
Montpellier
39 km
Dienstag 7 Juli
1. Astana, 2. Garmin, 3. Saxo Bank, 4. Liquigas, 5. Columbia
Die Gesamtzeit des Schweizers seit dem Auftakt in Monaco bewegt sich in der gleichen Sekunde wie die von Armstrong, ist aber um Sekundenbruchteile besser.
Das Team von Contador und Armstrong hat die Bestzeit aufgestellt, 18’’ vor Garmin und 40’’ vor Saxo Bank. Im Kampf um das Gelbe Trikot zählen für Cancellara und Armstrong also Sekundenbruchteile.
Astana nähert sich mit sechs Fahrern dem Ziel...
Bei der Auflage 2004 hatte Armstrong bereits beim Mannschaftszeitfahren in Arras das Gelbe Trikot erobert. 2005 lehnte es der Amerikaner nach einem Sturz des in der Gesamtwertung bis dato führenden David Zabriskie ab, bei der darauf folgenden Etappe das Gelbe Trikot überzustreifen.
Die Astana-Mannschaft hat eine neue Zwischenbestzeit aufgestellt, 17’’ besser als Garmin und 41’’ vor Saxo Bank. Dadurch würde Lance Armstrong das Gelbe Trikot erobern - mit momentan einer Sekunde Vorsprung!
Zweitbeste Zeit für das Team des Gelben Trikots. Der Rückstand auf Garmin beträgt 22’’.
Die Zeit von Astana auf halber Strecke unterbietet die von Garmin um 23’’. Bei Km 19,5 liegt vor allem Saxo Bank mit 38’’ im Hintertreffen. Ein Rückstand, der Lance Armstrong im Ziel das Gelbe Trikot bescheren würde.
Fünf Fahrer der Formation Garmin erreichen die provisorische Bestzeit mit einem Vorsprung von 40’’ vor Liquigas und einem Stundenmittel von genau 50 Km/h.
Cancellara und seine Mitstreiter liegen bei Km 30,5 nur 24’’ hinter Garmin.
Bei Km 10 egalisiert Astana die Zeit von Garmin hat aber den Vorteil, noch über acht Fahrer zu verfügen.
Bei Km 30,5 liegt Garmin 31’’ vor Liquigas... allerdings sind nur noch fünf Fahrer übrig - und es müssen bekanntlich fünf das Ziel erreichen, bevor die Uhr stehen bleibt.
Bei der ersten Zeitnahme erreicht Columbia nur Platz 7, 23’’ hinter der Zwischenbestzeit von Caisse d’Epargne.
Auf halber Strecke hat die US-Mannschaft die Zwischenbestzeit erzielt, allerdings sind für die zweite Streckenhälfte nur noch fünf Fahrer übrig. Nun darf nichts mehr schief gehen!
Das italienische Team hat die vorherige Bestzeit von Katusha um 25’’ unterboten.
Liquigas hat vorläufig die Nase vorne.
Nach 10 Rennkilometern erreichen Cancellara und sein Team nur die fünftbeste Zeit, 19’’ hinter der Zwischenbestzeit von Caisse d’Epargne.
Das Team tritt mit Tony Martin im Weißen Trikot an. Er ist auch ein ernster Anwärter auf das Gelbe Trikot. Doch schon auf den ersten Kilometern müssen seine Teamgefährten Farrar und Pate die Gruppe ziehen lassen, weil sie dem Tempo nicht folgen können.
Im Gespräch mit letour.fr zählt der sportliche Leiter von Garmin auf seine vier Spezialisten, um den Sieg nach Hause zu fahren: «In dieser Disziplin lautet die Faustregel, die stärksten Fahrer vorne zu platzieren, um die längste Führungsarbeit zu leisten. Das bedeutet, dass Bradley Wiggins, Christian VandeVelde, David Zabriskie und David Millar die meiste Arbeit leisten werden, aber jeder weiß, was er zu tun hat. Wir haben gesehen, dass die Strecke ziemlich rutschig ist, was für eine Strecke mit Abschnitten in der Stadt aber nicht unüblich ist. Niemand konnte sich ein perfektes Bild der Streckenführung machen, weil die Straße erst 90 Minuten vor dem ersten Start endgültig für den Verkehr gesperrt wurde. Dennoch sind wir mehrmals hergekommen, besonders am Dienstag und Mittwoch der letzten Woche. Natürlich werden wir versuchen, auf Sieg zu fahren, wir zählen neben Columbia, Saxo Bank und Astana zu den Teams mit Siegchancen.»
Das Team hat ein wesentliches Ziel: Das Gelbe Trikot von Fabian Cancellara zu schützen, dessen Vorsprung auf Tony Martin (Columbia) in der Gesamtwertung lediglich 33’’ beträgt.
Das Team trudelt zusammenhanglos im Ziel ein, Evans und Lang alleine vorne. Die Mannschaft verliert bereits 1’12’’ auf die immer noch führende Formation von Katusha.
Die US-Truppe zählt zu den großen Favoriten auf den Tagessieg.
Bingen Fernandez musste kurz stehen bleiben, um einen Sturz in der Kurve zu vermeiden, die schon Mentschow und Ballan zum Verhängnis wurde.
Wrolich wurde noch vor dem Messpunkt der ersten Zwischenzeit von seinen Teamgefährten abgehängt.
Evans und seine Mitstreiter haben die Hälfte der Strecke zurückgelegt, und ihr Rückstand auf die aktuelle Zwischenbestzeit beträgt 1’04’’. Damit hat die belgische Formation die siebtbeste Zwischenzeit.
Johan Van Summeren ist der letzte Fahrer, der den Kontakt zur Gruppe verloren hat...
Im Ziel beträgt der Rückstand der Formation auf die aktuelle Bestzeit von Katusha 3’18’’.
Die Italiener erreichen das Ziel mit fünf Fahrern. Zur Erinnerung: Nach der Passage des fünften Fahrers auf der Markierung wird die Zeit der Mannschaft gemessen.
Im Gespräch mit letour.fr zeigte sich der Kapitän von Silence-Lotto von der Schwierigkeit der Tagesstrecke unbeeindruckt: «Das Zeitfahren ist nicht so technisch, obschon wir natürlich wachsam bleiben müssen. Der Wind könnte ein Problem darstellen. Heute Morgen konnten wir die Strecke nicht so lange erkunden, wie wir es gerne getan hätten, da die Logistik in diesem Jahr etwas kompliziert ist. Wir sind im Stau stecken geblieben, daher konnten wir nur eine Runde drehen. Die anderen Fahrer im Team machen alle einen guten Eindruck. Wir sind zwar alle etwas angespannt, das ist aber kein Grund zur Sorge.»
Es handelt sich um das einzige Team, das mit acht Fahrern startet, da Jurgen Van de Walle die Tour nach einem Schlüsselbeinbruch verlassen hat.
Im Team Silence-Lotto ist Jurgen Van de Broeck an vorletzter Position seiner Teamformation liegend gestürzt. Er versucht nun, die Lücke zu seinen Weggefährten wieder zu schließen.
Die Hälfte der Teams ist mittlerweile beim Mannschaftszeitfahren gestartet.
Das niederländische Team beendet die Etappe mit sieben Fahrern , 57’’ hinter der Zeit von Katusha.
Letour.fr hat Denis Leproux, den sportlichen Leiter von Agritubel, kontaktiert: «Heute Morgen sind wir auf Erkundungsfahrt gegangen und den ersten Teil für ziemlich schwierig befunden. Es gibt insbesondere eine Passage mit engen Straßen und vielen Kurven, wo ein Wechsel in der Führungsarbeit schwierig ist. Im Schlussteil der Etappe ist dann ein echtes Zeitfahren möglich. Im Team ist Christophe Moreau der Zeitfahrspezialist und demnach auch der Kapitän auf der Straße. Wir haben beim Trainingslager im Juni in der Gegend von Le Vercors an allen Automatismen und Gesten gearbeitet, wodurch die Fahrer miteinander kommunizieren können.»
Das russische Team beendet die Etappe mit sechs Fahrern und der Bestzeit, 6’’ schneller als Caisse d’Epargne...
Bonnet, Rolland und Arashiro zählen zu den Unglücksraben, die in einer Rechtskurve zu Fall gekommen sind. Das Team findet aber wieder zusammen...
Der erste "kämpferischste" Fahrer der Tour 2009, Ausreißer bei der 2. Etappe, kann dem Tempo seiner Mannschaft kaum folgen. Dabei gilt er eigentlich als Zeitfahrspezialist...
Mehrere Fahrer von Bbox sind in einer Rechtskurve zu Fall gekommen. Der Sturz hat sichtbare Spuren hinterlassen.
Die Formation hat den Zielstrich mit acht Fahrern in einer Zeit von 47’58’’ überquert, was einem Durchschnittstempo von 48,8 Km/h entspricht.
Katusha macht mächtig Tempo und steuert einer Zwischenbestzeit entgegen. Allerdings hat das Team unterwegs bereits zwei seiner Fahrer verloren, die dem hohen Tempo Tribut zollen und abreißen lassen mussten.
Katusha hat den Messpunkt bei Km 19,5 mit einem Rückstand von 11’’, Rabobank mit 51’’ passiert.
Das Team von Mentschow, der in der Anfangsphase gestürzt war, hat die ersten 10 Kilometer mit einem Rückstand von 53’’ auf die aktuelle Zwischenbestzeit von Caisse d’Epargne zurückgelegt.
Im Gespräch mit letour.fr weiß der sportliche Leiter von Bbox Bouygues Telecom nur zu gut, dass sein Team nicht mit den besten Zeitfahrmannschaften mithalten kann: "Wir werden unser Bestes geben, und die Hauptanweisung lautet, wachsam zu sein, denn zu Rennbeginn gibt es mehrere Stellen mit Sturzgefahr. Uns ist klar, dass wir bi heute Abend Zeit verlieren werden, doch hat das keine vitale Bedeutung, denn unser Ziel ist nicht die Gesamtwertung. Wir wollen eine Etappe gewinnen."
Ungeachtet der Vielzahl an Kurven und engen Straßen hat die Formation Caisse d’Epargne Km 19,5 nach 26’09’’ passiert, das entspricht einem Durchschnitt von 44,7 Km/h.
Nach 10 Rennkilometern verliert die russische Formation 9’’ auf Caisse d’Epargne.
Der Lampre-Kapitän ist in der gleichen Kurve wie Mentschow gestürzt. Er kann aber wieder mit dem Ersatzrad zu seinen Teamgefährten aufschließen. Allerdings hat seine Teamleitung vergessen, eine Trinkflasche am Sattel zu befestigen, sodass er die gesamte Strecke ohne Trinkmöglichkeit zurücklegen muss.
Mit drei Fahrern in der ersten Gruppe bei der Zielankunft in La Grande Motte hat die Formation Astana ihre Position an der Spitze der Mannschaftswertung gefestigt: 1’46’’ vor Columbia-HTC. Die Führung in dieser Wertung ist heute von besonderer strategischer Bedeutung, da Astana aus diesem Grund als letztes Team auf die Zeitfahrstrecke geht.
Der Zweite der Gesamtwertung, der Deutsche Tony Martin, ist ebenfalls der beste Jungprofi der Tour mit einem Vorsprung von 40’’ auf den Tschechen Roman Kreuziger.
Arnaud Coyot hat Schwierigkeiten, dem Tempo seiner Mannschaft zu folgen. Seine Weggefährten nehmen etwas Tempo raus, damit er wieder aufschließen kann.
Denis Mentschow ist auf den ersten Metern des Zeitfahrparcours in einer Kurve zu Fall gekommen. Nach einem Zeitverlust, der das Team teuer zu stehen kommen kann, reiht er sich wieder in die Formationsfahrt seiner Mannschaft ein.
Die sechs beim gestrigen Ausreißversuch eingeheimsten Punkte haben es Koen De Kort nicht ermöglicht, zum Finnen Jussi Vikannen aufzuschließen. Er führt weiterhin seit der Etappe von Brignoles die Bergwertung an. Der Finne besitzt einen Vorsprung von 3 Punkten auf den Niederländer.
Dank seines zweiten Tagessieges in Serie baute Mark Cavendish seine Führung in der Punktwertung weiter aus. Der bei der Ankunft in La Grande Motte zweitplatzierte Thor Hushovd belegt auch im Ranking den Platz hinter Cavendish. Der Rückstand beträgt 16 Punkte.
Fabian Cancellara war bei der gestrigen Etappe ausreichend wachsam und umsichtig, um auf die Attacke der Columbia-Mannschaft 30 Kilometer vor der Zielankunft zu reagieren. Der Schweizer blieb auf Tuchfühlung mit der Rennspitze, während sich viele andere Favoriten düpieren ließen. Er behauptet sein Gelbes Trikot, 33’’ vor Martin und 40’’ vor Armstrong, den beiden Hauptnutznießern des gestrigen Kraftaktes von Columbia.
Die russische Formation begibt sich mit ihrem Kapitän Wladimir Karpets auf die Strecke...
Caisse d’Epargne belegt in der Teamwertung den letzten Platz . Die Rote Laterne zählt allerdings gute Zeitfahrer in ihren Reihen wie Jose-Ivan Gutierrez (ehemaliger Juniorenweltmeister) und Luis-Leon Sanchez (spanischer Meister 2008, Vize-Weltmeister 2009). Das Team hat im Laufe des Jahres bereits ein Mannschaftszeitfahren gewonnen, genauer gesagt in der Region, zwischen Narbonne und Gruissans, bei der Mittelmeerrundfahrt.
Die 20 Teams brechen von der Place de la Comédie auf in Richtung Grabels, wo die erste Zwischenzeit ermittelt wird, danach folgen weitere Messpunkte in Murviel-lès-Montpellier und Pignan. Die Zielankunft findet nach der Durchfahrt von Saint-Jean-de-Védas statt, vor dem Stadion Yves Dumanoir. Die Astana-Mannschaft startet voraussichtlich um 16.43 Uhr.
Heute bestreiten die Fahrer ein Mannschaftszeitfahren auf einer 39 Kilometer langen Strecke rund um Montpellier. Der Startschuss erfolgt um 14.30 Uhr auf der Place de la Comédie für das Team Caisse d’Epargne.