Reiseführer

etappe 11 - Marseille Montpellier 182.5 km
Donnerstag 19 Juli

Wissenswertes

  • Eyguières. Die Stadt der Brunnen und Quellen. Eine hier eingelegte Pause bietet garantiert Erfrischung.
  • Mouriès. Die Olivenöle der Vallée des Baux (AOC) sind die begehrtesten in der Provence. Diejenigen aus der Pressung der Ölmühle Moulin de Mouriès wurden mit drei Goldmedaillen gekrönt.
  • Fontvieille. Seine Mühle hat Alphonse Daudet zu seinen Erzählungen inspiriert. Sie beherbergt heute ein Museum über den Verfasser der berühmten Briefe…
  • Arles. Die farbenfrohe Stadt, die von Van Gogh gemalt wurde, lohnt auch einen Umweg wegen seiner Ruinen aus der Antike: Theater, Arenen, die Thermen von Konstantin.
  • Montpellier. Die dynamischste Stadt Frankreichs in demographischer Hinsicht. An der Place de la Comédie ist immer etwas los.
 

Septèmes-les-Vallons - km 0,5

10.232 Einw.

Septèmes-les-Vallons, dieses Städtchen am Rande von Marseille, ist vor allem bekannt wegen eines seiner ruhmreichsten Kinder, Zinedine Zidane, der auch für den örtlichen Fußballverein - SO Septèmes - unter der Obhut von Robert Centenero gespielt hat, bevor er von regionalen Talentscouts entdeckt wurde und zur Mannschaft von Cannes wechselte.

 

La Fare Les Oliviers - km 28

6.414 Einw.

„La Fare“ steht dafür, dass dieser Marktflecken über lange Zeit hinweg als Beobachtungsposten diente, um die einfallenden Barbaren und Sarazenen von den „Castellas“ aus abzuwehren. „Les Oliviers“ steht dafür, dass diese Anbauart dem Ort in der Tat seinen Wohlstand beschert hat und noch immer sein Hauptgewerbe darstellt. Das Oliven- und Weinfest wird jedes Jahr am zweiten Wochenende im Oktober abgehalten, und dazu findet sich immer wieder einer der berühmtesten Bürger von La Fare ein, nämlich der Schauspieler Philippe Caubère, der einem der sehr gelungenen AOC-Weine aus der Dorfproduktionen seinen Namen geliehen hat.

 

Eyguières - km 55,5

4.499 Einw.

« Wasser, nur Wasser » hätte der Marquis de Sade sagen können, der einem Zweig der berühmtesten Familie der Stadt entstammte. Eyguières, das ‘Quellen’ bedeutet, erweist sich in der Tat als die Stadt, welche die meisten Quellen und Brunnen in der Provence zählt. Auch heute noch kann man Dutzende zählen, wie etwa die Quelle Coquille, welche daran erinnert, dass Eyguières sich auf dem Jakobsweg nach Compostella befand, der malerische Brunnen Cocotte, der seinen Namen vom republikanischen Hahn (‘coq’) erhalten haben soll und der auf seinem Dachfirst angebracht wurde, oder die Quelle Gilouse, die einer Fee gewidmet wurde, die den Liebenden ihren Schutz gewährte.

Das Dorf, das um ein sehr schönes Castellas aus dem 12. Jahrhundert herum angesiedelt wurde, umfasst ebenfalls den höchsten Punkt der Alpilles, den Tour des Opies mit einer Höhe von 498 Metern.

 

Mouriès - km 69,5

2.525 Einw.

Und damit wären wir im Königreich der Oliven und Olivenbäume angelangt. Mit 80.000 Olivenstöcken auf seinem Grundgebiet ist Mouries die wichtigste Olivenanbauregion im Süden Frankreichs. Die genossenschaftliche Ölmühle, die auf das Jahr 1626 zurückgeht und besichtigt werden kann, hat 2006 drei Goldmedaillen erhalten.

Die Botanikfreunde möchten wir daran erinnern, dass ein Olivenbaum jährlich 5 bis 30 Kilo Oliven produzieren kann. Die Produktion ist zweijährlich, da der Baum nur jedes zweite Jahr viele Früchte abwirft. Das in den winzigen Taschen im Herzen der Olivenzellen enthaltene Öl wird in drei Phasen gewonnen: Mahlen, Pressen und Dekantieren. Das native Olivenöl ist ein Produkt, das die Verdauung unterstützt und gegen das schlechte Cholesterin ankämpft. Den Begleitern also nur zu empfehlen…

 

Maussane-les-Alpilles - km 76,5

2.003 Einw.

Wie der Nachbar Mouries ist Maussane-les-Alpilles auch eine Hochburg der Olive, mit 37.000 Stöcken und zwei Mühlen, Mas des Barres und Moulin Jean-Marie Cornille. Mit einer Jahresproduktion von 390.000 Litern ist Maussane der größte Produzent von AOC-Olivenöl in Frankreich. Tafeloliven und Honig sind weitere erstklassige Produkte aus diesem Dorf der Alpilles an der antiken Via Aurélia.

Im Jahr 2007 wird der hundertjährige Geburtstag von René Char begangen, einem der großen provenzalischen Dichter des 20. Jahrhunderts. An dieser Stelle zu erwähnen ist sein Gedicht « Seigneurs de Maussane » (Die Herren von Maussane), das 1950 in der Sammlung « Les Matinaux » veröffentlicht wurde.

 

Les Alpilles

Das Gebirgsmassiv der Alpilles ist die Verlängerung von Alpen und Luberon. Dieses Kalksteinmassiv liegt zwischen Arles, Avignon und Salon de Provence. Die Alpilles erstrecken sich über etwa 40 Kilometer zwischen Rhone und Durance und überragen dabei La Crau und die Ebenen der Rhonemündung. In diesem fragilen Gebiet des Massivs, dessen Bewohner die Einstufung als Naturpark beantragen, sind 960 Pflanzenarten, 90 Vogelarten, 19 Fledermausarten und mehrere Hundert Insektenarten zu Hause.

 

Fontvieille - km 84

3.659 Einw.

Fontvieille wird geradezu erdrückt durch die Präsenz der berühmtesten Mühle der Welt, derjenigen, in der Alphonse Daudet die « Lettres de mon moulin » (Briefe aus meiner Mühle) geschrieben hat. Die Mühle beherbergt nunmehr ein Daudet-Museum und dient als Ausgangspunkt für mehrere Themenbesichtigungen rund um das Werk des berühmtesten Bewohners dieses Dorfes.

Fontvieille war aber auch der Zufluchtsort von Yvan Audouard, dem eigenwilligen Romanschriftsteller und ätzend ironischen Journalisten bei der satirischen Zeitung Canard Enchaîné. Dieser war ein großer Freund der ‚petite reine’ (kleine Königin = Radsport) und verließ seine zahlreichen Freunde im Jahre 2004. Es gibt von ihm eine Reihe von treffenden Zitaten zur Tour, die bis heute ihre Gültigkeit behalten haben.

 

Arles - km 93

51.614 Einw.

Wollen wir einige der berühmtesten Kinder der Stadt Arles in Erinnerung rufen im Versuche, die zahlreichen Berufungen der flächenmäßig größten Stadt Frankreichs und einer der - sowohl mit Bezug auf ihre politische und religiöse Vergangenheit als auch durch ihre kulturelle Aktualität - bedeutendsten Städte der Provence aufzuzeigen: der römische Kaiser Konstantin II., der Fotograf Lucien Clergue, der Modeschöpfer Christian Lacroix, die hundertjährige Jeanne Calment. Hinzufügen können wir im Grunde auch noch Frédéric Mistral, der ganz in der Nähe in Maillane geboren wurde, sowie Vincent Van Gogh, der dort für die Malerei geboren wurde, und schon ist das Bild komplett.

Konstantin II. und dann sein Sohn Konstantin III, der Arles zu seiner Hauptstadt machte, verkörpern die römische Vergangenheit der Stadt. Im Gegensatz zu Marseille gelang es Arles, bis zum heutigen Tage zahlreiche Überreste ihres römischen Glanzes zu erhalten, wie etwas das antike Theater, die Arenen oder die Thermen von Konstantin.

Auch wenn Mistral sein Studium in Avignon und dann in Aix absolviert und das Ende seines Lebens in seinem Dorf Maillane verbracht hat, so gründete er doch in Arles das Arlaten-Museum, ein ethnographisches Museum über die provenzalische Kultur, das er mit dem im Jahre 1904 erhaltenen Nobel-Preis für Literatur finanzierte. Die literarische Berufung der Stadt bestätigte sich erneut im Laufe der zwanzig letzten Jahre mit der Gründung und Etablierung von Actes Sud, einem der innovativsten Verlagshäuser Frankreichs und einem der ersten, die es in der Region geschafft haben.

Ein weiterer Sohn des Landes, Christian Lacroix, ist wiederum das Symbol für die Liebe der Stadt zu Mode, Farben, bunt verzierten Kleidern und provenzalischen Stoffen, die ebenfalls zum Ruf der Region beigetragen haben.

Diese Farben und dieses Licht waren natürlich auch die Stoffe, die Van Gogh während seines Aufenthaltes im berühmten „gelben Haus“ in Arles verwendet hat; er lebte dort im Wesentlichen von Februar 1888 bis Mai 1889.

Lacroix ist im Übrigen im Sternzeichen des Stieres geboren, was vielleicht kein Zufall ist in dieser Hochburg des Stierkampfes, die dieser Kunst einige seiner großen Namen beschert hat.

Die Fußballfreunde würden es uns nicht verzeihen, wenn wir Djibril Cissé und Gaël Givet vergessen sollten, die beide in Arles geboren wurden.

 

Region Languedoc-Roussillon

2.520.000 Einw.

Die Region Languedoc-Roussillon weist zwar mit den südlich anufernden Lagunen und dem Mittelmeer einerseits und den nördlichen Gebirgszügen und ländlichen Gebieten andererseits eine große geographische Vielfalt auf, bietet jedoch von den klimatischen Bedingungen her eine große Homogenität, die gerade ihre Stärke ausmacht. Ihr mediterranes und sonniges Klima war über Jahrhunderte hinweg der besondere Reichtum ihrer Landwirtschaft und lockt nunmehr Touristen und Neuankömmlinge an, welche die Bevölkerung dieser Region in einem halben Jahrhundert explosionsartig haben ansteigen lassen. Montpellier und das Departement Herault sind am stärksten betroffen, die gesamte Region aber - mit Ausnahme des Gebiets Lozère - weist das stärkste demographische Wachstum Frankreichs auf. Das Languedoc-Roussillon könnte somit bis 2030 bis zu 3.100.000 Einwohner zählen, was einer Zunahme von 34% gegenüber 2000 entspräche.

 

Departement du Gard (30)

Hauptort: Nîmes.
623.000 Einw.

Das Departement du Gard liegt eingeklemmt zwischen denen von Bouches-du-Rhône und Hérault und somit am Mittelmeer, auch wenn es im Gegensatz zu seinen beiden Nachbarn über einen nicht sehr langen Küstenstreifen von nur 23 km als Meeresfront verfügt. Dies hat zumindest ausgereicht, um aus Port-Camargue den größten Jachthafen Europas zu machen. Sein Hauptort Nîmes hat das antike Flair wahren können und bleibt eine der Hochburgen des Stierkampfes in Frankreich, dessen Arenen Tempelanlagen gleichen. Der Tourismus ist - mit historischen Stätten wie dem Pont du Gard (antiker Aquädukt) und dem hübschen Städtchen Uzès - eines der Haupttrümpfe eines Departements mit leistungsfähiger Landwirtschaft - Wein, Obst, Oliven - und einer diversifizierten und modernen Industrie.

Hauptorte der Arrondissements: Alès, Le Vigan.

 

Saint-Gilles du Gard - km 113,5

11.626 Einw.

Saint-Gilles, das seinen Namen dem berühmten Abt verdankt, der seine letzte Ruhestätte in seiner von der Unesco als Weltkulturerbe eingestuften Abteikirche aus dem 11. Jahrhundert gefunden hat, war eine der wichtigsten Pilgerstätten der Christenheit. Von der Kirche, die ab dem 11. Jahrhundert erbaut und von den Protestanten während der Religionskriege teilweise zerstört wurde, bleiben nur noch die Krypta und die mit Bildhauerarbeiten verzierte Fassade übrig, die dem Gebäude ein ganz besonderes Aussehen verleihen.

Eventuelle Ausstiegskandidaten bei der Tour finden in Saint-Gilles den Flughafen von Nîmes.

 

Departement de l'Hérault (34)

Hauptort: Montpellier
900.000 Einw.

Neben der mediterranen Ausrichtung mit den Seebädern von Palavas-les-Flots, Grande-Motte, Carnon oder Cap d’Agde weist das Departement ebenfalls eine lange Tradition der Fischerei und der Meerestätigkeit in den Lagunen von Thau oder Mauguio auf. Weiter nördlich ermöglichen die Seen von Salagou oder Raviège zahlreiche Wassersportarten. Über den weiten Ebenen, in denen sich die Bevölkerung in den Städten Montpellier, Béziers oder Sète konzentriert, kündigen der Mont Aigoual (1.547 m), der Mont Saint-Clair oder der Pic Saint-Loup die Cevennen an. Die Landwirtschaft - die Weine von Pic Saint-Loup, Saint-Chinian, Faugères, Côteaux du Languedoc, Minervois, Muskat - und der Fremdenverkehr vereinen sich ideal mit Industrietätigkeit und Spitzentechnologie, die Montpellier insgesamt zu einer der Städte mit dem schnellsten Bevölkerungswachstum in Frankreich machen.

Hauptorte der Arrondissements: Béziers, Lodève.

 

Lunel - km 142,5

22.582 Einw.

Es kursiert eine schöne Legende zu den Einwohnern von Lunel, die als « pêcheurs de lune » (Mondangler) bezeichnet wurden, weil Sie in dunklen Nächten zum Angeln in den aalreichen Mooren gingen. Die Reisenden leiteten davon ab, dass sie in ihren Reusen „den Mond angelten“.

Lunel ist die Heimat des Filmemachers Louis Feuillade (Fantomas), des Malers Jean Hugo und des Philanthropen Louis Médard, der seiner Kommune mehr als 5.000 seltene Werke zurückließ.

 

Mauguio - km 156,5

14.974 Einw.

Bei der Durchquerung von Mauguio werden sich die spanischen Fahrer im Peloton ein wenig wie zu Hause fühlen, so stark ist die spanische Gemeinschaft in dieser Stadt vertreten. Die Spanier von Mauguio wurden ab dem Ende des 19. Jahrhunderts vom Weinanbau angelockt und haben dabei eine wahre iberische Enklave im Languedoc entstehen lassen.

Doch die Scholle, die in diesem Vorort von Montpellier vorrangig zu finden ist, ruft eine uralte und ruhmreiche Vergangenheit in Erinnerung. Vor der Gründung von Montpellier war diese Stadt nämlich die regionale Hauptstadt und die Hochburg der lokalen Herrscher, der Grafen von Melgueil, die dort ihr Castrum errichteten. Diese mächtige Familie, die das Erbe der Grafen von Maguelone angetreten hat und durch die Geldprägung über die Region herrschte, beschenkte Guilhem mit dem Grund und Boden, der später zu Montpellier werden sollte.

 

Montpellier - km 168,5

244.000 Einw.

Sonne, Strand, große Räume und Hochschultradition: all dies hat dazu beigetragen, dass Montpellier zu einem Attraktionspol geworden ist und die Stadt in Frankreich darstellt, die in den letzten fünfzig Jahren die spektakulärste Expansion vollzogen hat, denn die Bevölkerung ist von 100.000 Einwohnern im Jahre 1944 bis 2005 auf mehr als das Doppelte von 244.000 Einwohnern angewachsen.

Der Zustrom von Pieds noirs (frz. Siedler aus Algerien) nach dem Algerienkrieg, Einwanderern aus Spanien und dann aus den Maghreb-Staaten, die Verlagerung der Bevölkerung Frankreichs gen Süden, vor allem aber der ständige Zustrom von Studenten in der ältesten Universitätsstadt Europas - zwischen 60.000 und 70.000 studieren dort jedes Jahr -, haben die Hauptstadt des Languedoc-Roussillon grundlegend verwandelt.

Das ideal zwischen Spanien und Italien an der Küste in der Nähe der Via Domitia gelegene Montpellier verzeichnete bereits im Mittelalter einen raschen Zuwachs. Seine Kirche Notre-Dame des tables war ein obligatorischer Zwischenhalt der Jakobspilger nach Compostella, und es ließen sich daraufhin Krankenhäuser und karitative Organisationen in der Stadt nieder, die mit der Unterstützung der Pilger betraut waren und dieser somit ihre medizinische Berufung bescherten.

Im 14. Jahrhundert wurde die Stadt von Epidemien heimgesucht, im Zuge derer die Bevölkerung um die Hälfte dezimiert wurde, die in ihrer Verzweiflung eine riesige Kerze von 3.888 Metern - gemäß dem Umkreis der befestigten Stadt - angefertigt hat, die vor der Notre Dame-Kirche ausgerollt wurde. Im Zuge ihres Abbrennens kehrte der Frieden wieder ein.

Als Hochburg des Protestantismus wurde die Stadt schwer von den Religionskriegen getroffen, während derer alle Kultstätten zerstört wurden, mit Ausnahme der Kathedrale Saint-Pierre, die aber auch stark beschädigt wurde. Im Jahre 1622, nach einer langen Belagerung, führte Ludwig XIII. die Stadt in den Schoß der katholischen Kirche zurück. Dieses 17. Jahrhundert war das der großen Arbeiten: in dieser Zeit wurde in der befriedeten Stadt der Place de la Comédie gebaut, der in der Folge das pulsierende Herz der Stadt bleiben sollte.

Montpellier und die Kultur

Seine Hochschulberufung hat Montpellier zu einer Stadt der Kultur werden lassen. Sie ist die Geburtsstätte von einigen Persönlichkeiten der Literatur, wie Auguste Comte, dem Vater der Soziologie, Léo Malet, dem Schöpfer von Nestor Burma und Vorreiter des französischen Roman noir, oder des Dichters Francis Ponge, selbst wenn sie nicht sehr lange dort geblieben sind. Rabelais hielt sich voller Enthusiasmus dort auf, genau wie Nostradamus, der dort sein Medizinstudium absolvierte.

Ein Nachbar, der in Sète geborene Paul Valéry, lebte lange dort, wie auch André Gide oder der okzitanische Schriftsteller Max Rouquette, der ganz in der Nähe, in Argelliers, geboren wurde.

Es ist zudem auch die Stadt, in welcher der Comiczeichner Lewis Trondheim lebt.

Montpellier, Sport und Radsport im Besonderen

Montpellier kann stolz auf die ungewöhnliche Leistung sein, ein Spitzenteam im Fußball, Rugby, Handball, Volleyball, Frauenbasketball und Eishockey gehabt zu haben. Eine sportliche Stadt alos, über welcher die imposante Figur von Louis Nicollin ragt, der schillernde Präsidend seines Fußball- und seines Rugbyvereins.

Montpellier fungierte schon 27 Mal als Gastgeber der Tour und hat vor allem - wie in einer hügellosen Region nicht anders zu erwarten - die Sprinter beglückt. So finden wir auch auf der Siegerliste Namen wie Charles Pélissier, André Leducq, Georges Speicher, André Darrigade sowie - in neuerer Zeit - Barry Hoban, Olaf Ludwig oder Robbie McEwen, der letzte Sieger von 2005.

Die Stadt war natürlich auch Austragungsort des Grand Prix du Midi Libre, der 2003 leider eingestellt wurde. Auf die Siegerliste dieses Wettbewerbs haben sich die Größten eingetragen, wie etwa Eddy Merckx, Luis Ocana, Miguel Indurain oder Laurent Jalabert. Rekordhalter bei der Anzahl Siege ist Jean-René Bernaudeau, der das Event von 1980 bis 1983 gewinnen konnte.

Von Montpellier und vom Radspart sprechen kann man nicht, ohne an Claude Sudres zu erinnern, den ehemaligen Fahrer und sportlichen Leiter, der zudem ein unnachahmlicher Pressechef der Tour gewesen ist.