Reiseführer

etappe 12 - Montpellier Castres 178.5 km
Freitag 20 Juli

Wissenswertes

  • Villeveyrac. Aus der ehemaligen Abtei, in der einst mehr als 300 Mönche lebten, ist inzwischen eine renommierte Kellerei geworden, selbstredend auf Weine aus den Hängen des Languedoc spezialisiert.
  • Bédarieux. Die Bergspitze von Tantajo bietet ein außergewöhnliches Panorama des gesamten Orb-Tales.
  • Hérépian. Hier besichtigt man eine der letzten aktiven Glockengießereien.
  • Olargues. Der Blick auf das auf einer Bergspitze thronende Mittelalterdorf mit der tiefer liegenden Brücke Pont du Diable liefert ein schönes Postkartenmotiv.
  • Castres. Das Goya-Museum wartet mit der schönsten spanischen Gemäldesammlung in Frankreich auf.
 

Montpellier - km 0

 

Montbazin - km 14

2.240 Einwohner

Dieses kleine Dorf aus dem Mittelalter kann auf eine sehr bewegte Geschichte zurückblicken. Ein Beleg dafür sind die zahlreichen Relikte, die in der Kapelle St. Pierre, einem Schmuckstück des 12. Jahrhunderts mit ihren Wandfresken, ausgestellt sind. Das alte Dorf mit den Überresten seiner aufeinander folgenden Ringmauern ist eine Augenweide für die Liebhaber alter Steine. Die Rebe, Haupteinnahmequelle des Dorfes, bringt bemerkenswerte Weine unter der Qualitätsbezeichnung Côteaux du Languedoc hervor.

 

Villeveyrac - km 21,5

2.211 Einwohner

Entwickelt hat sich das Dorf rund um die Abtei von Valmagne, ein beeindruckendes Beispiel der Zisterzienserarchitektur. Nach ihrer Gründung 1138 stieg sie rasch zu einer der reichsten Südfrankreichs auf. Der Hundertjährige Krieg sowie die Konfessionskriege führten zum unausweichlichen Niedergang der Abtei, in der zu Glanzzeiten über 300 Mönche lebten. Mit der Revolution wurden auch die letzten Mönche aus der Abtei vertrieben und Valmagne geplündert. Nach dem Aufkauf durch den Grafen von Turenne wurde die Kirche zum Weinlager umfunktioniert, woraufhin sie den Beinamen „Cathédrale des vignes“ (Kathedrale der Weinreben) erhielt. Auch heute noch bleibt die Abtei aufgrund ihrer imposanten 23 Meter hohen und 83 Meter langen Kirche wie auch wegen ihres Klosters ein bewundernswertes Bauwerk. Neben der Rolle als Kulturveranstaltungsort hat die Abtei die nach der Revolution begonnene Winzertätigkeit fortgesetzt und führt heute ein ausgezeichnetes Sortiment an Weinen mit dem Herkunftsprädikat Côteaux du Languedoc.

 

Bédarieux - km 71

5.962 Einwohner

Das im Herzen einer an prähistorischen Orten reichen Region gelegene Bédarieux entwickelt sich ab dem 12. Jahrhundert. Von der antiken Vergangenheit der Stadt zeugen auch auf den Anhöhen errichtete gallisch-römische Befestigungen.

Das befestigte Landhaus des 14. Jahrhunderts ist das markanteste Relikt einer von Kriegen durchzogenen Mittelalterepoche. Auf dem Kalkplateau von Bédarieux entstanden ab der Mitte des 19. Jahrhunderts kleinere Steinbauten für die Landwirte, die daraufhin die Hänge bepflanzten und Reben anbauten.

Die 518 Meter hohe Hügelspitze von Tantajo ist eine andere Anhöhe mit toller Aussicht auf die Region und einem außerordentlichen Weitblick über das gesamte Orb-Tal. Schon in der Römerzeit diente die Anhöhe als Beobachtungsposten, und Bédarieux ist an ihrem Fuße gewachsen.

Menschen mit einer Vorliebe für spektakuläre Aussichten werden auch Gefallen finden am Deich, der im 18. Jahrhundert zum Schutz vor dem Orb-Hochwasser erbaut wurde. Der Blick auf den Deich mit seinen 37 Platanen und im Vordergrund dem 37 Bögen zählenden Viadukt über das Tal, ist außergewöhnlich.

Zu den Söhnen der Stadt zählt auch der französische Nationalverteidiger Vincent Candela, Spieler der siegreichen Nationalmannschaft Frankreichs bei der Fußballweltmeisterschaft 1998.

 

Hérépian - km 81,5

1.370 Einwohner

Interessant ist das Dorf insbesondere aufgrund seiner Glockengießerei, einer der letzten noch aktiven. Diese auf dem Gelände des alten Stadtbahnhofes installierte Schmelzerei steht Besuchern offen, und in ihrem Museum erkennt man den Unterschied zwischen einzelnen Glockenarten, von Kuhglocken mit Schellen über Clarine-Kuhglocken (sanfter und melodischer Klang) und große Kirchenglocken. Man kann ebenfalls die Bronzeschmelze in der eigentlichen Gießerei bewundern.

 

Lamalou-les-Bains - km 84

2.156 Einwohner

Die Tugenden des Wassers von Lamalou-les-Bains erlangten im 13. Jahrhundert erste Bekanntheit, als sich die Thermalausrichtung der Stadt etablierte. Aus dieser Zeit stammt auch die schöne Kirche Saint-Pierrre-de-Rhèdes aus Buntsandstein, ein prächtiges Beispiel der ländlichen romanischen Architektur Südfrankreichs.

Erstmals tauchte Lamalou unter dieser Bezeichnung 1878 auf, bis dato trug die Ortschaft den Namen Villecelle. Durch Grabungsarbeiten im Boden des Ortes mit Blick auf eine Bergbautätigkeit kamen die Quellen von Lamalou ans Tageslicht. Der Legende zufolge hätte ein Bauer im aufgetauchten Schlammwasser gebadet und dann Rheuma- und Gliederbeschwerden vergessen.

Das Thermalbad entwickelte sich am Ende des 19. Jahrhunderts mit dem Bau von Kasino und Theater im typischen architektonischen Stil des Jahres 1900 und dem Zierschmuck dorischer Säulen sowie, für das Kasino, prachtvollen, denkmalgeschützten Glasfenstern.

 

Olargues - km 101

571 Einwohner

Olargues ist ein altes Dorf aus dem Mittelalter und liegt auf einer Bergspitze in idealer Lage zur Verteidigung der Bevölkerung am Fuße des Massivs der Espinouse. Das nacheinander von Römern, Vandalen und dann Westgoten besetzte Olargues entwickelte sich ab dem 10. und 11. Jahrhundert zu einer Festung. Der Vicomte von Minerve ist der Bauherr des Schlosses, dessen jetziger Glockentrum früher sicherlich als Bergfired diente und hinter dem sich die heute nicht mehr vorhandene Kirche Saint-Laurent befand. Die Brücke Pont du Diable (Teufelsbrücke) über den Jaur stammt aus dem Jahr 1202 und erlangte ihren Namen angeblich, weil die Bevölkerung darauf Pakte mit dem Bösen geschlossen hat. Olargues ist ein idealer Ausgangspunkt für Ausflüge in die Bergwelt von Espinouse oder die Orb-Schlucht.

 

Saint-Pons-de-Thomières - km 118

2.287 Einwohner

Die erste menschliche Besiedlung reicht sehr weit in die Vergangenheit zurück, und man spricht sogar von sanktponianischer Zivilisation für die hier schon etwa 3.000 Jahre v. C. ansässige Völkerschaft. Spuren dieser ersten Bewohner befinden sich im Museum für regionale Vorgeschichte. Die Grotte von Devèze, die 1886 unter dem Bahnhof von Corniou beim Bau der Eisenbahnlinie Bédarieux-Castres entdeckt wurde, zeugt ebenfalls von dieser prähistorischen Vergangenheit.

Die Ursprünge des eigentlichen Saint-Pons-de-Thomières gehen auf die Gründung der Abtei 936 zurück. Aus Saint-Pons wurde 1317 der Sitz einer Diözese, die sich auf den nord-westlichen Teil des aktuellen Departements Hérault ausdehnte. Die alte Kathedrale, die im 15., 16. und 18. Jahrhundert Umbauarbeiten durchlief, ist heute ein Relikt dieser Prunkzeit. Ihre vier mit Zinnen versehenen Ecktürme erinnern an ihren Befestigungscharakter in den ersten Jahren, was auch für die Reihen der Schießscharten gilt. Das als „Porte des Morts“ (Pforte der Toten) bezeichnete Portal ist reich verziert.

Das andere bemerkenswerte Bauwerk in Saint-Pons ist der mit Zinnen bewehrte Turm des Grafen Pons, den man bei einem Abstecher zur am Fuße eines Felsen entspringenden Quelle des Jaur entdeckt. Saint-Pons ist auch der Ausgangspunkt vieler Ausflüge durch das Gebiet Somail, dem waldreichsten Teil im Espinouse-Gebirge.

 

Le Tarn (81)

Le Tarn, das zweitgrößte Departement der Region Midi-Pyrénées wegen seiner Größe und seiner Bevölkerung (etwa 360.000 Einwohner), vereint auf wundersame Weise seine ländliche und oft bergische Landschaft (Montagne noire) mit einem Klima, das zugleich von der Frische des Atlantiks und der Mittelmeersonne profitiert.

Eine ganze Zeit lang galt Le Tarn im Wesentlichen als Agrardepartement, wobei diese Tätigkeit im Leben der Dörfer weiterhin eine tragende Rolle spielt, konnte aber neben einigen Lokalriesen wie Laboratoires Pierre Fabre eine Vielzahl äußerst diversifizierter KMU anziehen.

Die Lebensmittebranche zählt zu den Stärken des Departements, insbesondere in Lacaune, aber auch Glas, Baustoffe, Leder, Metall und Textilien stellen weitere Industriezweige dar, die zum Reichtum von Le Tarn beitragen.

Das 1790 gegründete Departement ist ebenfalls eine geschichtsträchtige Gegend, war sie doch einst in der Hand der Katarer - man sprach sogar von Albigensern, um die „Ketzer“ zu bezeichnen. In der Folge spielten sich in der Region heftige Kämpfe zwischen Protestanten und Katholiken ab. Die Rivalität zwischen Albi und Castres bestimmte auch die Geschichte einer zugleich rebellischen und künstlerischen Gegend, ganz nach dem Abbild ihrer beiden Berühmtheiten, Jean Jaurès, Abgeordneter von Carmaux, und Toulouse Lautrec.

 

Anglès - km 143,5

563 Einwohner

Seit einigen Jahren lebt Anglès im Wesentlichen vom „grünen Gold“ seines ausgedehnten Waldbestandes und vom „blauen Gold“ der Stauseeanlagen, die durch die Installation der Wasserkraftwerke von Raviège und Saint-Peyres geschaffen wurden.

Aber auch die Landwirtschaft bleibt präsent, besonders durch die Schafszucht für die Belieferung der Käsereien von Roquefort, und die Kälberzucht mit Muttertier.

Kennzeichnend für Anglès sind die für die Bergwelt typischen Häuser mit Granitwänden und Schieferdächern, die an die Stelle der lauzes (Dachplatten aus Schiefer, Kalkschiefer oder Sandstein) von einst getreten sind. Die restaurierten, soliden Gemäuer sind in vielfach zum Zweitwohnsitz umgebaut worden.

 

Boissezon - km 165

390 Einwohner

Aus Boissezon, dem malerischen Dorf des Departements Le Tarn, mit seinem Wachturm aus dem 13. Jahrhundert ist ein Touristenort geworden, an dem Maler, Töpfer und Handwerker Quartier bezogen haben. Das inmitten des regionalen Naturparks Haut-Languedoc gelegene Dorf bezieht seinen Namen angeblich von buis, einer häufig auftretenden Baumart der Region. Ein Beleg dafür ist der Col du Buis, der bei Kilometer 74,5 passiert wird.

Wie viele andere Dörfer der Region wurde Boissezon am Anfang des 13. Jahrhunderts befestigt. Während der Konfessionskriege besetzten abwechselnd Protestanten und Katholiken das Schloss, bevor der Vicomte von Paulin es mit Ausnahme des noch heute erhaltenen Wachturmes abreißen ließ.

Eine Dorflegende erwähnt die Anwesenheit einer Fee, der Salimonde, die nur an Lichtmess auftaucht und einen Apfel isst, wenn eine gute Ernte bevorsteht.

 

Noailhac - km 168

712 Einwohner

Im Jahr der Rugby-WM ist es unmöglich, Noailhac zu erwähnen ohne zunächst Abbé Pistre zu nennen. Er war der Geistliche dieser Pfarre und einer der leidenschaftlichsten Rugby-Anhänger des Landes. Er gehört zu den wenigen Pfarrern, die Rugby auf der höchsten Ebene gespielt haben, und trug in den 20er Jahren stolz das Trikot des SC Albi. Er galt auch als großer Fan der Tour de France, die er wiederholt begleitete. In Noailhac unterhielt er enge Kontakte mit dem Bürgermeister, Notar Gabarrou, dem langjährigen Präsidenten des Rugbyklubs Castres Olympique, dessen Geistlicher in den 30er Jahren auch Trainer war. Abbé Pistre, der durch seine Kommentare bei den Turnierspielen mit Georges De Caunes Bekanntheit erlangte, ist 1981 heimgegangen.

 

Castres - km 176,5

43.400 Einwohner

Castres liegt auf der Via Tolosana von Santiago de Compostella, weil seine Abteikirche die Reliquien von Saint-Vincent, dem Märtyrer Spaniens, beherbergte. Daher wurde Castres lange Zeit als zweite Stadt des Gebietes Albigeois geführt.

Im 19. Jahrhundert erfuhr Castres eine beträchtliche Entwicklung mit mechanisierten Mühlen um 1815 für das Walken der Wolle, eine florierende Aktivität, die bis zu 3.000 Personen in 50 Mühlen beschäftigte.

Am Ende des 19. Jahrhunderts nahm der Maschinenbau in der Wirtschaft einen großen Platz neben dem für den Großen Krieg 1914-18 wertvollen Waffenlager und der Ankunft der Eisenbahn 1865 ein.

Castres und Rugby

Wie die Nachbarstadt Toulouse ist Castres „okzitanisches“ Gebiet (nach „Okzitanien“, für das südlich, romanisch geprägte Frankreich gegenüber dem nördlichen Landesteil, der als Bereich der langues d’oïl bekannt ist - aufgrund der religiös anmutenden Verehrung des Rugbysportes im Süden auch mit dem Beinamen terre d’ovalie versehen) und mit einem Verein in der ersten Profiliga vertreten. Die Blau-Weißen wurden 1949, 1950 und 1993 Landesmeister.

Gérard Cholley, ehemaliger Nationalspieler und Stürmer der ersten Reihe, bestritt alle Spiele beim Turnier der fünf Nationen, als Frankreich 1977 der Grand Slam gelang.

Das Goya-Museum

Das Goya-Museum, in Anlehnung an den spanischen Maler Francisco de Goya (1746-1828), „den Maler des Königs“, verdankt man der Großzügigkeit des 1837 in Barcelona geborenen spanischen Malers Marcel Briguiboul, der sich in Castres niederließ, nachdem er zuvor in Paris gearbeitet hatte. Briguiboul, ein Freund Renoirs und Manets und Urheber von 219 Gemälden, hatte im Mai 1881 in Madrid die drei Gemälde von Goya gekauft, die auch heute im Museum von Castres ausgestellt sind: das Selbstportrait mir Brille, das Portrait von Francesco del Mazo und die Junta der Philippinen. Diese Werke sind 1893 in den Besitz der Stadt Castres übergegangen, im Jahr nach dem Ableben Briguibouls. Das Goya-Museum zählt in Frankreich die meisten spanischen Gemälde.

Die Stadt von Jacques Esclassan

Wie Jean Jaurès ist auch Jacques Esclassan an einem 3. September in Castres geboren… aber 89 Jahre nach dem sozialistischen Führer (1948).

Jacques Esclassan, der Gewinner des Grünen Trikots 1977, hat sieben Etappen der Tour de France und große Rennen für sich entschieden, und praktisch immer im Sprint.

Beruflich hat er schön umgesattelt, zunächst als Fahrradfachhändler in Castres und später 1988 in seiner Eigenschaft als Generalrat des Departements Le Tarn. Der Ex-Champion arbeitet heute in einer gemischtwirtschaftlichen Gesellschaft im Departement.

Castres und Jaurès

Jean Jaurès wurde am 3. September 1859 in Castres geboren. Sein Vater war Landwirt, seine Mutter kümmerte sich vorwiegend um seine Erziehung. Nach einer glänzenden Vorbereitung am Lycée Louis-Legrand besuchte er als Klassenbester die Geisteswissenschaftliche Hochschule 1878 und wurde Drittbester in der Agrégation für das Fach Philosophie (Prüfung im Auswahlverfahren für das Lehramt). Der Lehrer am Gymnasium von Albi wurde anschließend außerordentlicher Professor an der Philosophischen Fakultät von Toulouse.

Nach seiner Wahl als republikanischer Abgeordneter 1885 tagte er zunächst in der Kammer an der Seite der opportunistes. Aufgrund seiner Mitte-Links-Ausrichtung unterstützte er Jules Ferry, obgleich sein „großes Vorbild“ Léon Gambetta blieb. Im Zuge seiner Wahlniederlage in Carmaux 1889, gegen den Marquis de Solages, den Bergwerkspräsidenten von Carmaux, arbeitete Jean Jaurès für die Dépêche. Durch seine Arbeiten, seine Kenntnis der Arbeiter- und Sozialistenkreise entschied er sich schließlich für den Sozialismus.

Später wurde der Marquis Solages mit einem Streik konfrontiert, nachdem er den Bergarbeiter Calvignac, zugleich Bürgermeister der kleinen Ortschaft, entlassen hatte. Als Grund führte er an, letzterer habe seinen Arbeitsplatz ohne Genehmigung verlassen, um seines Amtes als gewählter Vertreter zu walten. Mit der Unterstützung von Jaurès erhielten die Kumpel von der Regierung die Wiedereinstellung Calvignacs. Vorher sahen sie sich aber 1500 im Namen der Arbeitsfreiheit angeforderten Soldaten gegenüber! Der Marquis trat zurück, und Jaurès erhielt seinen Abgeordnetensitz zurück. Am Vorabend des Großen Krieges erklärte er sich zum Pazifisten und widersetzte sich dem Gesetz über den von Driant vorgeschlagenen und 1913 beschlossenen dreijährigen Militärdienst. Aus diesem Anlass lud er alle Pazifisten am 25. Mai 1913 zu einer Großversammlung im Pré Saint-Gervais.

Am 31. Juli 1914 befand sich Jaurès im Café du croissant, als er von Raoul Vilain getötet wurde. Dessen Freispruch erfolgte am 29. März 1919! Schließlich wurde der nach Ibiza ins Exil ausgewanderte Vilain von einer Gruppe spanischer Republikaner zu Beginn des Bürgerkrieges in Spanien erschossen.