
Paris Champs-Élysées
95 km
Sonntag 24 Juli
„Seit 1975 hat
sich die Tradition eingebürgert, dass die Tour de France
standesgemäß auf den Champs-Élysées endet. Beim Start in Créteil
gelten unsere Gedanken ganz besonders Laurent Fignon, der Mitglied im
lokalen Verein war. Sein Zweikampf um den Gesamtsieg mit Greg LeMond
1989 war bis zum Schluss spannungsgeladen. Zum ersten und einzigen
Mal wurde diese letzte Etappe als Zeitfahren ausgetragen. Ansonsten
fiel die Entscheidung bis auf vier Ausnahmen stets im Schlussspurt.
Die Ausnahmen betreffen Alain Meslet 1977, Bernard Hinault 1979, Eddy
Seigneur 1994 und Alexander Winokurow 2005. Es ist unglaublich
schwer, bei dieser Etappe einen Vorsprung herauszufahren… indem man
fast die ganze Zeit hindurch im Blickfeld des Pelotons bleibt.“
Parc Dupeyroux© Michel ESCURIOL (m.e.)
Das acht Kilometer vor den Toren von Paris liegende Créteil ist seit 1965 Hauptort des Departements Val-de-Marne und hat sich im Südosten der Region Ỉle-de-France zwischen Seine und Marne entwickelt. Die frühere Gemüsestadt erfuhr in den 1960er Jahren einen fantastischen Aufschwung; im Laufe der Zeit ist sie zu einer Stadt mit einer echten Identität gereift. Ihre Entwicklung gründet auf einer kohärenten und ausgewogenen Städtebaupolitik menschlicher Dimension. Die mit der Persönlickeit namhafter Architekten wie Charles Gustave Stoskopf und Pierre Dufau (Preisträger des Grands Prix de Rome) verbundene Qualität der Bauwerke, die bewusste Mischung von Wohnverhältnissen, die Präsenz vieler Infrastrukturen und bürgernahen Dienstleistungen machen aus Créteil einen Ort, an dem es sich gut leben lässt. Die Stadt schafft den Spagat zwischen Lebensqualität und Anforderungen des modernen Lebens dank eines stetigen Einsatzes für nachhaltige Entwicklung. Im Rahmen einer ehrgeizigen partizipativen Vorgehensweise lässt die Kommune alle Einwohner an der Ausarbeitung der Beschlüsse mit Auswirkungen für ihre Zukunft teilhaben.
Place de la Concorde
Paris liebt die Tour de France und freut sich, einmal mehr seine schönste Prachtstraße als Schauplatz für den Atem beraubenden Sprint der Helden der Grande Boucle vor den Augen der Pariser Bevölkerung und der vielen Touristen aus der ganzen Welt zur Verfügung zu stellen. Aber Paris liebt auch das Fahrrad in all seinen Varianten. Seit einigen Jahren legt die Stadt neue Radwege an (700 km 2011), führt allgemein die doppelte Fahrtrichtung für Radfahrer ein, schließt die Uferwege an Sonn- und Feiertagen für den Autoverkehr, und feiert vor allem das vierte Jubiläum von Vélib’, des Fahrradverleihsystems, das seit seiner Einführung und Öffnung für 30 Kommunen der näheren Umgebung 100 Millionen Einzelfahrten verzeichnet hat. Um noch mehr auf die Bedürfnisse der Jahresabonnenten (76 % der Benutzer) einzugehen, entwickelt die Stadtverwaltung von Paris Vélib’ weiter. So soll das System noch mehr Freiheit, Komfort, Leichtigkeit und besser angepasste Tarife bieten. Die Zunahme der Radfahrer in der Stadt versetzt die Kommunalebene in die Lage, ihr gestecktes Ziel zu erreichen: Reduzierung der Treibhausgasemissionen um 25 % bis 2020.