuellen Sieg im Regenbogentrikot bei der Ankunft am Mont des Alouettes geäußert: „Ich habe die Qualitäten für diese Art von Anstieg“. Der letzte Weltmeister, der eine Etappe bei der Tour de France gewonnen hat, bleibt weiterhin Oscar Freire, der sich 2002 in Saarbrücken vor Robbie McEwen durchgesetzt hat.
Jrémy Roy hat die Wertungslinie als Erster überquert, vor Lieuwe Westra und Pierrig Quemeneur
Die drei Fahrer an der Spitze haben in der zweiten Rennstunde 40,1 km absolviert, was einem Stundenmittel von 41,2 km/h seit Etappenbeginn entspricht.
Für die Wertung des Grünen Trikots für den besten Sprinter ist die Punktvergabe geändert worden. Es gibt pro Etappe nur noch einen Zwischensprint, der aber höher dotiert wird, denn nunmehr werden 15 Fahrer Punkte einheimsen, wobei der Erste mit 20 Punkten belohnt wird. Das Peloton wird Avrillé in 10 km erreichen.
Quemeneur (EUC), Roy (FDJ) und Westra (VCD) haben nunmehr 4‘20“ Vorsprung auf das Hauptfeld.
Quemeneur (EUC), Roy (FDJ) und Westra (VCD) haben nunmehr 4‘20“ Vorsprung auf das Hauptfeld.
Van de Walle ist ebenfalls gestürzt, genau wie Santaromita (BMC)…
In Sables-d’Olonne sind mehrere Fahrer gestürzt, wobei Vanendert als Erster zu Boden gegangen ist, nachdem er bei einem Mittelstreifen das Gleichgewicht verloren hat. Romain Feillu ist ebenfalls gestürzt. Alle involvierten Fahrer konnten zwischenzeitig das Rennen fortsetzen.
Lieuwe Westra hat beim letzten Chrono des Nations den 3. Platz erzielt. Dieses Rennen findet jedes Jahr in Herbiers statt, d.h. genau in der Gemeinde, in der die heutige Etappe am Mont des Alouettes ausgetragen wird. Im Übrigen wohnt er seit der Mitte der Woche in einem Hotel im Gebiet des Finales, nur zwei Kilometer von der Ziellinie entfernt. Er hatte also Gelegenheit, die Umgebung zu erkunden…
Im Gespräch mit letour.fr über seine Eindrücke zu Beginn der heutigen Etappe sieht der sportliche Leiter vom Team Saxo Bank seinen Kapitän Alberto Contador eher im Hintergrund des Finales am Mont des Alouettes : „Viele könnten sich ihn als Angreifer vorstellen, aber im Team steht das außer Frage. Derzeit wollen wir einfach nur in den Rhythmus des Rennens kommen. Das ist eine Etappe für ‘Gossie’ oder für ‘Phil Gil’. Der Anstieg liegt ihnen perfekt, und das ist eher gut für uns, denn der Druck lastet dann auf den anderen Mannschaften.“
Die drei Fahrer an der Spitze, Quemeneur (EUC), Roy (FDJ) und Westra (VCD), haben km 53 mit einem Vorsprung von 4‘25“ auf das Hauptfeld passiert.
Vor dem Start der Etappe haben die Jungen Reporter der Tour auch mit dem Teamleiter von Leopard gesprochen, der Mannschaft von Andy Schleck sowie Fabian Cancellara: „Ich sehe Andy heute nichts als Favoriten, sondern eher jemanden mit den Qualitäten von Gilbert, von Rojas oder Boasson Hagen. Aber wir müssen dabei sein, um keine Zeit zu verlieren. Für Fabian wäre es kein Problem, das Gelbe Trikot zu erobern, und wir könnten dann morgen mit allen Referenzzeiten der Mannschaften als Letzte an den Start des Zeitfahrens gehen.“
Die Fahrer von Omega Pharma Lotto geben das Tempo vor. Philippe Gilbert ist bereits in den ersten Reihen zu finden, insbesondere von seinem Teamgefährten Jurgen Roelandts begleitet, der heute seinen 26. Geburtstag feiert.
Im Gespräch mit der Redaktion der Jungen Reporter der Tour hat der Manager von BMC die Strategie des heutigen Tages rund um seinen Kapitän umrissen: „Das Ziel ist recht einfach, wir werden Cadel Evans schützen, ihn von allen Problemen fernhalten. Während der Etappe müssen Brüche und Windkanten vermieden werden. Und im Finale werden wir versuchen, uns so zu positionieren, dass wir einen guten Platz am Gipfel des Mont des Alouettes erzielen können. Das ist das Ziel Nr.1: Drei Fahrer in eine günstige Position am Ziel bringen, dann die Addierung ihrer Zeiten oder Positionen wird für die Reihenfolge am Start des Zeitfahrens berücksichtigt werden. Es ist besser, unter den letzten zehn Mannschaften zu starten, um einige Referenzzeiten zu haben. Cadel hat das Profil des Fahrers, der sich am Gipfel durchsetzen kann. Aber es gibt keine Zeitgutschriften, und wir möchten das Gelbe Trikot nicht so früh tragen.“
In der ersten Rennstunde haben die Fahrer an der Spitze 42,3 Kilometer absolviert.
Bei der Passage von km 31 haben Pierrig Quemeneur (EUC), Jérémy Roy (FDJ) und Lieuwe Westra (VCD) nunmehr einen Vorsprung von 5’15’’ auf das Peloton.
Mehrere Fahrer sind zu Boden gegangen, darunter Rolland (EUC), Charteau (EUC) und Roche (AG2R). Mit Ausnahme von Amador (MOV), der noch nicht weitergefahren ist, konnten alle anderen wieder ihr Renngerät besteigen.
L’Equipe eröffnet ihre heutige Ausgabe mit sieben Seiten zur Vorstellung der diesjährigen Tour de France. Bei dieser ersten Etappe sind alle Blicke auf Philippe Gilbert gerichtet. Der Belgier äußert sich hier darüber, wie er seine Teilnahme an der Tour sieht, nach drei Jahren Abwesenheit. „Ich habe mit dem Team Française des Jeux vier Mal an der Tour teilgenommen, aber nie unter den gleichen Umständen wie heute. Ich war jung, noch zu zart für dieses Rennen. Es war auch eine andere Zeit, ich fühle mich heute viel wohler, um das Rennen in Angriff zu nehmen“, erklärt der Spezialist für die Klassiker, der keinen Hehl um seine Ambition macht, das Gelbe Trikot schon bei der Ankunft am Mont des Alouettes überzustreifen: „Ich glaube, ich bin nicht der Einzige, der sich Gedanken darüber macht. Fahrer wie Boasson Hagen, Kolobnew, Cancellara oder selbst Andy Schleck haben die gleichen Fähigkeiten. Also ehrlich, führen Sie mich nicht als den Großen Favoriten ».
Quemeneur (EUC), Roy (FDJ) und Westra (VCD) haben derzeit 6’30“ Vorsprung auf das Hauptfeld…
Die Mannschaften von HTC Highroad und Omega Pharma Lotto geben das Tempo vor, ohne aber schon wirklich die Verfolgung der Ausreißer aufzunehmen.
Quemeneur (EUC), Roy (FDJ) und Westra (VCD) haben nunmehr 6’05“ Vorsprung.
Bei Kilometer 9 weist das Hauptfeld einen Rückstand von 4’30’’ auf Quemeneur, Roy und Westra auf.
Pierrig Quemeneur und Lieuwe Westra sind erstmals bei der Tour de France dabei, während Jérémy Roy zum vierten Male nacheinander angetreten ist.
Quemeneur, Roy et Westra haben nunmehr 2‘15“ Vorsprung auf das Hauptfeld.
Pierrig Quemeneur (Fra-EUC), Jérémy Roy (Fra-FDJ) und Lieuwe Westra (Hol-VCD) haben nach 2 Rennkilometern 1’ Vorsprung auf das Peloton.
Schon auf den ersten Metern des Rennens hat sich ein Fahrer vom Team Europcar vom Hauptfeld abgesetzt.
Die Fahrer haben die Linie von Kilometer Null um 12.58 Uhr überquert. 198 Fahrer am Start des diesjährigen Pelotons bei der Tour de France.
Das Peloton verlässt nunmehr wieder die Passage du Gois und nähert sich dem echten Start…
Bei dieser Zeremonie am Start ist natürlich Christian Prudhomme zugegen, der Direktor der Tour de France, aber auch die Sportministerin, Chantal Jouanno, sowie der Präsident des Generalrats der Vendée, Bruno Retailleu. Nach dem Abklingen der Marseillaise setzt der Renntross sich wieder in Bewegung…
Bei der kleinen Zeremonie auf der Passage du Gois erklingt die französische Nationalhymne...
Die Fahrer haben nunmehr diesen ganz besonderen Weg eingeschlagen und sich dabei eine Bresche durch die Menge gefahren, in gedrosseltem Tempo und im Konvoi. Das Hauptfeld wird danach stoppen, um eine kurze offizielle Zeremonie zu begehen, die als eigentlicher Startschuss zu dieser 98. Tour de France sein wird.
Noch vor dem ‘heißen‘ Start ist Andre Greipel (OLO) zu Boden gegangen, allerdings nicht allzu schlimm. Er konnte wieder aufs Rad steigen und seinen Platz im Peloton einnehmen.
Unter den 198 Fahrern des Pelotons 2011 waren schon 1999 an dem Tag dabei, an dem ein Massensturz nahezu die Hälfte der Fahrer niedergestreckt hatte. Dabei handelt es sich um Sébastien Hinault (AG2R), Stuart O’Grady (LEO), Alexandre Winokurow (AST), Jens Voigt (LEO), George Hincapie (BMC) und Christian Van de Velde (GRM).
Die Fahrer der Tour werden im Konvoi zur Passage du Gois gelangen, eine zumeist überschwemmte Straße, die in dieser Zeit des Jahres nur an einigen wenigen Stunden im Tagesverlauf befahren werden kann. Die Tour de France hat diese Passage schon zwei Mal im Rennverlauf befahren, 1993 und 1999. Beim ersten Besuch hatte ein Massensturz einen großen Teil des Hauptfeldes niedergestreckt, darunter Alex Zülle, der am Start zu den Favoriten des Rennens gezählt wurde.
Die Tour de France ist schon einmal in Fromentine gestartet, im Jahre 2005 zum einleitenden Zeitfahren, dessen Ankunft in Noirmoutier ausgetragen wurde. Und genau wie heute waren die Fahrer zunächst über die Brücke gefahren, um auf die Insel zu gelangen. David Zabriskie gewann damals an seinem ersten Tag bei der Tour die Etappe, mit zwei Sekunden Vorsprung auf Lance Armstrong.
Das ‚Peloton‘ fährt derzeit im Konvoi zu einer Parade von 13,5 km. An der Spitze des Hauptfeldes eröffnet Europcar, das örtliche Team aus der Vendée, den Reigen, angeführt von Thomas Voeckler.
Die Fahrer starten heute in Frometine zu einer Parade auf der Insel von Noirmoutier et kehren dann über die Passage du Gois auf den Kontinent zurück. Der eigentliche Start wird danach für eine Strecke von 191,5 km in Richtung des Mont des Alouettes in der Gemeinde Herbiers gegeben.